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Verständlicherweise hat Aurora auf solche Szenarien (nach einer alkoholgetränkten Nacht) keinen Bock.

Nüchtern auf Partys

Kein Alkohol ist auch eine Lösung

Aurora braucht keine Getränke für eine gute Party. Bei vielen trifft sie damit auf Unverständnis und Überraschung.

Vor einiger Zeit hat hier Jugendredakteur Lucas darüber berichtet, dass er keinen Alkohol trinkt. Da ist er nicht der Einzige, denn auch ich kann mit dem allseits beliebten Getränk nicht viel anfangen. Und das hat seine Konsequenzen. „Zicke Zacke, Zicke Zacke, hey, hey, hey!“ Es klingt wie Musik in meinen Ohren. Die Shot-Gläser werden zum Himmel gehoben. Wodka, Waldgeist, Jägermeister. Als sie aufeinandertreffen und die darin enthaltenen Flüssigkeiten zu beben beginnen, fällt ein blinder Passagier ins Auge. Eines der Shot-Gläser enthält eine seltsam orangefarbene Flüssigkeit. Hat da etwa jemand Wodka-O in so einem kleinen Gläschen gemischt? Nein. Es ist einfach nur Orangensaft. Es ist mein Glas. Ich trinke nämlich keinen Alkohol. Die erste Reaktion, mit der ich in acht von zehn Fällen konfrontiert werde, wenn ich von meinem Nicht-Alkohol-Trinken erzähle: „Was? Ehrlich nicht? Gar nicht? Bist du ganz sicher? Nicht mal ein Glas?“ Nach diesen ausgelutschten Fragen fordert mein Gegenüber meist eine Rechtfertigung meinerseits ein, warum ich denn nicht trinke. Das sei ja eine absolute Seltenheit. In solchen Momenten frage ich mich ernsthaft, warum die Party-Kultur ohne Alkohol nicht klarkommt. Ich verurteile keineswegs den Alkoholkonsum. Um Gottes Willen. Ich finde es völlig okay, wenn man seine Party-Laune mit Bier und Sekt anhebt. Was ich aber nicht verstehe, ist das absolute Missverständnis, was mir häufig entgegengebracht wird, nur weil ich eben nicht trinke. 

Mit Begründung auf taube Ohren stoßen 

Als wäre es ein absolut außerirdisches Verhalten, einfach nur Wasser zu trinken. Als würde es dann gar keinen Sinn mehr ergeben, auf eine Party zu gehen. Die einzigen Gründe, die ohne große Gegenfragen akzeptiert werden, sind religiöse oder gesundheitliche. Und Letzteres gilt nur, wenn man bereits eine Krankheit hat oder bestimmte Medikamente zu sich nimmt, die nicht mit Alkohol in Verbindung geraten dürfen. Aber dass man seiner Leber vielleicht einfach mal ’nen Gefallen tun will und präventiv nichts trinkt, scheint inakzeptabel zu sein. Mit so einer Begründung würde ich auch niemals ankommen, da ich schon weiß, dass das für Augenrollen sorgt. Was bei mir aber noch mehr im Vordergrund steht, klingt recht simpel: Es gibt mir einfach nichts. Ich habe nichts davon, Alkohol zu trinken. Weder mag ich den Geschmack noch das Gefühl, das es mir gibt. Ich brauche keinen Alkohol, um locker zu werden – ich bin schon locker. Ich brauche keinen Alkohol, um Spaß zu haben – das schaffe ich auch so. Und wenn ich den Geschmack und den Effekt eines Getränkes nicht mag, sehe ich keinen Grund, es zu trinken. Formuliere ich das so, verspüre ich immer ein leichtes Risiko, wie ein langweiliger Spießer zu klingen. Aber der Witz ist, dass ich nüchtern genau so laut, albern und hyperaktiv sein kann wie betrunkene Menschen. (Aurora Lushtaku)

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