Lena steht vor dem grünen Staaten-Schild von Nebraska am Freeway.
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An vier Tagen hat es Lena geschafft fünf Staaten zu bereisen. Einer von ihnen war Nebraska.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas elfter Teil aus den USA

Kontrastprogramm auf Reisen

  • vonLena Schulz
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Lena und ihre Freundin sind mit einem Leihwagen vier Tage durch die amerikanische Landschaft gedüst. Von Schneesturm bis zu Präriehunden war alles dabei.

Meine Freundin und ich sind grade auf dem Weg zum Flughafen um ein Auto für das Wochenende abzuholen. Total aufgeregt reden wir über unsere Pläne fürs Wochenende, denn für uns soll es für vier Tage nach North Dakota, South Dakota, Nebraska und Wyoming gehen. Am Flughafen angekommen setzte ich meine Freundin ab, denn sie steigt dort in den Mietwagen und holt mich zuhause wieder ab. Auf dem halben Weg ruft sie mich jedoch an und fragt, ob ich sie wieder abholen könnte. Total verwirrt frage ich, warum und sie erklärt mir, dass wir anscheinend wegen mehrerer Gründe kein Auto bei der Firma mieten können.

Na super, können wir jetzt überhaupt fahren? Nach langem Durchforsten verschiedener Seiten finden wir tatsächlich ein Auto, welches wir am nächsten Tag um sieben Uhr abholen können. Wir beten also, dass das Auto jetzt zumindest funktioniert, denn sonst können wir nicht weg und das wäre schade da es wegen dem Labor Day (Tag der Arbeit) ein vier Tage Wochenende ist. Wir packen am Abend also alles zusammen, um morgens nur noch alle Sachen in das Mietauto bringen zu müssen. Wir reden den ganzen Abend davon, was wäre, wenn es jetzt nicht funktioniert, doch voller Hoffnung schlafen wir wenig später ein und machen uns früh am Morgen auf den Weg zur Autovermietung.

Glück gehabt! Alles funktioniert also müssen wir unseren lang ersehnten Trip doch nicht absagen.

Heißer Kaffee und wilde Tiere auf der Straße

Und dann geht es auch schon los. Für heute haben wir 9,5 Stunden vor uns, denn es geht erst mal nach Miles City, Montana. Dort übernachten wir die erste Nacht. Die Fahrt ist ziemlich langweilig, denn viel sehen kann man nicht wirklich.

Wir entscheiden uns in Missoula, Montana anzuhalten und uns einen Kaffee bei Starbucks zu holen. Sofort geht die Stimmung hoch, denn wir sind beide ziemlich verliebt in Starbucks! Nach einigen kurzen Stopps auf Raststätten sind wir in Billings, wo wir kurz bei Target halten um noch ein paar mehr Snacks sowie Wasser zu besorgen. Danach geht es weiter zu unserem Campingplatz, der nur noch zwei Stunden entfernt ist.

Dort angekommen, machen wir uns sofort bettfertig, denn wir sind beide total kaputt nach fast zehn Stunden Fahrt. Wir schauen also nur noch einen Film und gehen dann auch schon ziemlich bald schlafen. Wie erwartet war die Nacht nicht so gut, denn unser Camping-Platz liegt genau neben einer großen Straßenlaterne, die die ganze Nacht genau in unser Auto scheint. Trotz Müdigkeit stehen wir auf und machen uns um 8.30 Uhr auf die Weiterfahrt.

Currywurst-Enttäuschung in North Dakota

Auf dem Weg nach South Dakota fällt mir ein, dass ich gelesen habe, dass in North Dakota die meisten Deutschen wohnen und ich bitte meine Freundin, zu schauen, ob sie einen deutschen Laden in der Nähe finden kann, denn für heute haben wir nicht wirklich Pläne. Kurze Zeit später findet sie einen Deutschen Metzger nur 25 Minuten weg von uns. Wir machen uns also auf zum „Wurst Shop“, denn dort soll es unter anderem Currywurst geben. Doch dort angekommen, werden wir enttäuscht, der Laden ist alles andere als deutsch und Currywurst haben sie auch nicht. Dabei waren wir so aufgeregt endlich mal wieder Currywurst und Sauerkraut essen zu können.

Nach der großen Enttäuschung machen wir uns auf den Weg nach South Dakota, wo wir für die Nacht campen, denn am nächsten Tag soll es zum Mount Rushmore gehen. Wir gehen also ziemlich früh schlafen, um so früh wie möglich aufstehen zu können, denn wir wollen nicht zum Denkmal, wenn es total überfüllt ist. Zum Glück haben wir nur eine Stunde Fahrt vor uns bis wir endlich am Mount Rushmore National Monument (Steinskulptur der zur Zeit der Erstellung bedeutendsten US-Präsidenten) sind. Ich würde nicht sagen, dass wir enttäuscht sind, aber mehr erwartet haben wir dann doch beide. Auf Bildern sieht das alles immer so groß aus, doch in echt ist es ziemlich klein.

Überraschender Wetterumschwung auf der Rückfahrt

Viel zu sehen gibt es nicht außer das Monument, also geht es nach kurzer Zeit schon weiter. Auf dem Weg nach Nebraska ist es wieder ziemlich langweilig. Die Straße ist nur umgeben von Feldern, weshalb wir echt glücklich sind, dass wir nach einer Stunde durch Nebraska fahren, dann auch endlich Wyoming erreicht haben. Dort sieht man auf jeden Fall schon um einiges mehr. Wyoming hat echt schöne Landschaften aus Bergen und kleinen Städten und Dörfern. Trotz schöner Aussicht sind wir glücklich, endlich an unserem Campingplatz angekommen zu sein. Dort holen wir uns was Leckeres bei McDonalds und machen uns einen entspannten Abend mit dem Film „10 Things I Hate About You“.

Am nächsten Morgen geht es dann auch nach Hause. Die Fahrt fängt eigentlich ganz okay an, doch dann beginnt es nach einer Stunde total stark zu regnen, was das Fahren auf dem Highway natürlich nicht wirklich einfacher macht. Man kann zwar kaum was sehen, doch wir können es uns wegen dem Mietwagen nicht leisten, zu warten bis der Regen aufhört, da wir das Auto um acht wieder zurückbringen müssen. Doch es wird noch schlimmer, denn auf einmal fängt es an zu schneien. Kurz darauf berichtet mein Handy auch schon von einem Unfall, der sogar einen ziemlich langen Stau verursacht hat. Also stecken wir kurze Zeit später für eine Dreiviertelstunde in einem Stau fest. Total kaputt und mit den Nerven am Ende haben wir es drei Stunden später endlich nach Hause geschafft und sind einfach nur glücklich den Regen und Schnee überlebt zu haben.

In ihrem letzten Around-The-World-Teil ging es für Lena in den Yellowstone Nationalpark. Dieser Trip war um einiges ereignisreicher als ihr Staaten-Roadtrip.

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