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Schuluniformen gibt’s nicht nur in England. Auch in Thailand tragen sie Schülerinnen und Schüler.

Louisa hat's getestet

Wie es ist, eine Schuluniform zu tragen

Weniger als fünf Minuten dauert es, um sich morgens anzuziehen. Die schwarzen, polierten Schuhe, die Krawatte, der Rock oder die Hose und die Bluse mit dem Blazer liegen schon bereit. Das Outfit ist jeden Tag gleich. Wer eine Schuluniform trägt, hat morgens nicht die Qual der Klamottenwahl.

Doch Schuluniformen sind in Deutschland sehr selten. An öffentlichen Schulen trägt jeder, was er möchte – und häufig wird man dabei nur durch wenige Regeln eingeschränkt. Der Schulhof ist bunt gemischt und man entdeckt dort und im Klassenzimmer viele unterschiedliche Styles. Doch mancher Schüler fragt sich, ob er nicht doch lieber eine Schuluniform tragen würde. Aber wie ist es überhaupt, „uniformiert“ in die Schule zu gehen? Besonders in englischen Privatschulen ist es üblich, eine Schuluniform zu tragen. Dort wird streng auf die Einhaltung der Regeln geachtet und die Uniform sollte mit Respekt getragen werden.

Ich habe meine eigenen Erfahrungen an einem englischen Internat sammeln können – „am eigenen Körper“. Schulkleidung hat in England einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Durch die Uniform, die das Wappen der Schule auf der Brust trägt, drückt man seine Zusammengehörigkeit aus. Die Schulgemeinschaft wird automatisch gestärkt und es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl.

Keine Möglichkeit, gemobbt zu werden

Mir wird schnell klar, dass die meisten Schüler ihre Uniform mit Stolz tragen und froh sind, auf ihre Schule zu gehen. Das liegt auch daran, dass sich beispielsweise Internate dadurch präsentieren und von anderen Schulen äußerlich abgrenzen und unterscheiden wollen. Auch ich kann nun sagen, dass es ein besonderes Gefühl ist, eine Uniform in der Schule zu tragen. Man fühlt sich automatisch als Teil einer Gemeinschaft, auch wenn die Schuluniform dazu nur äußerlich beiträgt.

Einen Team-Gedanken direkt kann solch eine Uniform meiner Meinung nach aber noch nicht kreieren. Natürlich bietet die Uniform auch keine Möglichkeit für Mobbing aufgrund der Einheitskleidung. Markenklamotten spielen keine Rolle und niemand wird nach seiner Kleidung beurteilt. Die Zeit vor dem Kleiderschrank wird ebenso gespart und es ist toll, wenn eine große Gruppe uniformiert auftritt und der Wert der Gemeinschaft betont wird. Es macht einen dann auch stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Die Schuluniform lässt einen aber äußerlich schnell nicht mehr als Individuum auftreten und lässt auch kaum Spielraum für Individualität – das ist negativ.

Aber ist eine Schuluniform nicht irgendwann ebenso nichts Besonderes mehr? Möchte man denn nicht nach einer Zeit auch mal seine eigenen Sachen tragen, die zum Wetter passen oder seinem persönlichen Geschmack entsprechen? Ja, das wollte ich gerne. Eine Schuluniform vermittelt schnell auch Strenge und ist sehr traditionell – und irgendwann auch etwas unbequem.

Ich habe es zwar genossen, in einer Schuluniform herumzulaufen, aber bin zufrieden, wieder meine eigene Kleidung tragen zu können.

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