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Auf du und du mit der afrikanischen Tierwelt: Marie und die Giraffe verstehen sich prächtig. Unsere Jugendredakteurin genießt ihre Ferien sichtlich.

Marie in Südafrika

Ferien in Kapstadt

Teil 10 - Das Schönste während der Schulzeit sind die Ferien – da sind sich die meisten Schüler einig. Und was soll ich sagen, hier ist es nicht anders! Denn statt Arbeiten ist bei mir Urlaub angesagt. Und während die einen am Strand liegen und sich sonnen, heißt es für mich: Koffer packen. Warum? Weil ich meine freie Zeit nutze, um Südafrika zu entdecken!

Ziel Nummer eins ist Port Elizabeth, ein kleines Küstenstädtchen im Süden des Landes. Wobei man zu diesem Reiseziel sagen muss, dass der Weg das Ziel ist, denn dieser führt von Kapstadt aus über eine der berühmtesten Straßen des Landes, direkt an der Küste entlang. Diese sogenannte „Garden Route“ hat so viele unterschiedliche Landschaftsbilder und Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass Port Elizabeth am Ende dieser Route eigentlich auch das Ende des Urlaubes bedeutet – obwohl es doch eigentlich das Ziel ist – verrückt! Mit diesem Wissen im Hinterkopf begann die Reise dann also!

Am Flughafen habe ich mir mit drei weiteren Freiwilligen ein Auto gemietet und dann ging es auch schon auf die N2, der offizielle Name der Strecke. Der erste Stopp führte uns gleich zu einem Highlight der Route: dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents und gleichzeitig dem Ort, wo der Indische und der Atlantische Ozean aufeinandertreffen. Die Stelle selbst war recht unscheinbar durch einen kleinen Sockel verdeutlicht, mehr war aber eigentlich auch nicht nötig. Es reichte schon, an der Küste dort vorbeizulaufen, aufs Meer zu blicken und zu wissen, dass man gerade am Rand eines Kontinents entlangläuft – das Gefühl ist so unglaublich und einfach nur verrückt!

Verrückt ging die Reise dann auch weiter – und es gab echt viel zu entdecken. Von einem entlegenen Nationalpark mit einer riesigen Dünenlandschaft, über kilometerlange Sandstrände, bei denen die Wellen wie im Bilderbuch brechen und man unglaublich viele schöne Muscheln finden kann, bis hin zu kleinen Halbinseln oder Wüstenstädtchen, die mit ihren kleinen Bergen und Hügeln ideal zum Wandern geeignet waren.

Auto „Hilde“ sorgte für Extra-Abenteuer

Es gab einfach so viel zu sehen, dass ich gar nicht alles aufschreiben kann, was wir auf dem Weg alles entdeckt haben. Auch wenn ich von einigen Attraktionen mehr erhofft hatte und es aufgrund von Loadshedding – bewusstes Stromausschalten, um Stromknappheit auszugleichen – einige Pläne aufgefallen sind, gab es immer was zu lachen und ich konnte die Zeit einfach genießen.

Was ich aber sagen kann, ist, dass nicht nur die Landschaft die Reise so schön gemacht hat, es war auch die Truppe, mit der ich unterwegs war. Denn einen großen Teil der Reise haben wir dann doch im Auto verbracht, um von einem Ort zum nächsten zu kommen – und auch diese Fahrten waren ein Highlight der Reise. Denn mit unserer „Hilde“ – so hatten wir unser Auto getauft – haben wir dann das eine oder andere Abenteuer mehr erlebt. Wir hatten uns extra ein kleines Auto ausgesucht, damit wir beim Einparken oder in schmalen Straßen nicht so viele Probleme haben würden. Diesem kleinen Auto fehlte es dann aber doch manchmal an PS, wodurch einige Berge zu einer echten Herausforderung wurden – zusätzlich zum Linksverkehr!

Ein echtes Highlight der ganzen Reise war dann aber doch der Addo Elephant National Park. Auf mehreren hundert Hektar haben wir uns auf die Suche nach den Dickhäutern gemacht. Und diese Selbstfahrersafari war schon aufregend. In vorherigen Urlauben mit meinen Eltern war ich schon ein paar Mal auf einer Safari, aber es war immer eine geführte Tour. Selber zu fahren und die Tiere selber suchen zu müssen bzw. das Gefühl, sie entdeckt zu haben, hat die ganze Situation noch viel aufregender und schöner gemacht.

... und der Löwe ist beim nächsten Mal dabei

Marie Dechêne (18, Recklinghausen) verbringt die nächsten sechs Monate in Kapstadt. Dort hilft sie im Rahmen des Freiwilligendienstes Rainbow-Garden-Village (RGV) für jeweils zwölf Wochen in Tageskliniken und in einem Special-Care-Center für geistig beeinträchtige Menschen. Bei Scenario erzählt sie von ihren Eindrücken.

Aufregend und schön. So würde ich generell die ganze Urlaubsreise beschreiben können. Ich hatte so viel Spaß, habe in den verrücktesten Cafés gegessen und noch einmal eine ganz andere Seite und Landschaft von Südafrika gesehen. Und ich hatte sogar die Möglichkeit, die berühmte afrikanische Tierwelt mit eigenen Augen zu sehen. Auch wenn wir leider keinen Löwen gesehen haben, so war der Urlaub trotzdem perfekt. Den Löwen sehe ich dann ja vielleicht auf meiner nächsten Reise, die hier noch ansteht. Denn wenn man sich auf die Suche nach einem Löwen machen will, was bietet sich da besser an als der weltberühmte Krüger-Nationalpark, der auch in Südafrika und damit Ziel meines zweiten und letzten Urlaubes hier ist? Die Ferien muss man schließlich ausnutzen!

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