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Um sich die Zeit zu vertreiben, ist Lena mit den Gastkindern auf Cityrollern um den Block gecruised.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas neunter Teil in den USA

Roadtrip nach Arizona

  • vonLena Schulz
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Für Lena und ihre Gastfamilie geht es auf einen dreiwöchigen Urlaub nach Arizona. So weit, so entspannend – wären da nicht die 20 Stunden Autofahrt und ein Kind mit Übelkeit.

Wie jeden Morgen gehe ich in die obere Etage, um mit der Arbeit anzufangen, und treffe auf meine Gastmutter, die an ihrem Laptop etwas nachschaut. Als sie mich sieht, fragt sie mich, was ich denn davon halten würde mit ihr und den Kindern für drei Wochen in eine wärmere Gegend zu fahren. „Hört sich gut an“, denk ich mir und nicke zustimmend. 

Klingt ja alles gar nicht so schlecht: ein bisschen Sonne und ein Pool für drei Wochen und damit dem regnerischen Wetter in Spokane entkommen, ist meiner Meinung nach ein super Plan. Einige Tage später ist dann auch schon ein Ferienhaus in Scottsdale, Arizona, gebucht und kurz darauf geht es los für meine Gastmutter, die Kinder und mich. Da die 20 Stunden Fahrt nach Scottsdale mit drei Kindern im Auto an einem Tag ziemlich schwierig sind, teilen wir die Fahrt auf zwei Tage auf und stoppen deshalb für eine Nacht in Salt Lake City. 

Die Freude schwenkt schnell um 

Der erste Tag des Roadtrips fängt schon nach zwei Stunden an, nicht mehr so spaßig zu sein: Zwei Kinder schreien, eins übergibt sich und es regnet in einem Bergpass. Meine Gastmutter und ich verlieren bereits an diesem Punkt die Nerven. Doch nach einigen Stopps und einer Lunch-Pause, kommen wir um 17 Uhr in unserem Hotel an, wo ich mich erst mal ins Bett fallen lasse, während meine Gastmutter und die Kinder in den Pool gehen. 

Auch der nächste Fahr-Tag beginnt damit, dass sich die autokranke Zweijährige übergibt.  Durch verschiedene Teile von Nationalparks und somit vorbei an schönen Aussichten, kommen wir endlich in Scottsdale an. Besonders meine Gastmutter und ich sind froh, es endlich geschafft zu haben. Es waren echt lange zwei Tage. 

In den zwei Wochen ohne meinen Gastvater unternehmen wir eher weniger, da wegen des Coronavirus immer noch fast alles zu hat. In Arizona haben wir jedoch Glück, dass wenigstens die Frisöre wieder auf haben und so machen wir uns natürlich alle schnell auf den Weg, denn der letzte Friseurtermin ist schließlich schon einige Zeit her. Unter der Woche sind wir viel im Pool oder fahren mit unseren City-Rollern um den Block. An sich ist das Leben echt einfacher hier in Arizona, da die Zeit im Pool schneller vorbei geht, man einfach viel zu tun hat und alles noch so neu und aufregend für die Kinder ist. 

An einem Wochenende entscheiden meine Gastmutter und ich uns, wandern zu gehen, doch es war schon früh morgens viel zu heiß. Fast 35 Grad in der Früh sind auf jeden Fall nicht das richtige Wetter für eine Wanderung auf einen Berg. Also machen wir es uns schön gemütlich und bleiben einfach den Tag in der Anlage. 

Am Abend entscheiden wir uns alle, Essen von „In-n-out Burger“ zu holen. Das ist ein Fast Food Laden, den es nur in wenigen Staaten gibt, weshalb wir den Luxus ausnutzen müssen, eine Filiale genau 5 Minuten von unserem Ferienhaus entfernt zu haben. Die Burger sind echt gut! Selbst meinem 4-jährigen Gastkind, das normalerweise keine Burger mag, schmecken die Burger von „In-n-out“. 

Nach zwei Wochen kommt dann endlich mein Gastvater dazu, was meine Arbeit ziemlich erleichtert, denn jetzt ist endlich eine zweite Person da, die über den Tag hinweg auf die Kinder aufpassen oder mit ihnen spielen kann. Er arbeitet zwar, aber das zum Glück nur halbtags. Mit ihm zusammen holen wir Donuts, spielen im Pool und gehen sogar Minigolf spielen. Die letzte Woche ist auf jeden Fall die beste. 

Heimweh nach Spokane macht sich breit 

Am vorletzten Tag in Arizona feiern wir seinen Geburtstag und holen uns dafür gute Pizza und Kuchen von der „Cheesecake Factory“. Nach den drei Wochen sind alle außer meiner Gastmutter bereit, wieder zurück nach Spokane zu fahren. Besonders ich, denn ich vermisse meine Freunde dort und die Mobilität, die ich durch mein eigenes Auto in Spokane habe. 

Ich bete also tagelang, dass meine Gastmutter kein neues Ferienhaus findet, in das wir weiterziehen können. Und ich habe Glück, denn sie findet tatsächlich keine neue Unterkunft. Die Rückfahrt ist zum Glück entspannter. Niemand übergibt sich und keines der Kinder beschwert sich so viel wie auf der Hinfahrt. 

Also sitze ich entspannt in meinem Sitz, spiele an meinem iPad und höre Musik. Nach einem Stopp in Idaho geht es am nächsten Tag dann nach Spokane, wo wir sofort vom Wetter überrascht werden: Na, super ... es regnet, wie aus Eimern! Da wollte selbst ich doch lieber zurück nach Arizona.

In ihrem letzten Teil von Around the World verrät Lena, warum sie sich dafür entschieden hat, trotz der Corona-Krise in Spokane zu bleiben und ihr AuPair fortzusetzen. 

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