Neben einer Pfanne liegen zahlreiche Gemüse-Sorten bereit.
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Vegane Ernährung muss mittlerweile nicht mehr kompliziert sein.

Scenarios Grüne Woche

Selbstversuch: Eine Woche vegan

  • Janine Jähnichen
    vonJanine Jähnichen
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Janine hat im Rahmen von „Scenarios Grüner Woche“ versucht, sich vegan zu ernähren und zieht heute ihr Fazit: Sie war positiv überrascht.

In der letzten Woche hat hier auf Scenario die „Grüne Woche“ stattgefunden, in der das Thema Nachhaltigkeit eine übergeordnete Rolle spielte. Ich habe mir diese Woche zum Anlass genommen, mich einmal in veganer Ernährung auszuprobieren. Ich esse generell nicht viel Fleisch oder Fisch, weshalb ich mir – was diesen Punkt angeht – wenig Sorgen gemacht habe, ob ich es denn wirklich schaffe. Nervös wurde ich allerdings, als mir einfiel, dass ich meine täglichen Milchprodukte allesamt ersetzen und auch jede Nudelpackung genauestens untersuchen muss.

Der Wocheneinkauf dauerte dementsprechend länger als üblich. Das lag zum einen eben daran, dass ich alle Verpackungen, die nicht mit „vegan“ gekennzeichnet waren, ganz genau studiert habe, sondern auch daran, dass ich statt in einem Supermarkt einzukaufen, mehrere besuchen musste, bis ich alle veganen Lebensmittel zusammenhatte. Ein weiterer großer Unterschied zu meinem normalen Einkauf: Vegane Ernährung macht sich auf dem Kassenbon deutlich bemerkbar!

Vegane Ernährung schlägt auf den Geldbeutel

Es ist irgendwo logisch, dass die Preise für vegane Ersatzprodukte recht hoch sind, da es eben nur wenige Anbieter gibt, die diese Lebensmittel vertreiben. Aber dennoch sehe ich gerade hier ein Problem, da der Wille bei manchen Menschen vielleicht da ist, die Umsetzung aber dann daran scheitert, dass die Ersatzprodukte teurer sind.

Ich war aber nun eingedeckt mit pflanzlichen Joghurts und Brotaufstrichen und hatte mir ein paar Rezepte fürs Mittagessen überlegt. Vorm Frühstücken hatte ich tatsächlich etwas Bammel, weil ich hier meistens Müsli mit Milch oder Joghurt esse und befürchtet habe, dass mir die pflanzlichen Alternativen nicht schmecken. Aber weit gefehlt! Ich habe mich für einen Kokos-Joghurt und einen Naturjoghurt auf Mandel-Basis entschieden und muss zugeben, dass beide wirklich lecker waren! Da werde ich sicherlich in Zukunft öfter drauf zurückgreifen.

Pflanzlihe Snacks fehlten auf dem Speiseplan

Auch beim Mittagessen hatte ich wenig Probleme vegane Rezepte zu finden, die mich angesprochen haben. Sogar eine vegane Tiefkühlpizza stand auf dem Plan – und war lecker. Zwei Rezepte sind leider komplett in die Hose gegangen und haben mir überhaupt nicht geschmeckt. Was aber nicht per se an der veganen Ernährung liegen muss, sondern auch einfach am Rezept gelegen haben kann.

Schwierig wurde es bei mir nur, wenn ich zwischendurch mal etwas snacken wollte. Nachdem ich schon eine halbe Scheibe gegessen habe, fiel mir zum Beispiel auf, dass mein Eiweiß(!)-Knäckebrot gar nicht so vegan ist, wie ich unaufmerksam dachte. Na gut, ein bisschen Schwund ist immer und für den Fall, dass ich tatsächlich irgendwann komplett vegan leben sollte, werde ich sicherlich auch vegane Snacks im Schrank liegen haben.

Positive Überraschungsmomente

Mein Fazit fällt auf jeden Fall positiver aus, als ich es am Anfang der Woche gedacht hatte. Wer heute vegan leben möchte, muss wirklich auf fast nichts mehr verzichten, da es mittlerweile eine riesige Auswahl an veganen Alternativen gibt: Schokolade, Frischkäse, Eiscreme, Fertiggerichte, Burger, Frikadellen und und und. Außerdem sind die meisten Lebensmittel gut sichtbar mit einem gelb-grünen „Vegan“-Logo gekennzeichnet.

Die einzigen Probleme, die ich aktuell noch sehe, sind die recht happigen Preise für einige, nicht alle (!), Produkte und die in manchen Supermärkten noch geringe Auswahl an veganen Lebensmitteln. Aber das sind sicherlich Dinge, die in ein paar Jahren ganz anders aussehen werden.

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