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Ein echter Glücksfall ist das Wetter in San Francisco: Lena strahlt, die Golden Gate Bridge wird sich über ihr Lachen auch freuen.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas vierter Teil bei Around the world

Auf Sightseeing-Tour in San Francisco

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Auf Sightseeing-Tour in San Francisco gehen Lena und Freundin Madita. Die hügelige Stadt fasziniert die Mädels, doch auf einige Begegnungen hätten sie verzichten können.

Nicht immer dreht sich bei mir alles ums Kinder-Hüten. Gemeinsam mit meiner Freundin Madita geht’s raus – nach San Francisco! 

Unser Trip startet an einem Must-See: der Golden Gate Bridge – und wir haben Glück: Das Wetter ist fabelhaft und wir können die Brücke in voller Pracht sehen. Doch hier passieren einige komische Dinge, zum Beispiel treffen wir vor Ort auf Pakistaner, die fragen, ob sie ein Bild mit uns machen können oder sogar nur von uns. 

„Komisch“, denken wir uns, und versuchen, uns von ihnen loszueisen, denn wir haben ein neues Ziel: die andere Seite der Brücke, von der man eine sehr gute Sicht auf die Golden Gate Bridge hat und auch super Fotos schießen kann. 

Brücke ist total überfüllt

Also machen wir uns auf den Weg. Ganze 45 Minuten dauert es, bis wir auf der anderen Seite ankommen, denn natürlich machen wir mehrere Stopps für Bilder und wie erwartet, ist die Brücke total überfüllt, da man nur auf einer Seite laufen kann und die andere für Fahrräder gedacht ist. 

Endlich angekommen, bewundern wir erst mal die tolle Aussicht und machen dann Tausende Fotos, bis wir merken, dass wir echt hungrig sind. Also gehen wir zu einem Burgerladen, der ganz weit oben auf unserer Liste steht: Ab zu In-N-Out Burger! 

Wenn man nach Kalifornien fährt und Burger essen will, sollte man dahin, haben wir erfahren. Und tatsächlich: Auch wir werden nicht enttäuscht, das Essen ist einfach toll und obwohl der Laden echt überfüllt und laut ist, genießen wir jeden Bissen in vollen Zügen. 

Gestärkt machen wir uns dann auch schon wieder auf den Weg. Unser nächstes Ziel: der Fisherman’s Wharf. Auf dem Weg sehen wir viele Straßenmusikanten und Akrobaten, total faszinierend, was die alle so können. Der Fisherman’s Wharf besteht größtenteils nur aus Restaurants und kleinen Shops, weshalb wir, schon gesättigt, entscheiden, uns lieber zum Pier 39 zu begeben, denn da gibt es Seelöwen. Es ist einfach total süß, wie sie miteinander kommunizieren.

Wir verbringen also einige Minuten damit, den Seelöwen zuzuhören und gehen dann weiter, denn wir haben noch einen Ort, den wir heute sehen wollen: die Lombard Street, angeblich die kurvenreichste Straße der Welt. Hört sich nicht wirklich interessant an, aber sie ist total schön. 

Jeder versucht, das tollste Foto zu schießen 

Natürlich sind wir nicht die Einzigen, die diese besondere Straße sehen wollen. So ist das Erste, was wir sehen, eine große Gruppe Menschen, die auf der Mitte einer großen Straße steht, um das tollste Bild zu bekommen. Selbstverständlich machen wir da nicht mit und entscheiden uns, einfach die Straße hochzulaufen, was sich als anstrengend, aber auch wunderschön herausstellt, denn die ganze Straße ist mit Blumen umrandet. 

Nach den vielen Treppen und Bergen, die wir über den ganzen Tag bestiegen haben, entscheiden wir uns ziemlich platt, zurück zu unserer Ferienwohnung zu fahren, damit wir genug Energie für unseren nächsten Tag tanken können, da wir für diesen auch einiges vorhaben. Wir bestellen uns etwas zu essen und lassen den Tag gemütlich mit Fernsehen ausklingen. 

Am nächsten Tag geht es dann auch wieder früh los. Nachdem wir uns mit ein paar Bagels gestärkt haben, starten wir zu den Twin Peaks – zwei Hügel, von denen aus man die ganze Stadt überblicken kann. Total erschöpft vom Hochlaufen, setzen wir uns zuerst einmal für einige Minuten hin und bewundern japsend die schöne Aussicht. Auch hier merken wir wieder, wie beliebt die Attraktion ist, denn auch hier ist alles voll mit Menschen, die natürlich alle Bilder von der Aussicht haben wollen. 

Auch wir wollen natürlich gute Bilder von der Stadt und verbringen also ungefähr 20 Minuten, um von jeder Seite ein Foto zu kriegen. Bevor wir nach San Francisco geflogen sind, haben wir von diesen total schönen Häusern, die „the painted ladies“ heißen, gelesen. Und weil sich diese nicht weit von uns befinden, entscheiden wir uns, dort einmal kurz vorbeizuschauen. Also, auf Bildern von anderen sieht das ganz anders und viel schöner aus … na ja, wir machen trotzdem einige Fotos von den Häusern und machen uns dann wieder auf den Weg zum Fisherman’s Wharf, wo wir uns die bekannte Suppe namens chowder holen. Meine Gastmutter hatte mir so oft gesagt, wie gut diese Suppe ist. Sie hat recht! 

Zum Glück noch etwas Platz im Magen 

Wir würden wahrscheinlich mehr essen, doch wir haben noch ein Eis von dem amerikanischen Chocolatier Ghirardelli vor uns. Gut, dass wir noch etwas Platz im Magen haben, denn: Wow, das Eis ist einfach so unfassbar lecker! Da es schon 15 Uhr ist und unser Flug um 19 Uhr geht, machen wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, um noch kurz einige Sachen umzupacken und uns auch gemütlichere Kleidung anzuziehen, damit wir, wenn wir um Mitternacht zurück im kalten Spokane sind, wenigstens gemütlich angezogen sind. Dann geht es auch schon los zum Bahnhof am Union Square. 

Dort kommt plötzlich ein Obdachloser auf uns zu und will das Geld, das auf unseren Bahnkarten drauf ist, für ein Wochenendticket eintauschen. Nett versuchen wir ihm zu sagen, dass wir seine Tickets nicht wollen und einfach nur Geld auf unsere Karten hinzufügen möchten, doch er will einfach nicht aufhören, uns zu belästigen. Wir schauen ganz ängstlich durch die Gegend, doch niemand hilft uns.

Wir laufen schnell weg

Dann wird er auf einmal total sauer, doch zum Glück habe ich das Ticket fertig aufgeladen und Madita und ich laufen ganz schnell weg und bringen uns in Sicherheit. Puh, gerade noch mal gut gegangen – das hätte echt anders enden können. 

Nach dem Schreck sind wir mehr als glücklich, in einem überfüllten Zug zu sitzen und entspannen zu können. Traurig, aber auch glücklich, geht es dann erst mal nach Seattle und dann nach Spokane. Im Endeffekt ein tolles Wochenende, doch einiges hat uns echt eingeschüchtert und verwirrt. Wir beschließen, noch mal nach San Francisco zu fliegen, beim nächsten Mal aber entweder in einer anderen Gegend zu wohnen oder mit mehr Leuten dort hinzugehen.

INFO Lena Schulz (19, Marl) verbringt ein Jahr in Amerika. In Spokane, einer Stadt in Washington, wird sie sich als Au-pair um zwei Mädchen und einen Jungen kümmern. Eines ihrer größten Ziele ist es, so viel wie möglich von Amerika zu sehen und viele neue Erfahrungen zu sammeln. Was sie alles so in diesem Jahr erlebt, wird sie bei Scenario schildern.

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