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Paprika, Tomaten und auch Zucchini haben keine Gefühle, die man verletzen könnte.

Ein Leben ohne tierische Produkte

Alles eine Frage der Perspektive

Bella lebt seit einiger Zeit vegan. Sie hat sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt, bevor sie ihre Entscheidung gefällt hat, und möchte Euch diesen Ernährungsstil näherbringen.

Ich selber habe mich viele Jahre vegetarisch ernährt und bin vor einigen Jahren dann komplett vegan geworden. Die Idee dazu kam nicht aus dem Nichts. Denn schon als kleines Kind habe ich meine Mutter beim Essen gefragt, welches Tier das Schnitzel auf meinem Teller einmal war, als es noch gelebt hat. Eigentlich eine merkwürdige Vorstellung, oder? Das Steak, die Salami, das Hamburgerpatty – alles hatte einmal ein Gesicht und einen eigenen Charakter. Ein Leben, welches bis zu zwanzig Jahre hätte dauern können, aber für fünf Minuten Genuss auf sechs Monate reduziert wurde. 

Dabei sind Schweine genauso schlau wie ein dreijähriges Menschenkind und eine Kuh spielt genauso gerne im Garten wie der Haustierhund. Wieso ziehen wir genau bei diesen Lebewesen also die Linie? Wir schauen mit Spott und Ekel in andere Länder, in welchen es normal ist, Hunde zu essen, während das Schweineschnitzel auf dem eigenen Teller vor sich hin dampft. Für uns ist es normal, gewisse Lebewesen zu mästen und für ihr Fleisch zu ermorden, während wir mit anderen spielen und kuscheln. Dabei hätten es die Schweine in den Fabriken genauso verdient zu leben, wie die Katze, die bei uns wohnt. 

Die Linie, welche die Tiere von einander trennt, ist bloß in unseren Köpfen, da es uns die Gesellschaft so beigebracht hat. Das eine ist das Haustier, das andere dient zum Verzehr – so haben wir es gelernt. Wäre es umgekehrt, würden wir wahrscheinlich sorglos einen Hund verspeisen und anschließend mit unserem Schwein im Garten spielen. Es ist also eine Frage der Perspektive und des Hinterfragens. 

Ich selbst werde häufig mit Fragen konfrontiert, wieso ich mich für das vegane Leben entschieden habe. Für mich stand an erster Stelle die Realisation, dass ich das Schlachten von Tieren moralisch nicht vertreten kann. Ich möchte kein Tier essen, wenn ich genauso gut auf die Vielfältigkeit an Pflanzen zurückgreifen kann. Und nein, Pflanzen haben keine Gefühle. Keine, welche einem Tier und seinen Qualen bei der Massenzucht auch nur im Ansatz ähneln. Denn den Spruch, dass ebendies der Fall wäre, bekommt man als Veganer gerne mal zu hören. 

Vielfältige Auswahl an Ersatz-Produkten 

In den Supermärkten wird das Angebot an veganen „Ersatzprodukten“ doch immer größer, denn es gibt immer mehr Veganer, wodurch natürlich die Nachfrage steigt. Vegane Chicken Nuggets, veganes Vanilleeis… eigentlich alles, was das Herz begehrt. Und dabei auch noch super lecker! 

Wenn man sich mit dem Thema Veganismus noch nicht gut auskennt und bisher auch keine Bindung dazu gefunden hat, ist das gar nicht schlimm, denn es gibt viele Artikel und Dokus hierzu! Unter anderem gibt es auf Netflix viele informative Filme (z.B. „Cowspiracy“, „Gabel statt Skalpell“, „The Gamechangers“ u.v.m.) und auch auf YouTube gibt es viele Videos, die darüber aufklären, was Fleisch mit unserer Gesundheit macht, wieso die Milchproduktion eine große Qual für Kühe ist und auch darüber, was alles im Leben eines Huhns passiert, das tägliche mehrere Eier legen muss.

Ich hoffe, dass ich Euch mit diesem Artikel den Veganismus etwas näher bringen konnte. Natürlich ist es wichtig, dass jeder so lebt, wie er es möchte, aber es tut auch nicht weh, sich manchmal mit anderen Lebensstilen, wie dem Veganismus, auseinanderzusetzen.

Marleen hat sich vor kurzem mit einer Expertin unterhalten, da sie wissen wollte, ob die Scheidung ihrer Eltern, sie nachhaltig verändert. Zu welchen Erkenntnissen sie gekommen ist, lest Ihr hier. 

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