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Ein Foto am berühmten Las Vegas Sign darf natürlich nicht fehlen. Lena (l.) und Matilda hatten Glück: Sie wurden sogar kostenlos vor dem Schild abgelichtet.

Scenarios Auslandsreihe: Lenas siebter Teil bei Around the World

Im Dodge unterwegs in Sin City

Casinos, der Grand Canyon, ein Elvis-Double und sogar eine Stripshow – Lena bekam das volle Las-Vegas-Programm. Und das Ganze mit einem ungewöhnlichen Gefährt ...

  • Lena und Freundin Madita hat es für ein Wochenende nach Las Vegas gezogen
  • In Las Vegas haben die beiden Mädels das volle Programm mitgenommen: Casino-Besuch, Tour durch den Grand Canyon, Elvis-Double und eine Strip-Show

Mit meiner Freundin Matilda geht es auf den nächsten Wochenend-Trip. Unser Ziel: Las Vegas. Da ein Party-Trip nicht möglich ist, weil ich noch keine 21 bin, besteht unser Hauptziel darin, die Stadt zu entdecken und zum Grand Canyon zu fahren. 

In Las Vegas angekommen, gibt es bei der Autovermietung leider ein kleines Problem: Die Kreditkarte von Madita wird nicht angenommen, da wir der Bank im Vorfeld nicht mitgeteilt haben, dass wir ein Auto mieten. Nach einer Stunde hin und her kriegen wir dann doch endlich unser Auto zugeteilt: Einen Dodge RAM 1500 BIG HORN. Big Horn passt auf jeden Fall, denn dieser Truck ist riesig, was uns in den nächsten drei Tagen noch viele Sorgen bereiten sollte. 

Da es nach dem Trubel schon 1 Uhr nachts ist, machen wir uns schnell auf den Weg zu unserer Unterkunft. Eine Gastfamilie aus meinem Matchingprozess hatte mich eingeladen, mal nach Las Vegas zu kommen und sofort zugesagt, dass wir das Wochenende bei ihnen übernachten können. 

Am nächsten Tag geht es auf den Weg zum Strip, wo sich fast alle Attraktionen der Stadt befinden: Die nachgebauten Städte wie zum Beispiel New York und Paris, der Caesars Palace, das Bellagio-Hotel mit der berühmten Wassershow, die Casinos, der High Roller und das Excalibur-Hotel. Und hier beginnen die Probleme mit dem Auto: Wir passen in kein Parkhaus, weshalb wir extra bezahlen müssen um Valet Parking zu machen, das heißt, die Leute, die für das jeweilige Hotel oder Casino arbeiten, parken das Auto für dich. 

Zuerst sind wir total überwältigt und überfordert von all den Eindrücken – und das, obwohl wir die Gebäude nur von außen sehen. Doch dann betreten wir den Caesars Palace: Wow! Alleine die Eingangshalle macht uns sprachlos – alles sieht total elegant aus und einfach nur schön. 

Nach diesem ziemlich langen Stopp machen wir uns weiter auf den Weg und sehen jemanden, von dem wir dachten, er wäre tot: Elvis Presely läuft an uns vorbei. Das zeigt uns, dass in Las Vegas, wie man ja sagt, echt alles möglich ist. 

Zum Runterkommen geht es hoch hinaus 

„Wenn man in Las Vegas ist, muss man unbedingt in ein Casino“, meint Madita und zerrt mich in eine Spielhalle genau neben dem Bellagio-Hotel. Es ist so überfüllt und laut aber echt farbenfroh und cool gemacht. Man sieht ja immer die Bilder, aber so hab ich mir das nicht vorgestellt. 

Um uns ein wenig von diesen aufregenden Eindrücken zu erholen, machen wir uns auf den Weg zum High Roller, einem Riesenrad von dem aus man die ganze Stadt überblicken kann. Eine 30 minütige Fahrt kostet zwar 20$, aber das ist es uns beiden wert. Und es ist sogar schöner als wir erwartet haben. Jetzt sehen wir erst mal, dass Las Vegas wirklich in der Mitte der Wüste liegt. 

Nach der Wassershow vom Bellagio-Hotel, einigen Stopps in verschiedenen Läden wie dem M&M- und Coca-Cola-Shop sowie dem New-York-Teil von Las Vegas, gehen wir nach einem langen aber schönen Tag nach Hause. Am Sonntagmorgen machen wir uns, nach einem schnellen Frühstück um 9 Uhr auf den Weg denn es sind 1,5 Stunden bis zum West End vom Grand Canyon. Aber zum Glück, habe ich ja eine meiner besten Freundinnen bei mir, also wird so eine ziemlich lange und langweilige Fahrt total spaßig. Wir singen laut und tanzen zu den Songs. Naja ich tanze und sie versucht, es während des Fahrens auch hinzukriegen. 

Angekommen kaufen wir uns Tickets für den Shuttle und begeben uns zum ersten Stop: die Hualapai Ranch. Dort gibt es viele Angebote, um das Leben im Wilden Westen ein bisschen kennenzulernen – zum Beispiel Reiten und Lasso-Werfen. 

Da man von hier aus nicht die schönen Teile des Grand Canyon sehen kann, bleiben wir aber nicht lange. Nach rund 20 Minuten geht es schon wieder weiter zum Eagle Point, dem Teil des Grand Canyons, auf den wir uns am meisten gefreut haben. Nachdem wir einige Fotos geschossen habe, schauen wir uns um und finden sogar ein paar Einheimische die auf einer Bühne singen. Total interessant, wie die Leute sich früher angezogen haben. Bevor wir uns auf den Weg nach Hause machen, genießen wir den Sonnenuntergang auf der Straße. 

Nach einem kurzen Stop am Haus, wo wir uns umziehen und frisch machen, geht es zu unserem nächsten Programmpunkt. Wenn man in Las Vegas ist, muss man unbedingt einmal zu einer Stripshow gehen. Wir haben uns für Thunder From Down Under entschieden. Ich war zuerst eher skeptisch, als meine Freundin die Show vorschlug aber sie konnte mich überreden. Wie erwartet, stehen nur Frauen in der Schlange vor der Halle. Ist ja auch logisch: die Show heißt Girls Night Outback und es sind anscheinend auch nur Frauen erlaubt. 

Teures Foto mit toller Erinnerung 

Als wir dann endlich rein können, freuen wir uns total und machen und auf die Suche nach unserem Tisch, den wir auch ziemlich schnell finden. Die Plätze sind echt super und wir können alles sehen. Nach einiger Zeit geht es auch schon los: Es werden total viele Frauen auf die Bühne geholt und anders als gedacht geht es nicht nur um die Männer, sondern auch um Unterhaltung zwischen den Auftritten. Nach der Show hat man die Chance für 20$ ein Foto mit den Männern zu machen und dieses dann sogar signiert zu bekommen. Natürlich lassen wir uns die Chance nicht entgehen und bezahlen, auch wenn es viel zu viel ist, 20$ für ein Bild, was wir dann später in der Thunder-Bar von allen unterschreiben lassen. Nach einem langen Tag geht es dann auch endlich ins Bett, den der nächste Tag ist schon unser letzter in Vegas. 

Diesen verbringen wir eher entspannt: Zuerst geht es zum Red Rock Canyon, welcher nur 10 Minuten von dem Haus entfernt ist. Normalerweise bezahlt man eigentlich ganze 10$ um durchzufahren, doch da Martin Luther King Day ist, kriegen wir die Durchfahrt heute einmal umsonst. Der Red Rock Canyon ist nicht langweilig aber auch nicht wirklich spektakulär. Es sind einfach nur rote Berge und Steine, aber wir sind trotzdem froh, dass wir uns entschieden haben, ihn noch schnell anzusehen. 

Danach geht es aber wieder zum Las Vegas Strip, wo wir zuerst zum „Welcome to fabulous Las Vegas“-Sign gehen. Dort gibt es zum Glück einen Mann, der umsonst Bilder von einem macht. Jedoch muss man für seine Fotos in einer Reihe anstehen. Er hat wirklich superschöne Bilder von Matilda und mir gemacht. 

Da wir noch einige Stunden bis zu unserem Flug haben, laufen wir noch ein wenig über den Strip und schauen uns alles noch mal am Tag an, was wir nur bei Nacht gesehen haben. Nach einem tollen Wochenende sind wir dann aber wirklich bereit nach Hause zu fahren und ein wenig Schlaf nachzuholen, denn Las Vegas schläft echt nie! (Lena Schulz)


Lena Schulz (19, Marl) verbringt ein Jahr in Amerika. In Spokane, einer Stadt in Washington, wird sie sich als Au-pair um zwei Mädchen und einen Jungen kümmern. Eines ihrer größten Ziele ist es, so viel wie möglich von Amerika zu sehen und viele neue Erfahrungen zu sammeln. Was sie alles so in diesem Jahr erlebt, wird sie bei Scenario schildern.

Im letzten Teil unserer Auslandsreihe ging um Janas Reise in Litauen. Sie wartet immer noch vergeblich auf einen kalten Winter und stellt den anderen Volunteers ein deutsches Leibgericht vor. 

Davor hat Kristina von ihrer Au-Pair-Reise in Australien berichtet. Für sie gab es plötzlich eine große Veränderung mit der sie sehr zu kämpfen hatte .. 

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