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Happy mit Saxofon: Scenarios VIP Viktoria.

Viktoria spielt Saxofon in der Schulband

Viel Luft und große Hände

Es gibt sie überall. Eigentlich gehört jeder dazu. Zu den VIPs. Damit meinen wir allerdings nicht die „Very Important Persons“, die auf roten Teppichen rumstöckeln, sondern die „Very Interesting Persons“, die uns im Bus, an der Supermarktkasse oder im Schwimmbad begegnen. Wir stellen Euch bei Scenario junge Menschen vor, die ganz klar VIPs sind. Heute: Viktoria.

Wer gerne Musik machen möchte, der muss sich zunächst für ein Instrument entscheiden. Egal ob Schlagzeug, Querflöte oder Klavier – jedes Instrument hat seine Besonderheiten. Da fällt die Wahl oftmals schwer. Den einen reizt die Fingerfertigkeit auf der Gitarre, den anderen der harmonische Klang auf der Geige.

Viktoria ist nach der Grundschule zur Erich-Klausener-Realschule (EKS) in Herten gewechselt. Dort ist es vorgesehen, dass die Schüler bis zur neunten Klasse ein Instrument spielen. „Ich wollte zuerst Trompete spielen, habe mich dann aber doch für das Tenor-Saxofon entschieden“, sagt die 15-Jährige. Das hatte einen Grund: „Für das Tenor-Saxofon braucht man große Hände, um die Töne leicht greifen zu können – und große Hände, die hab‘ ich“, sagt Viktoria. Damit war die Entscheidung gefallen.

Ein bisschen Übung, um einen Ton zu erzeugen

„Saxofon zu spielen ist grundsätzlich nicht schwer“, sagt die Schülerin. „Man braucht nur etwas Luft und natürlich ein bisschen Übung, um mit dem Plättchen vorne am Mundstück einen Ton zu erzeugen.“ Einmal pro Woche haben die Schüler an der EKS eine Probe. Ab der neunten Klasse können sie dann entscheiden, ob sie für zwei Schuljahre in der Big Band mitspielen wollen. Das ist eine große Schülerband, die aus 70 Mitgliedern besteht. Viktoria überlegte nicht lange und sagte zu.

Neben vielen gemeinsamen Auftritten mit der Big Band veranstaltet die Realschule zwei Konzertreisen pro Schuljahr nach England und Griechenland. Viktoria bekam die Gelegenheit, bei der einwöchigen Konzertreise nach Doncaster in England teilzunehmen. „Wir haben dort in Gastfamilien gewohnt und hatten jeden Tag zwei Auftritte. Das war toll.“ Leider konnte nicht jedes Bandmitglied mitfahren, sondern nur ausgewählte Schüler der zehnten Klasse. Wer mitfahren durfte, entschied der Big-Band-Sprecher. 40 bekamen die Zusage.

„Ich improvisiere ganz gerne auf dem Saxofon und spiele bei den Konzerten ab und zu mal ein Solo, das zur Tonleiter passt. Das war mein großer Vorteil. Das Solospielen kam bei dem Sprecher gut an und ich durfte mitfahren.“ Zum Abschluss der Reise gab es ein größeres Konzert in Doncaster.

„Ich spiele nicht nur in der Big Band, sondern singe auch im Musical der EKS“, erzählt die Hertenerin. Ich würde auch gerne mal in der Big Band singen, aber bislang gab es noch nicht die passende Gelegenheit. Ich habe eine tiefere Stimme und muss auf ein passendes Lied warten“, sagt Viktoria. „Dann werde ich mal nachfragen.“

In den Musicals passt Viktorias Stimme gut rein. „Wir haben bereits die Stücke ,Unten im Meer’, ,40 Jahre Rock und Pop’, ,Es war einmal’ und ,School auf Rock‘ aufgeführt. Für 2019 haben wir das Musical ,Starlight Express’ geplant“, sagt Viktoria. Bald wechselt sie die Schule. „Ich werde wahrscheinlich auf das Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Recklinghausen gehen.“ Auch wenn das Instrumentespielen dort keine Pflicht mehr ist, möchte Viktoria gerne noch weiterhin Lieder und improvisierte Soli auf dem Blasinstrument spielen.

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