Dj David Puentez steht vor einem weiß-grauen Hintergrund. Er schmunzelt in die Kamera. Seine Hände hält er vor seinen Oberkörper. MIt seiner rechten Hand umfasst er dabei Ringfinger und den kleinen Finger der linken Hand.
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Uns hat Benjamin Beyer aka David Puentez seine Traumlocation für einen Gig verraten.

Im Gespräch mit Scenario: DJ David Puentez

„Der DJ ist die Brücke zwischen Musik und Publikum“

  • vonLucas Kurth
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Ein Familien-Urlaub brachte ihn zu seiner Leidenschaft, der Musik. Jetzt ist DJ Puentez auf den großen Festivals nicht mehr wegzudenken.

Auf Festivals wie dem Parookaville oder in Club-Shows im Kölner Bootshaus sieht man ihn normalerweise in seinem Element: DJ David Puentez. Uns hat der „No matter what“-Produzent verraten, wie er auf seinen Künstlernamen gekommen ist und an welchem Kölner Ort er gerne mal auflegen würde.

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Songs, wie zum Beispiel „Lalalife“?
Das ist ganz unterschiedlich. Aktuell ist es der Fall, dass ich von Warner Music oder Songwritern einen Song zugeschickt bekomme, der dann verschiedene Vocals oder Melodien enthält. Dann schauen wir, was am besten passt. Im Anschluss fängt die richtige Arbeit an (lacht). Da schaue ich, in welche Richtung der Song gehen bzw. welcher Vibe entstehen soll. Dabei kommt es auch auf die Jahreszeit an. Allerdings ist natürlich durch die Vocals schon eine gewisse Richtung und Grundstimmung vorgegeben.
Es gibt zahlreiche Locations, in denen Du aufgetreten bist. Gibt es einen Club oder einen Ort, wo Du besonders gerne auflegst?
Ganz schwierig zu sagen, da es so viele unterschiedliche Kulturen gibt und unterschiedliche Arten, wie diese feiern. In Hollywood oder New York gibt es schöne Clubs. Neuseeland ist auch sehr schön. Dort war ich an Silvester und man konnte nicht ahnen, dass dies einer meiner letzten Auftritte für lange Zeit werden würde (lacht). Ich könnte keine pauschale Aussage treffen, welcher Club der Beste ist. Die Menschen in Brasilien, Asien und Nordamerika wissen auf jeden Fall, wie man feiert und es macht immer Spaß, dort zu spielen.

Corona schafft surreale Fan-Ereignisse

Das surrealste Erlebnis war vor kurzem in der Lanxess Arena in Köln. Die Menschen dort zu Corona-Zeiten wiederzusehen war speziell. Vor dem Auftritt hatte ich Gänsehaut, weil dort viele Faktoren eine Rolle gespielt haben. Die Menschen waren seit einem halben Jahr nicht mehr auf einer Party oder Veranstaltung und es gab ein gewisses Gefühl von Normalität, weil es noch mal etwas anderes war als z.B. ein Konzert im Autokino. Da war vom Feeling einer der außergewöhnlichsten Auftritte.
Gibt es einen Wunsch-Ort, an dem Du gerne noch auflegen würdest ?
In fände als Kölner den Kölner Dom eine super Idee, leider glaube ich ist das nicht realisierbar. Es bleibt leider ein Traum (lacht).
Wie bist Du eigentlich auf den Künstlernamen David Puentez gekommen?
Meine Mutter hat mich, als ich 15 Jahre alt war, zum ersten Mal mit nach Ibiza genommen. Dort gab es einen DJ, der hatte den Nachnamen Fuentes. Der Name blieb mir den ganzen Urlaub im Kopf. Während des Urlaubs habe ich dann auch einen DJ-Kurs genommen, wo ich dann meine Leidenschaft entdeckt hatte. Mein bürgerlicher Name Benjamin Beyer hat sich als Künstlername nicht wirklich geeignet. Es gibt auch einen schwedischen DJ, der einen ähnlichen Namen hat, was im schlimmsten Fall zu Verwechselungen führen könnte.

„David“ als Zweitidee der Eltern

Meine Eltern haben sich bei meiner Geburt zwischen den Namen Benjamin und David entschieden. Da der Name übrig war, habe ich David genommen. David Fuentes klang aber immer noch zu ähnlich. Deswegen habe ich den ersten und letzten Buchstaben verändert. Zusätzlich sagte mir ein Freund das Puente in der spanischen Sprache Brücke oder Verbindung bedeutet. Das passte gut, da der DJ ja die Brücke zwischen Musik und dem Publikum ist.
Gibt es etwas, was Du an Deinem Beruf besonders magst, und worauf würdest Du gerne verzichten?
Ich habe die letzten Jahre viel in Zügen der Deutschen Bahn verbracht und will in Zukunft mehr Zeit zu Hause und weniger in Zügen verbringen. Das Schönste an meinem Job sind die Emotionen. Wenn du auf der Bühne etwas machst, reagiert das Publikum sofort. Das Gefühl oder Erlebnis hat man beim Zahnarzt oder wenn man vom Polizisten einen Strafzettel bekommt nicht (lacht).

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