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Bereits seit über 15 Jahren organisiert Bernd Breiter (r.) die World Club Dome Festivals. Mit dabei sind immer hochkarätige DJs wie hier Robin Schulz.

Im Gespräch mit Scenario: Bernd Breiter

Das Gesicht hinter dem World Club Dome

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Bernd Breiter hat vor über 15 Jahren BigCityBeats gegründet und somit das Festival-Konzept World Club Dome geschaffen. Wir haben uns mit ihm getroffen.

Bernd Breiter ist die Person hinter dem Elektronik-Festival World Club Dome. Mit uns sprach er im Interview über die Entstehung des Clubs, gab uns einen Ausblick auf den Sommer und verriet uns Tipps für den Weg auf die Festival-Bühnen der Welt. 

Bernd, Du bist sozusagen der Macher und Entwickler des World Club Dome. Wie bist Du damals auf die Idee gekommen, ein solches Festival ins Leben zu rufen?

Wir machen kein Festival, sondern wir machen einen Club, den größten Club der Welt, der aber nur an drei Tagen im Jahr geöffnet hat. Wir möchten in einer Urbanität sein, das heißt nicht auf einem Feld, wo die normalen Festivals stattfinden. Club Music ist in den Städten geboren worden und dahin soll es auch wieder gehen. Big City Beats ist entstanden als Lifestyle Marke aus der Idee heraus, dass jeder von uns am Freitagnachmittag ein tolles Gefühl dabei hat in diese Insel des Wochenendes einzutauchen. 

Unter der Woche ist man den Konventionen unterlegen und am Freitagnachmittag hat man immer ein großartiges Gefühl. Aber niemand hat dafür ein Wort, für dieses Gefühl. Wieso ist das so? Ich taufe das Gefühl Großstadtschläge. Und so haben wir damals Big City Beats angefangen und haben daraus ein Radiokonzept gemacht. Dann kamen irgendwann die CDs dazu und dann kamen auch die Events dazu. Der World Club Dome verschmilzt die unterschiedlichsten Menschen. Egal welche Hautfarbe, egal welche Sprache, egal welcher gesellschaftliche Status. Man ist eine Einheit und alle feiern gemeinsam in diesem großen Raum. 

Du hast bereits verschiedene Variationen der World Club Dome veranstaltet wie verschiedene Sommer- und Winter Editionen oder die Cruise Edition. Was war Dein Favorit?

Einer der bewegendsten Momente war natürlich der World Club Dome auf der ISS im Weltraum. Unser großes Glück war, dass ich Luca Parmitano (Astronaut) als DJ ausbilden konnte. Als die Rakete startete mit dem DJ und der Flagge an Bord war es ein unglaubliches Gefühl. Trotzdem hat jedes Event seine eigene Art, beispielsweise auch die Cruise Edition, wo wir ein Kreuzfahrtschiff umbauen oder der ICE Big City Beats Club Train mit 320 km/h und hunderten tanzenden Leuten. Der World Club Dome ist einerseits sehr groß, aber auch sehr besonders mit vielen Details. 

Einladung nach Las Vegas zu Steve Aoki 

Mit den Jahren waren viele DJs bei Dir zu Gast. Wie hat sich das Verhältnis zu den Künstlern entwickelt und sind auch Freundschaften entstanden?

Auf jeden Fall! Steve Aoki hat mich zum Beispiel schon zu sich nach Hause in Las Vegas eingeladen. Ich handhabe es eigentlich so, dass ich das gar nicht möchte. Ich suche nicht gezielt Freunde, aber aus manchen Dingen entwickelt sich dann trotzdem eine Freundschaft, unabhängig vom Status des Künstlers. 

Du bist nun seit über 15 Jahre für Big CityBeats aktiv. Gab es für Dich eine Alternative, wenn es nicht zu dem enormen Erfolg gekommen wäre? 

Warum? Ich hatte ein Ziel vor Augen, glaubte daran und ging den Weg. Ich wundere mich jetzt selbst auch ein bisschen, dass ich damals den Mut hatte das anzugehen. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt heute noch mal machen würde, aber entweder man brennt dafür oder nicht und dann gibt es auch kein rechts und links. Ich habe mich damals mit meiner Frau zusammengesetzt und wir haben uns gesagt, wir wollen nicht mehr zu den Städten fahren müssen, sondern wir wollen die Städte zu uns einladen. Klar war dies ein großes Risiko. Für mich gab es nie eine Alternative, ich habe Höhen und Tiefen durchgemacht, aber es hat sich gelohnt. 

Dieses Jahr steht auch wieder die Sommer-Edition (in Las Vegas) an. Kannst Du uns schon einen kleinen Ausblick auf den Sommer geben und wird es dieses Jahr wieder eine Cruise Edition geben? 

Wir bauen „einfach“ das größte Casino der Welt, mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Alle haben mich gefragt, wir kann man das Ganze noch toppen. Was ist krasser als die Space Edition. Aber Las Vegas ist für mich der Inbegriff für den Ort, wo alles zusammenkommt. Sport, Entertainment, Zauberei, Musik, es steht für alles. Es ist die Hauptstadt des Entertainment.

Zuletzt hatten wir Sänger Johannes Oerding im Interview. Er hat uns verraten, was für ihn das Besondere an "Sing meinen Song" war. 

Davor hat unsMax Herre im Gespräch erzählt, welche Verbindung er zu Griechenland hat. 

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