Daniel (links) und Carolin schauen - in dicke Winterjacken gekleidet - lachend aus dem Fenster eines Wohnwagens.
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Bereits seit 2003 machen Daniel und Carolin zusammen Musik. FOTO

Im Gespräch mit Scenario: Glasperlenspiel

Hoffnung und Wärme von Glasperlenspiel

  • vonLucas Kurth
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Carolin und Daniel ergänzen sich perfekt – im Alltag und auf der Bühne. Vielleicht steckt gerade darin das Erfolgsrezept des musikalischen Duos.

Ihre neue Single „Sonne“ bringt warme Vibes in die noch frische Jahreszeit. Über die Single, skurrile Nachrichten in sozialen Netzwerken und ihren außergewöhnlichen Bandnamen sprachen wir mit Carolin und Daniel von Glasperlenspiel im Interview.

Eure neue Single trägt den Namen „Sonne“. Was hat Euch dazu bewegt, in einer eher kalten Jahreszeit einen Song zu veröffentlichen, der eigentlich zu den Sommermonaten passt?
Carolin: Die düstere und kalte Jahreszeit hat uns bewegt diesen Song zu schreiben. Dazu kam die Situation um Corona und das Zwischenmenschliche, was auf der Strecke geblieben ist. Die Sonne steht für all das, was mir im Moment fehlt, also die persönlichen Kontakte zu Freunden und Familie und die Wärme. Wir wollen den Menschen Hoffnung und Wärme mitgeben.“
Kann man den Song auch als Neuanfang werten?
Daniel: Absolut, danach sehnen wir uns doch alle! 2020 war ein sehr bescheidenes Jahr. Der Song soll eine Normalität und einen Neuanfang ausdrücken. Er soll positive Vibes und Hoffnungen transportieren für eine hoffentlich bald wiederkehrende normale Zeit.

Bandname stammt von Hermann Hesse

Was habt Ihr aus der letzten Zeit an Erfahrungen mitgenommen?
Carolin: Ich habe Dankbarkeit als Erfahrung mitgenommen. Für mich war die Zeit im Sommer, als ich nach langer Zeit auf einer Bühne stehen konnte, ein Schlüsselmoment. Da wurde mir bewusst, dass ich genau das machen durfte, was ich immer machen wollte. 
Euer Bandname „Glasperlenspiel“ trägt den gleichen Namen wie ein Roman von Hermann Hesse. Wie seid Ihr darauf gekommen?
Carolin: In erster Line, weil wir früher als Schülerband ein Instrument besaßen, eine Art elektronisches Glockenspiel, welches in eine Plexiglasscheibe eingefasst war. Wir befanden uns zu der Zeit im Umbruch und waren auf der Suche nach einem Namen. Wir haben dann den Roman entdeckt und gelesen und waren sehr angetan. Die Aussagen und dir Moral des Buches passten sehr gut zu uns.

Duo funktioniert, weil sich beide ergänzen

Welche Eigenschaften des jeweils anderen würdet Ihr gerne besitzen?
Carolin: Auf jeden Fall Daniels positive Art und die Leichtigkeit. Diese Sorgenfreiheit ist unglaublich (lacht). Ich bin ein verkopfter Mensch und mache mir häufig Gedanken über Dinge, die noch gar nicht passiert sind.
Daniel: Für mich ist es die soziale Ader von Caro und dass sie immer ein Lächeln auf den Lippen hat. Dazu ihre Gelassenheit. Ich bin ein Mensch, der immer eher angespannt und getrieben ist. Vielleicht ist das der Grund, warum wir so gut zusammenpassen, weil wir uns gegenseitig gut ausgleichen und ergänzen.
Ihr pflegt einen engen Kontakt zu Euren Fans. Was sind die verrücktesten Anfragen, die Ihr bekommen habt?
Carolin: (lacht) Oh je. Bei mir ist es teilweise sehr verrückt. Es gibt Menschen, die schreiben mir 25 Nachrichten, dass sie Bilder von meinen Füßen oder Achseln sehen wollen. Da denkt man sich nicht viel. Es ist auf jeden Fall skurril! (lacht)

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