Jonas Monar sitzt auf dem Asphalt und blickt ernst in die Kamera. Das linke Bein stellt er angewinkelt auf, das rechte Bein liegt gestreckt auf dem Boden.
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Jonas Monar wusste schon früh, dass die Musik ihn antreibt.

Im Gespräch mit Scenario: Jonas Monar

Er liebt die Nähe zu seinen Fans

  • vonLucas Kurth
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Fernbeziehungen sind nicht ohne, das weiß auch Singer-Songwriter Jonas Monar. Er hat zu dem komplizierten Thema die Single „Hasslieben“ geschrieben und im Interview einiges darüber verraten.

In seinem neuen Song „Hasslieben“ verarbeitet Jonas Monar eine Fernbeziehung. Mit uns sprach der bei Wetzlar geborene Sänger, wie er mit seinen Fans aktuell trotz sozialer Distanz in Kontakt bleibt und warum ein Regal voller CDs bei seinem Vater eine wichtige Rolle in seiner Karriere gespielt hat.

Letzten Monat hast Du Deine neue Single „Hasslieben“ veröffentlicht. Was hat es mit dem Titel auf sich?
Es ist ein autobiografischer Song, der durch eine Fernbeziehung entstanden ist, die ich eine ganze Zeit geführt habe. Ich glaube, dieses Gefühl kennen viele Leute, egal ob bei einer Freundschaft oder einer Beziehung. Dieses Zwischending, dass man verrückt nacheinander ist und dass man sich nicht mehr ertragen kann. Bei einer Fernbeziehung, wie es das Wort „Hasslieben“ ein Stück weit ausdrückt, ist es noch einmal besonders.
Wenn man sich Dein Lied „Hasslieben“ anhört, könnte es vom Texther auch ein Brief sein. Im Refrain heißt es etwa: „Wir sind wie Feuer und Eis, das mit uns geht nicht gut, aber irgendwie kriegen wir nicht voneinander genug“. Wie wichtig ist es Deiner Meinung nach, sich von bestimmten Menschen oder Dingen zu trennen?
Es ist schwer, dafür eine allgemeine Antwort zu finden, es kommt auf die Situation an. Ich persönlich bin ein Verfechter davon, an bestimmten Dingen zu lange festzuhalten. Bei mir ist zum Beispiel auch eine Freundschaft für eine gewisse Zeit auseinandergegangen, schlussendlich haben wir aber doch erneut zueinandergefunden. Es gibt immer Gründe, warum verschiedene Menschen miteinander gut harmonieren.
Passend zum Song hast Du eine Telefonaktion ins Leben gerufen, bei der Du einige Fans anrufst. Wie reagieren die, wenn plötzlich einer ihrer Lieblingsmusiker am Telefon ist?
Es sind schöne und völlig unterschiedliche Arten von Freude. (lacht) Von lautem Aufschreien oder dass man kein Wort mehr über die Lippen bekommt bis hin zu sehr interessanten Gesprächen, wo man über vergangene Konzerte spricht. Ich habe einen guten Draht zu meinen Fans und weiß viel über sie. Ich versuche, im Austausch zu bleiben. Es geht sogar so weit, dass ich weiß, dass ein Fan bereits 40 Konzerte von mir besucht hat. Ich versuche sie auch in meine Lieder und Ideen miteinzubinden, da ich merke, was sie bewegt.
Mit drei Jahren hast Du ein erstes Instrument gespielt, später dann noch Klavier und Gitarre. Gab es einen bestimmten Auslöser für die Liebe zur Musik?
Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus vielen besonderen Momenten. Einerseits war bei uns zu Hause Musik immer ein Thema. Mein Vater war dafür bekannt, dass er so laut Musik gehört hat, dass die Fensterscheiben gewackelt haben. Und wir vier Jungs haben alle ein Instrument gelernt und ebenfalls viel Musik gehört. Dies diente vermutlich auch als Inspiration. Meine Eltern haben auch keinen Druck ausgeübt.

Gruseliges Cover als Inspiration

Ich bin als Kind an das CD-Regal von meinem Vater gegangen und habe dort die CD von Michael Jacksons „Earth Song“ gesehen. Das Cover der CD hat mich so gegruselt, dass für mich klar war, dass ich Musik machen musste.
Du bist in Wetzlar aufgewachsen, hast zwischenzeitlich in Berlin gelebt und bist jetzt wieder in Deiner Heimatstadt. Was magst Du lieber: das Leben in einer Großstadt oder doch lieber in der Kleinstadt?
Ich war nie ein großer Partygänger. Berlin hat sich vor allem durch die Musik ergeben, da dort meine Plattenfirma oder andere Musiker, sprich, mein ganzes musikalisches Umfeld ist. Ich habe aber nie wirklich meine Liebe für Berlin entdecken können. Sozusagen eine Hassliebe. (lacht)

Unser letztes Interview haben wir mit Sängerin Jasmine Thompson geführt. Sie hat uns verraten, warum sie so gerne in Deutschland ist.

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