Karoline Herfurth steht auf einem Parkplatz. Sie trägt ein helles, gestreiftes Kleid und die Haare nach hinten gebunden.
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Schauspielerin Karoline Herfurth stand uns zum dritten Advent Rede und Antwort.

Scenarios Adventsreihe

So feiern Eure Stars Weihnachten

  • vonLucas Kurth
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Zum dritten Advent haben wir mit Schauspielerin Karoline Herfurth über Weihnachtliches geplaudert. Warum bei Ihr Disney-Puzzle zur Weihnachtszeit hoch im Kurs sind, lest Ihr im Interview.

Ihr neuer Film „Wunderschön“ stand eigentlich schon in den Startlöchern für sein Release am 17. Dezember. Aber wie so oft in diesem Jahr, kam auch im Fall von Karoline Herfurths neuem Kinofilm Corona dazwischen. Warum sich die Schauspielerin nicht mehr mit gesellschaftlichen Schönheitsidealen beschäftigt und warum sie privat manchmal genug von Filmen hat, hat sie uns im Interview verraten.

Bei Deinem neuen Film „Wunderschön“ hast Du Regie geführt und standest selbst vor der Kamera. Wo agierst Du lieber, vor oder hinter der Kamera?
Ich hoffe, dass ich mich nie entscheiden muss und bin sehr dankbar um die Kombination. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich mich projektweise entscheiden (lacht). Ich glaube, ich könnte die Schauspielerei schwer aufgeben. Gleichzeitig ist aber auch die Tätigkeit hinter der Kamera Geschichten zu erzählen, eine sehr große Leidenschaft von mir geworden.
Im Fokus der Filmhandlung stehen fünf Frauen, die – jede auf ihre Art – mit Schönheitsidealen und Optimierungswahn zu kämpfen haben. Wie ist das bei Dir? Kämpfst Du hin und wieder auch mit Selbstzweifeln und kannst Dich mit den Rollen identifizieren?
Von zwölf Jahren bis Mitte 20, war ich sehr damit beschäftigt, einer äußeren Schablone und einer bestimmten Körperform zu entsprechen. Dafür habe ich sehr viel Zeit und Kraft verschwendet. Mit Mitte 20 habe ich mich gefragt, warum ich das tue und zum Glück ist mir irgendwann Nora Tschirner begegnet und hat mir den Film „Embrace“ gezeigt. Der Film hat meine Einstellung zu mir und meinem Körper verändert. Seitdem versuche ich, mich immer weniger auf gesellschaftliche, äußere Erscheinungsbilder zu konzentrieren, sondern darauf was mich ausmacht.

Schauen, was einem Spaß macht

Was würdest Du vor allem jungen Mädchen sagen, die wie die Rollen Toni und Julie versuchen, Schönheitsidealen nachzueifern?
Ich habe das Gefühl, dass wir vor einer Wand stehen. Die Wand ist wie der Druck und man stößt die ganze Zeit gegen diese Wand. Wenn man sich dann einmal umdreht, steht man plötzlich auf einem freien Feld und es gibt vieles, was man machen kann. Ich habe mir mit Mitte 20 die Frage gestellt: Was macht mir Spaß und wo fange ich Feuer?
Alles andere mache ich nicht mehr. Letztens habe ich mein Bücherregal sortiert und habe jedes Buch, mit dem ich nichts verbinden konnte, aussortiert. Es stehen nur noch Bücher im Regal, die ich mag. So ist es auch im Leben. Zu schauen, was macht einem Spaß und wo will ich hin. Wenn ich auf das freie Feld schaue, finde ich auch schnell Dinge, die Spaß machen.

Nicht immer in der Stimmung für Filme

Also gut Karoline, kommen wir zu unseren Weihnachts-Fragen. Bist Du ein Weihnachtsfan oder doch eher Team Grinch?
Ich bin ein großer Weihnachtsfan. Ich liebe die Adventszeit und das Schmücken in dieser Jahreszeit. Egal was es ist, ob Plätzchen backen, ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, Geschenke zu verschenken oder den Adventskranz anzuzünden – ich mache es sehr gerne. Ich mag die Raunächte und das Lichteranzünden.
An kalten Tagen: Lieber ein Buch lesen oder Film schauen?
Es ist unterschiedlich. Manchmal habe ich keine Lust mehr Filme und Serien zu schauen, weil ich meinen Arbeitsmotor dann nicht mehr so gut ausschalten kann. Das kann ich beim Bücherlesen besser. Aber momentan schaue ich viele Serien. „Stranger Things“, „Crown“ oder „The Queen’s Gambit“ habe ich gerne gesehen.“

An Weihnachten gibts klassischen Gänsebraten

Was wäre Dein Wunschwetter an Heiligabend: Weiße Weihnachten oder sommerliche Temperaturen?
Ich wohne in Berlin, in einer Großstadt, und da wird aus Schnee schnell Matsch. Früher fand ich es nicht so gut, aber jetzt ist man froh, wenn es ab und zu einmal schneit. Die Zeichen, warum und das es nicht mehr schneit, finde ich extrem gruselig. Deshalb würde ich mir wahnsinnig gerne den Schnee zurückwünschen, weil es heißt, dass die Welt ein bisschen gesünder wird.
Wenn wir zum Thema Weihnachtsessen switchen: Selbst kochen oder bekochen lassen?
Ich lass mich gerne bekochen und werde auch viel bekocht, aber gerade an Weihnachten koche ich besonders gerne selbst. Ich kann tatsächlich sogar eine Weihnachtsgans zubereiten (lacht). Die mache ich an Weihnachten für die gesamte Familie.
Dein „Guilty Pleasure“ in der Weihnachtszeit ist…
Ich puzzle unheimlich gerne, gerade in der Weihnachtszeit. Es gibt super-kitschige „King-Cards-Puzzle“ und für mich ist es total beruhigend, diese kitschigen Landschaftspuzzle zu machen. Von dieser Reihe gibt es eine Zusammenarbeit zwischen „King-Cards“ und Disney. Zu Hause habe ich fünf oder sechs davon. Das kombiniere ich an Weihnachten gerne mit einem Tee und Honig.

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