Larissa Rieß steht in einem quietschbunten Ganzkörperanzug vor einer gelben Wand. Ihr Haare hat sie zu den typischen Lari-Luke-Zöpfen frisiert. Sie reckt ihren rechten Arm in die Höhe und formt mit den Fingern ein L.
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Ein Markenzeichen von Larissa Rieß? Bei ihren DJ-Auftritten als Lari Luke sieht man sie meistens in knallig bunten Ganzkörperanzügen.

Im Gespräch mit Scenario: Larissa Rieß

Durch und durch Radiofrau

  • vonLucas Kurth
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Ihre Lache ist mitreißend, ihr Spirit auch. Larissa Rieß lüftet das Geheimnis rund um ihre Kreativität und ihren schönsten Bühnenmoment.

Lari Luke (Larissa Rieß) gehört zu Deutschlands Besten, wenn es um Bass-Musik geht. Sowohl als Radiomoderatorin bei 1LIVE als auch als Künstlerin beweist sie ein außergewöhnliches Talent, das Publikum mit ihrer Energie in ihren Bann zu ziehen. Uns hat Larissa von ihren spanischen Wurzeln, ihrem tollsten Bühnenmoment und ihrem Weg zum Radio erzählt.

Larissa, viele unserer Leser sind Studenten. Du selbst hast u. a. Medien- und Kommunikationswissenschaften in Mannheim studiert. Gab es einen bestimmten Auslöser für Dein Interesse und beruflichen Werdegang im Medienbereich?
Ich wusste schon sehr lange, dass ich beruflich „etwas mit Medien“ machen möchte. Sei es vor oder hinter der Kamera bzw. dem Mikrofon. Daher kam für mich eigentlich kein anderes Studium in Frage. Die Praktika, die ich nebenher gemacht habe, haben mir dann geholfen den richtigen Berufsweg für mich zu finden.
Schauspielerin, DJane, Radiomoderatorin – Du bist ein echtes Multitalent. Welche Deiner Tätigkeiten macht Dir am meisten Spaß?
Ich liebe alle meine Tätigkeitsfelder. Mir wird nie langweilig, weil jede Woche etwas anderes auf dem Plan steht. Aber eins ist klar: Es hat keinen Tag in meiner Karriere gegeben, an dem ich keine Lust gehabt hätte eine Radiosendung zu moderieren. Ich bin durch und durch eine Radiofrau und das werde ich im Herzen auch immer sein.
Hast Du, wenn Du auflegst ein Ritual, bevor Du auf die Bühne gehst?
Ich werde ungefähr eine Stunde vor jedem Auftritt sehr ruhig und bin in mich gekehrt. Ich bin dann einfach sehr konzentriert und in Gedanken schon auf der Bühne. Das passiert aber alles eher unfreiwillig und aus der Nervosität heraus.

Gänsehaut-Moment bei Rock am Ring

Gab es einen Moment während eines Live- Sets, der Dir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist?
Ich habe vor einigen Jahren bei „Rock am Ring“ aufgelegt. Ich war sehr aufgeregt und unsicher, ob meine Musik dort ankommen würde. Ich war sehr verschüchtert und habe konzentriert auf meine Player gestarrt. Der Song, der lief, hatte gerade einen ruhigen Mittelteil. Als ich mich in diesem Moment traute zum Publikum aufzuschauen, war das gesamte Publikum in die Hocke gegangen. Als der Drop kam, sind alle in die Luft gesprungen und ausgerastet. Ich habe jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.
Du bist unheimlich viel unterwegs. Hast Du einen Lieblingsort, an dem Du besonders kreativ sein kannst?
Eigentlich pendle ich sehr ungern und bin auch kein Fan von langen Reisen, allerdings ist mir aufgefallen, dass ich oft sehr gut im Zug an meiner Musik und meinen Sets arbeiten kann. Ansonsten sitze ich gerne zu Hause auf dem Boden, wenn ich kreativ werde.
In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram bist Du sehr aktiv. In solchen Netzwerken sind auch viele unschöne Kommentare zu finden. Wie gehst Du damit um und was denkst Du darüber?
Auf meine Seite verirren sich tatsächlich sehr wenige blöde Kommentare. Hier und da meldet sich mal irgendeine Gundula, die mich darauf hinweist, dass Fleisch essen blöd ist und ich gefälligst vegan leben soll oder ein Manfred befiehlt mir meinen Klodeckel stets runterzuklappen. Aber ansonsten habe ich eine sehr coole, entspannte und nette Community, die vor allem untereinander sehr respektvoll miteinander umgeht. Sowohl auf meinen Shows, als auch in den Kommentaren unter meinen Posts.
Du hast Dir den Traum in der Medienbranche zu arbeiten erfüllt. Viele Schüler und Studenten stehen in der nächsten Zeit vor wegweisenden Entscheidungen. Was würdest Du jungen Menschen mit auf den Weg geben, die vielleicht auch einen ähnlichen Weg anstreben?
Praktika machen! Das hat mir sehr geholfen, den richtigen Weg einzuschlagen.

Habt Ihr unser Interview mit den Giant Rooks schon gelesen? Sänger Frederik verrät, wo man ihn Backstage am ehesten findet und Gitarrist Finn erzählt, was ihn zu den Songtexten inspiriert.

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