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Dua Lipas Outfit schreit nach einer Disco-Nacht – genauso wie ihr neues Album „Future Nostalgia“.

Im Gespräch mit Scenario: Dua Lipa

„Ich will zum Glücklichsein animieren“

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Mit ihrem neuen Album möchte Dua Lipa ihre Fans zum Tanzen zwingen und ihr Konzept des „Dance Cryings“ auf Eis legen.

Mit ihren Singles wie „Be The One“ und „New Rules“ sowie ihrer Kollaboration mit Calvin Harris („One Kiss“) hat sich Dua Lipa, die als Tochter kosovo-albanischer Eltern in London aufwuchs, in Windeseile auf den obersten Rängen der coolen Popmusik festgesetzt. Jetzt legt die 24-Jährige mit „Future Nostalgia“ ein durch und durch lebensbejahendes und rasant-kesses zweites Album vor. Wir unterhielten uns – als die Zeiten noch normal waren – mit Dua Lipa. 

Dua, Deine Haare sind neuerdings nicht mehr dunkel, sondern blond. Ein Modestatement?

Nö, einfach eine andere Farbe. Meine neue Frisur repräsentiert mein neues Album. 

Das heißt „Future Nostalgia“ und klingt von vorne bis hinten nach Disco. 

Oh ja, das tut es. Dieser neue Sound war voll und ganz mein Wunsch und auch mein Ziel. Ich wollte ein Album aufnehmen, das fröhlich klingt, Spaß macht, dich zum Tanzen gerade zwingt. Jetzt stehe ich da mit einer Platte, die vor Freude so richtig strahlt, die bewusst zum Glücklichsein animiert, und zu der man so richtig abgehen kann. Ich fühle mich jedenfalls äußerst gut mit den neuen Songs. 

Wie hast Du Dich verändert seit Deinem Debütalbum „Dua Lipa“, das 2017 erschien? 

Ich bin definitiv selbstbewusster geworden. Ich habe unglaublich viele Erfahrungen gemacht, die ich jetzt alle zu meinem Vorteil nutze. Beim ersten Album habe ich gelernt, gelernt, gelernt. Ich wollte wirklich alles aufsaugen. Jetzt habe ich inzwischen echt viel Wissen angehäuft und besitze Kenntnisse, die ich am Anfang nicht einmal in Ansätzen hatte.

Was hat Dich denn konkret dazu bewogen, so ein fröhliches Dance-Pop-Album zu machen? 

Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich auch Songs schreiben kann, bei denen meine eigene Laune steil nach oben geht. Bisher war ich gut darin, mich kreativ eher von schwierigen oder gar negativen Erfahrungen zu ernähren, ich nenne meinen Stil selbst gern „Dance Crying“, also Musik, zu der du tanzt und weinst zur gleichen Zeit. Auf „Future Nostalgia“ wollte ich mich eben ganz aufs Tanzen konzentrieren und das Weinen hinten anstellen.

„Dance Crying“ ist ein interessantes Konzept. Funktioniert das bei Dir selbst? 

Ja. Wenn ich traurig bin, gehe ich am liebsten mit ein paar Freunden raus zum Feiern. Nicht mehr über irgendwelchen Mist nachzudenken, der mich runterzieht, ist oft das beste Rezept. Oft passiert es dann, dass ich am Tanzen bin, und plötzlich kommt ein Song, der mich erinnert und der so ein süßes, irgendwie wohltuendes, trauriges Gefühl in mir auslöst. Verheult zu tanzen und dabei euphorische Emotionen zu spüren, das ist genau mein Ding. 

Welche Songs lösen dieses Gefühl in Dir aus?

Zum Beispiel „Sweet Nothing“ von Florence and The Machine und Calvin Harris oder „All Good Things Come To An End“ von Nelly Furtado. 

Wenn der Songtext wahr wird 

Ist Dein Lied „Love Again“ so eine Art Weiterführung von Furtados Song? Denn es geht im Text ums Nach-Vorne-Schauen und weitermachen. 

„Love Again“ ist fast schon ein Manifest. Manchmal, wenn ich schreibe, bringe ich meine Gefühle dabei erst so richtig zum Existieren. Als ich „Love Again“ schrieb, war ich sehr guter Dinge, schon bald jemanden zu finden, der mich dazu bringt, wieder zu lieben. Ich wollte so dringend einen Mann kennenlernen, der mir wirklich etwas bedeutet. 

Und?

(lacht) Es hat geholfen! Im Nachhinein hört sich das alles so einfach an, aber es ist wirklich so passiert.

Würdest Du sagen, dass es für Mädchen in der Musikbranche schwieriger ist als für Jungs?

Ja, mit Sicherheit. Ich wünsche mir, dass so viele Mädchen und Frauen wie möglich vorpreschen, mutig und unbekümmert sind und die Plätze einnehmen, die ihnen zustehen. Je mehr Künstlerinnen sich Gehör verschaffen, desto einfacher und selbstverständlicher wird es für andere Mädchen, ihnen nachzufolgen.

Dein Bruder ist 14, Deine Schwester 18. Was willst Du den beiden fürs Leben mitgeben? 

Ich will sie darin bestärken, das zu tun, was sie lieben. Meine Schwester will Schauspielerin werden, mein Bruder lernt gerade Gitarre und Piano und möchte mal Musik produzieren. Ich finde es super, wie viel Mumm die beiden haben, wie sehr sie an sich glauben. Ich sage ihnen immer: Wenn sogar ich es gepackt habe, dann packt ihr es auch. (lacht)

INFO 

Dua Lipa – Future Nostalgia Tour 27. Januar 2021 (ursprünglich

5. Mai 2020, aber wegen der Corona-Krise verschoben) 20 Uhr Lanxess Arena Köln Deutz Karten gibt es im RZ- und SZ-Ticketcenter oder unter der Ticket-Hotline 0209 / 14 77 999.


Zuletzt hatten wir Bernd Breiter, das Gesicht hinter den World Club Dome Festivals im Interview. 

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