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Sitzen und abwarten? Das ist eigentlich nichts für Maria Clara Groppler. Die 20-Jährige versucht lieber, aktiv zu sein und so zur großen Komikerin zu werden.

Im Gespräch mit Scenario

„Ich spreche über Tabus“

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Maria Clara Groppler reißt derbe Witze, hat aber auch mit anzüglichen Kommentaren zu kämpfen. Wie die Nachwuchskomikerin damit umgeht, erzählt sie exklusiv Scenario.

Ihr Auftritt beim Nightwash-Talent-Award im vergangenen Jahr wurde millionenfach in den sozialen Netzwerken aufgerufen. Seit diesem Zeitpunkt ist viel passiert. Mit uns sprach Nachwuchscomedian Maria Clara Groppler über ihr anstehendes Soloprogramm, woher sie dafür die Ideen nimmt und außerdem verriet uns die 20-Jährige, wie sie mit Kommentaren unter ihren Videos umgeht.

Scenario: Du hast 2018 am Nightwash-Talent-Award teilgenommen und standest im Finale. Was hat sich seitdem für Dich verändert? 

Maria Clara Groppler: Eigentlich hat sich mein Leben komplett verändert. Ich mache Stand-up jetzt seit drei Jahren, habe es am Anfang nur in Berlin auf offenen Bühnen gemacht. Durch den Auftritt bei Nightwash haben es die Zuschauer zum ersten Mail gesehen und es war auch für mich eine Bestätigung, dass es gut ist, was ich mache. Seitdem arbeite ich sehr hart daran, mich zu verbessern. Dazu kommt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Ich hatte zwei Auftritte in der Show von Teddy Teclebrhan („1:30“) und auch bei Nightwash.

Scenario: Bald gehst Du mit Deinem ersten Soloprogramm auf Tour. Was erwartet die Zuschauer und kannst Du schon etwas verraten? 

Maria Clara: Ich hatte jetzt meinen ersten Previewtermin, wo ich volle 90 Minuten gespielt habe und werde für die nächsten Previews aber einige Sachen verändern, auch für den Start der Tour im kommenden Jahr. Wenn man das, was von mir online zu sehen ist, derb findet, wird es im Programm noch derber. Es geht unter die Gürtellinie und ich spreche viel über Tabus. 

Scenario: Woher nimmst Du die Ideen für Deine Geschichten? 

Maria Clara: Viele Geschichten, de ich auf der Bühne erzähle, erlebe ich im Alltag. Ich stelle sie natürlich überspitzt da. Comedy arbeitet ja generell mit vielen Übertreibungen und Überspitzungen. Dazu kommen gesellschaftliche Beobachtungen oder Beobachtungen, die ich mache. 

Scenario: Viele unserer Leser sind Schüler und Studenten und in den sozialen Netzwerken aktiv. Unter Deinen Videos finden sich viele anzügliche Kommentare. Wie gehst Du damit um?

Maria Clara: Es steht viel Mist da, und natürlich ist es nicht so schön. Teilweise lese ich es auch gar nicht mehr. Es ist manchmal aber auch sehr amüsant. Menschen, die mir so etwas schreiben, freuen sich wahrscheinlich, mir damit eins auszuwischen. Wenn es dann Leute gibt, die einen solchen Kommentar liken, gibt es ihnen vermeintlich ein Glücksgefühl. Wenn es das einzige Glücksgefühl ist, was sich ihnen bietet, sei es ihnen gegönnt. Bei Frauen finden sich generell mehr solcher Kommentare als bei männlichen Kollegen. Persönlich kann ich damit sehr gut umgehen. Es ist nicht immer angenehm, aber man muss es auch in der Relation betrachten. Dann ist es in Ordnung. ??Maria Clara, hast Du denn vielleicht noch Tipps für Menschen, die gerne auch auf die Bühne möchten? !!Wer Lust hat auf der Bühne aufzutreten, soll Texte schreiben und auf eine offene Bühne gehen. Einfach machen! (Lucas Kurth) 

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