Rea Garvey steht in dunkler Kleidung seitlich zur Kamera gedreht in einem Meer aus Palmen und Pflanzen.
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Zwei Jahre nach „Neon“ erscheint heute (20. November) Rea Garveys neues Album „Hy Brasil“.

Im Gespräch mit Scenario

Rea Garveys Motto: Nicht nur reden, machen!

  • vonLucas Kurth
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Wenn er aus allen Superhelden wählen dürfte, wäre Rea Garvey gerne Superman. Das und vieles mehr hat er uns im Interview zu seinem neuen Album „Hy Brasil“ verraten.

Heute veröffentlicht Ex-Reamonn-Frontmann Rea Garvey sein neues Solo-Album „Hy Brasil“. Wir haben den sympathischen Iren zum Interview getroffen und sprachen neben der neuen Musik auch über Superhelden und die Herausforderung, nachhaltiger zu leben, mit ihm.

Rea, heute erscheint Dein Album „Hy Brasil“. Was für ein Sound erwartet Deine Fans nach Deinem vorherigen Album „Neon“?
Ich habe es in der letzten Zeit sehr häufig gehört und finde, dass man zu jedem Lied tanzen kann. „Hy Brasil“ inspiriert die Hörer also zum Tanzen. Ich habe im letzten Jahr mit dem Texten der neuen Songs begonnen und habe es aber erst jetzt fertiggestellt, weil ich warten wollte, bis ich ein positives Gefühl hatte. Kurz gesagt soll das Album motivieren und inspirieren. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.
In Deinem Song „Talk to your Body“ singst Du u.a. „If I could fly like a superhero, I’d be right beside you now“ (dt.: wenn ich fliegen könnte wie ein Superheld, wäre ich genau jetzt an deiner Seite). Was für eine Geschichte verbirgt sich hinter dem Lied?
Jedes Lied auf dem Album hat eine andere Aussage. In dem Song „Talk to your Body“ geht es darum, dass ich die ganze Zeit unterwegs war. Dabei habe ich gemerkt, dass ich bestimmte Dinge vernachlässigt habe, z.B. Menschen und Dinge, die ich liebe, nur um mein Ziel zu erreichen. 

Anfangen, sich zu ändern

Das war ein Fehler, aus dem ich gelernt habe. Wenn man sein Ziel erreicht, fühlt man sich sehr gut, aber mit der Zeit kann dieses Gefühl verloren gehen. In der Zeile geht es speziell darum, dass ich die gesamte Kraft von allen Superhelden bräuchte, um mein Gefühl und die Situation zu verändern. Wenn man etwas verändern möchte, muss man anfangen sich zu ändern, statt einfach nur drüber zu sprechen.
Welchen Superhelden fandest Du früher selbst cool?
Ich war eher ein Fan von Superman als von Batman. Superman hat alles und ist unverwundbar. Batman war eher menschlich. Superman war für mich der ultimative Held, weil er sehr schlicht war und eine Anonymität besaß.

Zusammenarbeit mit Kool Savas stand unter gutem Stern

Für den Song „Not Easy to Love“ hast Du mit Kool Savas zusammengearbeitet. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Kool Savas ist ein guter Freund eines Produzenten des Albums. Außerdem haben wir beim Album „Neon“ bereits zusammengearbeitet und ich mag ihn sehr. Ich habe ihn in mein Herz geschlossen. Als ich ihn gefragt habe, wusste ich, dass es nur gut werden konnte.
Ein Thema, für das Du Dich sehr lange einsetzt, ist der Naturschutz. Dazu hast Du Deine eigene Stiftung „Saving an Angel“ gegründet. Die aktuelle Generation setzt sich sehr für das Thema ein. Was sind Deine Gedanken dazu?
Es ist wichtig, dass sich junge Menschen dafür einsetzen. Ich würde behaupten, weil es nötig ist, und wir nicht rücksichtlos mit unserer Welt umgehen dürfen. Ich merke, dass wenn ich in einer Großstadt bin, mir das Atmen nicht so leicht fällt wie beispielsweise auf dem Land. Kleine Dinge haben große Wirkung. Wenn man z.B. in Thailand schwimmen geht und dann den Müll von Europa sieht – das muss nicht sein! Wir müssen Industrien und uns selbst dafür verantwortliche machen. Wir müssen die Nachhaltigkeit zum Thema machen, um es in die Köpfe der Menschen zu bringen.

Grüne Tour ist denkbar

Wie versuchst Du, das Thema Nachhaltigkeit in Deinem Alltag zu behandeln? Lässt sich vielleicht sogar eine grüne Tour planen?
Meine Frau schreibt Konzepte für nachhaltige und grüne Veranstaltungen. Dabei geht es darum, wie man Veranstaltungen mit einem „grünen Fußabdruck“ durchführen kann. Es ist nicht immer leicht, weil ein enormer Kostenapparat daran hängt. Man kann z.B. die Preise für Tickets erhöhen, um keine Emissionen zu verursachen. Oder wir setzen auf Mehrwegbecher. Es ist ein laufender Prozess, den wir immer weiter verbessern.

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