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Bereits seit 2002 stehen Jakob (v.l.n.r.), Kristoffer, Johannes und Niels gemeinsam auf der Bühne.

Im Gespräch mit Scenario: Revolverheld

Charts erobert und in den Bühnenboden versunken

  • vonLucas Kurth
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Seit knapp 20 Jahren gehören die Jungs von Revolverheld zum deutschen Musikgeschäft. Unser Jugendredakteur Lucas hat mit Gitarrist Niels über die Band-Anfänge und skurrile Geschichten gesprochen.

Mit Ihren Hits wie „Lass uns gehen“, „Ich lass für Dich das Licht an“ oder „Immer noch fühlen“ gehören Revolverheld seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Bands. Gitarrist Niels hat sich die Zeit genommen, um mit uns über die Bandgeschichte, Autokinos und neue Musik zu sprechen. 

Ihr habt Revolverheld 2002 mit fünf Mitgliedern gegründet – mittlerweile seid Ihr zu viert. Wie habt Ihr Euch damals kennengelernt? 

Wir kannten uns aus Schulzeiten. Ich hatte mit Kris und Jakob schon eine Band. Jakob hat dann an dem „Popkurs“ der Uni Hamburg teilgenommen und dort Johannes kennengelernt. Wir haben einen passenden Sänger gesucht und so kam eins zum anderen. 

Mit „Zimmer mit Blick“ habt Ihr 2018 Euer fünftes Album veröffentlicht. Wie hat sich Euer Stil im Laufe der Zeit verändert? 

Ich glaube, dass sich viele Bands verändern, weil es andere Themen gibt, über die man Songs schreibt. Viele von uns haben mittlerweile eine eigene Familie und da rücken andere Dinge in den Fokus. Natürlich war es früher vom Stil eher mit dem Kopf durch die Wand, während es heute deutlich ruhiger geworden ist. 

Ihr schreibt und singt auf Deutsch. Habt Ihr mal überlegt, in einer anderen Sprache zu singen oder ein anderes Genre auszuprobieren? 

Initial war es für uns nie ein Gedanke. Sag niemals nie, wer weiß, was in zehn Jahren ist. Wir haben unsere Lieder immer auf Deutsch geschrieben, weil wir die Texte am besten in unserer Muttersprache verfassen und so am Besten ausdrücken können. Das klappt viel besser als mit unserem Schulenglisch. Keiner von uns ist Nativspeaker. Dann wäre es, glaube ich, etwas anderes. Uns gefällt es einfach, in deutscher Sprache zu singen.

Gibt es eine Location, wo Ihr noch gerne auftreten möchtet? 

In den zwanzig Jahren, die wir schon unterwegs sind, durften wir bereits an vielen Orten spielen. Dabei hatten wir auch die Chance, viele größere Locations zu bespielen wie „Rock am Ring“. Wir haben viel erlebt. Für uns ist wichtig, dass es nicht höher, schneller, weiter sein muss. Vielmehr wäre es schön, wenn wir in zehn Jahren immer noch Konzerte spielen könnten und Spaß dabei hätten, weil uns bewusst ist, was für ein Privileg es ist, so etwas zu erleben. 

Gibt es einen Konzert-Moment, der Dir besonders in Erinnerung geblieben ist? 

Unheimlich viele. Ob ein Heiratsantrag im Publikum oder, dass wir einfach auf der Bühne eingebrochen sind. Da waren wir in Basel. Nacheinander sind wir im Boden versackt, sodass am Ende nur noch Löcher vorhanden waren. Das sind definitiv Erlebnisse, die man nicht vergisst. 

Was sind Eure kommenden Projekte?

Wir haben letztes Jahr angefangen, am neuen Album zu arbeiten. Corona macht uns dahingehend einen Strich durch die Rechnung, weil wir uns nicht im Studio treffen konnten. Jeder hat sich sein eigenes Studio zu Hause eingerichtet, sodass wir von zuhause arbeiten konnten. In diesem Jahr wird es sicherlich noch was zu hören geben. 

Was darf bei Euch bei einem Konzert auf keinen Fall fehlen?

Wir haben bei einer großen Tour immer eine Tischtennisplatte dabei. Da hat es nach Konzerten, schon das ein oder andere Duell gegeben. Kris unser Gitarrist ist da weit vorne. Alles sind aber recht verbissen. (lacht) Natürlich ist ein Rückzugsort an sich auch von großer Bedeutung.

Auch mit Tim Bendzko haben wir über seine Anfänge als Musiker gesprochen.

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