Sam Feldt steht in Jeanshemd und Jeanshose lachend vor einer roten Leinwand.
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Sam Feldt schätzt sich glücklich, ein gutes Team um sich herum zu haben.

Im Gespräch mit Scenario: Sam Feldt

Sam Feldt im Interview: „Das Geheimnis ist die Teamarbeit“

  • vonLucas Kurth
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Sein Remix zu „Show Me Love“ brachte Sam Feldt 2015 den ersten großen Erfolg. Seitdem hat sich bei dem Niederländer vieles getan.

Wenn seine Songs erklingen, hat man direkt Lust zu tanzen – sei es „Post Malone“, „Show Me Love“ oder sein neuster Remix „Tick Tock“. Die Rede ist vom niederländischen Deep-House-DJ Sam Feldt. Wir haben den 27-Jährigen zum Interview getroffen und mit ihm unter anderem über sein Label „Heartfeldt Records“ gesprochen und erfahren, wie sich sein Publikum von Land zu Land unterscheidet.

Sam, Dein Remix zu dem Song „Tick Tock“ ist erst kürzlich erschienen. Wie war es für Dich, an dem Song zu arbeiten?
Der Remix ist ja für den Song „Tick Tock“ von Clean Bandit. Sie hatten mich gefragt, ob ich nicht einen Remix ihrer Single machen möchte, weil ich auch zu ihrem ersten Hit „Rather Be“ einen Remix veröffentlicht habe. Es hat sehr viel Spaß gemacht, daran zu arbeiten.
Ein besonderer Zeitpunkt Deiner Karriere war sicherlich, als Du Deinen Remix zu „Show Me Love“ veröffentlicht hast. Hättest Du gedacht, dass dieser Moment einen solchen Einfluss auf Dein Leben und Deine Karriere haben wird?
Auf keinen Fall! Als wir den Song 2015 veröffentlicht haben, erwartete ich nichts. Ich hatte davor noch keinen großen Hit. Zwei Monate nach der Veröffentlichung fingen die Radiosender an, meinen Song zu spielen und Labels kontaktierten mich. Der Song stieg in Großbritannien und Amerika in die Charts ein. Das war der Moment, wo ich dachte, „Okay, das könnte Dein Leben und Deine Karriere verändern“. Der Song machte auch ein paar Produzenten auch mich aufmerksam. Ich produzierte Musik in meiner Studentenwohnung und zwei Monate später tourte ich durch Amerika. Das war verrückt.

Von Kindheit an auf den einen Moment gewartet

Wie hast Du Dich in diesem Moment gefühlt?
Es war surreal. Seitdem ich 11 Jahre alt war, hatte ich den Traum, vor vielen Menschen zu spielen. Um die Welt zu reisen und die Menschen deine Lieder singen zu hören, ist ein wunderschönes Gefühl und bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich dieses Gefühl nicht. Ich bin heute noch dankbar dafür, weil es mir sehr viele Türen für meine weitere Karriere geöffnet hat.

Corona schafft Zeit für Pause

Du bist DJ und Gründerr eines eigenen Labels. Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr stressig ist. Wie schaffst Du es, die unterschiedlichen Tätigkeiten zu vereinen?
Durch Corona ist es aktuell recht entspannt (lacht). Aktuell kann ich mich auf beide Tätigkeiten fokussieren. Normalerweise spiele ich über 200 Shows im Jahr, da kann es stressig sein. Ich glaube, das Geheimnis ist, mit den richtigen Leuten zusammenzuarbeiten, denen Du vertrauen kannst. Das ist wichtig. Das Geheimnis ist also die Teamarbeit.
In der Vergangenheit bist Du bereits in vielen verschiedenen Ländern aufgetreten. Wie unterscheiden sich die Länder z.B. durch das Publikum?
Wenn ich in meiner Heimatstadt Amsterdam spiele, braucht es lange, bis die Menschen anfangen zu tanzen. Bevor sie tanzen, trinken sie ein Bier und haben eine entspannte Zeit. Am Ende Deines Sets fangen sie manchmal an zu tanzen. In Asien ist es das komplette Gegenteil. Dort warten die Menschen am Flughafen auf Dich, schenken Dir Blumen und empfangen Dich mit offenen Armen. Dort fühlst Du Dich wie ein Superstar. Wenn ich einen Auftritt in Amerika habe, fangen die Menschen bereits beim ersten Song an zu tanzen. In Europa muss man härter arbeiten, um erfolgreich zu sein, aber es ist auch ein unglaubliches Gefühl.

Habt Ihr unser Interview mit Singer-Songwriter Tom Gregory schon gelesen? Er hat gemeinsam mit dem deutschen DJ-Duo VIZE für einen der Sommerhits des Jahres 2020 gesorgt!

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