Sängerin Amely sitzt in einem sportlichen Outfit, bestehend aus einem weißen Rock, weißen Sneakern inklusive Tennissocken und einem neongrünen Shirt, auf asphaltiertem Boden - vermutlich einem Parkplatz.
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In ihrer Debütsingle „Crown“ reflektiert Amely das Ende einer Beziehung und den Weg zurück zu sich selbst.

Im Gespräch mit Scenario: Sängerin Amely

Songs über Liebe, Support und Empowerment

  • vonLucas Kurth
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Für Amely könnte es nicht besser laufen: Ihr Debüt-Song „Crown“ ist sofort in die Charts eingestiegen, und Robin Schulz hat sie unter Vertrag genommen.

Amely ist die neueste Künstlerin, die beim Label Mentalo Music von Robin Schulz gesigned wurde. Mit ihrer Single „Crown“ lieferte sie dort in den vergangenen Wochen ihr Debüt. Scenario hat sie einen Einblick in die Zusammenarbeit mit Robin Schulz gegeben, die Botschaft ihrer Musik erklärt und verraten, warum ihre Liebe zur Musik nie verloren gegangen ist.

Amely, seit Ende August ist Deine Single „Crown“ veröffentlicht. Worum geht es in dem Lied?
Ich reflektiere in dem Song das Ende einer Beziehung und wie ich zu mir selbst zurückkomme. Irgendwann habe ich mich davon gelöst und war auf mich allein gestellt. Dabei habe ich gemerkt, wie schwierig es sein kann, wenn man plötzlich alleine ist und wie wichtig es ist, ein positives Mindset zu behalten. In dem Song geht es auch darum, dass ich mich nicht mehr unterkriegen lasse und für mich einstehe. Es ist eine Art Empowerment-Song mit der Message, dass man zu sich und seinen Werten stehen sollte.
Wie kam es zu dem Signing bei Robin Schulz?
Vor einem Jahr bin ich vom Management beziehungsweise vom Tourmanager von Robin Schulz angesprochen worden, der meine Stimme spannend fand. Daraufhin haben wir uns getroffen und Musik ausgetauscht. Das Feedback war sehr positiv, und er hatte mich dann zu einem Auftritt nach Köln eingeladen. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Kurz nach unserem ersten Treffen hatte Robin Schulz dann einen Auftritt. Bei diesem Auftritt ist allerdings die Sängerin kurzfristig ausgefallen, sodass er mich kurzerhand gefragt hat, ob ich für sie einspringen könnte. Im Anschluss haben die Dinge dann ihren Lauf genommen (lacht).
Du bist bereits sehr früh mit der Musik in Kontakt gekommen, hast als Kind Geige gespielt. Wann war Dir klar, dass Du professionell Musik machen möchtest?
Meine gesamte Familie ist sehr musikalisch, und ich habe mit sieben Jahren angefangen, Geige zu spielen. Dazu habe ich viel Klassik oder Stevie Wonder gehört. Lauryn Hill ist meine absolute Lieblingssängerin gewesen, und auch heute mag ich eher soulige Stimmen. Mit 14 Jahren habe ich mit einem Schulkollegen eine Band gegründet, und mit ihm habe ich dann auch mein erstes Projekt gestartet.
Nach meinem Abitur und Auslandsjahr in Australien ist es ein bisschen aus dem Blickwinkel geraten. Während meines Studiums in Hamburg habe ich ein weiteres Projekt gestartet. Musik war immer meine größte Leidenschaft, und ich habe davon geträumt bei großen Festivals zu spielen, auch wenn ich stets auch nebenbei noch andere Dinge gemacht habe.
Kurz vor Ende Deines Master-Studiums erhieltest Du die Diagnose Rheuma. Danach hast Du die Marke „YULMI“ gegründet. Für alle, die sie nicht kennen: Was verbirgt sich dahinter?
Während meines Studiums wurde ich plötzlich krank, meine Hände und Füße sind angeschwollen, und ich konnte kaum noch laufen. Nach der Diagnose Rheuma musste ich ziemlich lange Cortison nehmen – was aber nicht viel geholfen hat. Meine Mutter ist Ärztin und empfahl mir einen TCM-Arzt, einen Arzt für traditionelle chinesische Medizin. Er hat mich akupunktiert und mir Vitalpilze verschrieben. Nach einigen Wochen ging es mir sehr viel besser.
Ich machte mich auf die Suche nach einem Produkt mit traditionellen Kräutern und Vitalpilzen, welches in Deutschland hergestellt wurde. Es gab jedoch nichts auf dem deutschen Markt, und so habe ich mich mit Experten getroffen, um nach höchsten Qualitätsansprüchen eigene Rezepturen zu entwickeln. Es war nie der Plan, ein Unternehmen zu gründen, sondern ich wollte den Menschen den Zugang zu TCM ermöglichen. Mittlerweile sind wir in über 200 Läden und natürlich online vertreten.
Welche Botschaft möchtest Du den Menschen, die Deine Musik hören, mit auf den Weg geben?
Ich bin dafür, dass man sich gegenseitig supportet und Liebe zeigt. Ich bin die Jüngste in einer großen Familie und mag es sehr, sich in einer Gemeinschaft zu unterstützen. In Deutschland gibt es manchmal noch diese „Ellenbogenmentalität“. Außerdem sollen sich Frauen stark und selbstbestimmt fühlen können.

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