Sven Bensmann sitzt auf der Bühne der Comedy-Nachwuchs-Show „Night Wash“ und grinst in die Kamera. Er trägt Brille, ein dunkles Shirt und hält seine Gitarre auf dem Schoß.
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Auch beim Format „Night Wash“ ist Sven Bensmann oft mit seiner Gitarre zu sehen.

Im Gespräch mit Scenario

Sven Bensmann setzt auf „Comedy. Musik. Liebe.“

  • vonLucas Kurth
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Er klingt wie Joe Cocker, wollte eigentlich Lehrer werden und kommentiert gerne die Witze seiner Zuschauer: Sven Bensmann.

Sven Bensmann ist ein echtes Multitalent. Auf der Bühne spielt er Gitarre und Klavier und baut zusätzlich Witze aus dem Publikum ein. Wir haben mit dem Osnabrücker unter anderem über seine markante Stimme und das Format „Sven Bensmann liest Eure Witze“ gesprochen.

Sven, Dein aktuelles Programm lautet „Comedy. Musik. Liebe.“. Was hat es mit dem Titel auf sich?
Wir haben das Programm vor ziemlich genau zwei Jahren zum ersten Mal aufgeführt. Im Vorfeld des ersten Programms hat man viel Zeit für die Vorbereitung. Ich war auf der Suche nach einer Headline, die das, was ich auf der Bühne mache, gut beschreibt. Mir sind diese drei Schlag- bzw. Stichworte eingefallen, weil genau das den Zuschauer erwartet.
Während des Sommers hast Du Dir ein Corona-Special überlegt. Wie schwer fiel Dir die Umstellung?
Als in Aussicht stand, dass Veranstaltungen unter „normalen“ Bedingungen möglich waren, wollte ich ein zeitgemäßes Programm entwickeln, habe das Programm umgeschrieben und neue Witze wie zum Beispiel die „Corona-Charts“ entwickelt. Es hat gut funktioniert, weil sich die Leute sehr gefreut haben und Abwechslung hatten. Sie haben es dankend angenommen.

Mit 13 Jahren eine Stimme wie Joe Cocker

Dein Gitarren- und Klavierspiel begleitest Du mit Deiner sehr markanten Stimme. Wie hast Du Dir diese angeeignet?
Die war immer da (lacht). So genau kann ich es nicht erklären, viele sagen, die Stimme ähnelt der von Joe Cocker. Früher habe ich im Schulchor gesungen, und der Leiter bat mich, einen Song von Joe Cocker zu singen. Ich kannte ihn mit meinen 13 Jahren nicht. Dabei habe ich gemerkt, dass es mir sehr leicht fällt, diese Art von Songs zu imitieren. So habe ich auch erste Bühnenerfahrung gesammelt. Ich hatte nie Gesangsunterricht. Das Spielen der Instrumente habe ich mir selbst beigebracht. Vielleicht fällt es mir deswegen so leicht, weil es sich nicht nach Training anfühlt.
Bei manchen Aufführungen dürfen Zuschauer Witze aufschreiben, die Du in einen Song einbauen musst. Wie läuft das ab?
Vorneweg: Es gibt in Osnabrück einmal im Jahr ein Event, welches sich „Sven Bensmann liest Eure Witze“ heißt. Dabei schreibt das Publikum bis zu 500 Witze auf, die ich alle vorlese und kommentiere. Es ist ein einzigartiger Abend. Für gute Witze erhalten die Leute Preise. Wenn der Abend vorbei ist, suche ich mir die besten Witze aus und nehme sie mit auf Tour. Viele Witze finde ich selbst lustig, weil sie nach dem Zufallsprinzip vorgelesen werden.

Publikum nicht mehr nur in Schulklassen-Größe

Du hast Lehramt in den Fächern Englisch und Geschichte studiert. Jetzt hören die Menschen im Publikum auf Dich. Hast Du Dich früher in der Schule auch gerne vor Deinen Mitschülern präsentiert?
Manchmal sind auch mehr Menschen da als in einer Schulklasse (lacht). Ich habe den klassischen Lehramtsweg genommen und meine Leistungskurse weiterstudiert. Ich mochte Geschichte und Englisch sehr, Musik komischerweise nicht wirklich. Ich habe festgestellt, dass ich immer gut vor Leuten sprechen konnte – egal zu welchem Thema. Ich habe versucht, die langweiligsten Themen unterhaltsam zu präsentieren.

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