Die Jungs sitzen auf einem Parkplatz in einem dunkelblauen Cabrio. Sänger Jonah lehnt an der Seite des Autos.
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Corbyn (v.l.n.r.), Jack, Daniel, Zach und Jonah machen seit 2016 zusammen als Boyband „Why Don’t We“ Musik.

Im Interview mit Scenario

Why Don‘t We im Gespräch: „Wir befinden uns auf einer gemeinsamen Reise mit unseren besten Freunden“

  • vonSteffen Rüth
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Sie sind jung, mutig und gut aussehend: die Jungs der Boyband Why Don‘t We! Ihr zweites Album ist draußen und wir haben mit den Boys geplaudert.

Das zweite Album der 2016 gegründeten US-amerikanischen Boyband Why Don’t We, bestehend aus Daniel Seavey (21), Corbyn Besson (22), Jonah Marais (22), Jack Avery (21) und Zach Herron (19) „The Good Times And The Bad Ones“ ist draußen. Wie schon die Vorabsingles „Fallin‘“ und „Lotus Inn“ andeuteten, zeigen die neuen, sehr knackigen und abwechslungsreichen Songs, dass die Jungs nicht nur an den Oberarmen, sondern auch im Kreativzentrum ein paar Muskeln aufgebaut haben.

2019 habt Ihr noch jeden Monat eine neue Single veröffentlicht, doch 2020 war bis vor Kurzem wenig von Euch zu hören. Selbst in den sozialen Medien habt Ihr den Ball total flach gehalten. Warum habt Ihr Euch so rar gemacht?
Jonah: Wir wollten uns ein bisschen sammeln, uns kreativ nach Herzenslust austoben und dann mit einem richtig großen Aufschlag zurückkommen. Wir sind drei Jahre lang praktisch ohne Pause unterwegs gewesen, das mussten wir erst mal alles verarbeiten.
Daniel: Why Don’t We fühlt sich jetzt an wie eine richtige Band. Wenn wir endlich wieder live spielen können, versprechen wir ein Spektakel.

Fans von Freddie Mercury

Wer sind denn Eure musikalischen Vorbilder?
Jonah: Den Musiker Børns mögen wir sehr – ein total unterschätzter und charismatischer Künstler. Von der Produktion her haben wir uns von Post Malone inspirieren lassen. Ach, und natürlich Queen. Seit wir den „Bohemian Rhapsody“-Film gesehen haben, bewundern wir Freddie Mercury über alles.
Die Songs selbst zu schreiben, ist für Boygroups ein eher seltenes Privileg. Musstet Ihr kämpfen, damit Euch die Plattenfirma nicht doch lieber ein paar Songwriting-Teams vorbeischickt?
Corbyn: Zum Glück nicht. Wir hatten von Anfang an klargemacht, dass wir bei diesem Album mehr Verantwortung übernehmen und uns stärker an der kreativen Arbeit beteiligen wollten. Das macht einem zu Beginn ein bisschen Angst, aber wir haben schnell gemerkt, wie wunderbar Songschreiben ist. Wir haben die Herausforderung angenommen und sind von der Klippe gesprungen.

Zwangsläufig schnell erwachsen geworden

Was hat Euch Angst gemacht?
Jonah: Als Teil der Musikindustrie bekommst du manchmal das Gefühl vermittelt, es gäbe eine Formel zum Erfolg, der du dich doch bitteschön anzupassen hast. Das haben wir anfangs auch getan. Aber wir sind nicht mehr die Jungs von vor vier Jahren. Wir sind älter geworden und auch reifer. Nach und nach fingen wir an, selbst an Songs zu arbeiten, und das funktionierte auch richtig gut. Und doch hat man das Gefühl, als würde man sich ganz schön weit aus dem Fenster lehnen. Eben weil es außergewöhnlich ist für eine Boygroup, mal nicht mit den üblichen Pop-Autoren zusammenzuarbeiten.
Ihr hockt ja die meiste Zeit aufeinander. Wie wichtig ist es, dass Ihr Euch tatsächlich mögt?
Jonah: Ich denke, das ist überhaupt der wichtigste Grund, warum das Zusammenspiel in dieser Band so gut funktioniert. Wir waren vorher schon Freunde und haben uns beschnuppern können, bevor wir mit Why Don’t We loslegten. Als wir zum ersten Mal alle gemeinsam in einem Raum waren, hatten wir sofort so ein „Jau, das passt“-Gefühl. Wir sind keine zusammen gecastete Boyband. Sondern wir befinden uns auf einer gemeinsamen Reise mit unseren besten Freunden.
Ihr habt Euch nicht nur musikalisch entwickelt, sondern überhaupt. In den Videos zu Euren jüngsten Singles seht Ihr ganz schön erwachsen aus. Wie sehr merkt Ihr an Euch selbst den Sprung vom Teenagerjungen zum jungen Erwachsenen?
Corbyn: Als wir anfingen, war Zach 15 und wir anderen gerade 18. Wir waren noch Babys. Und dann wurden wir quasi über Nacht in diese sehr erwachsene Musikindustrie hineinkatapultiert. Wir standen da und staunten. Manche Dinge haben wir sehr zügig lernen müssen. Uns blieb gar keine andere Wahl, als schnell erwachsen zu werden.

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