Zara Larsson kniet in einem blauen Glitzer-Outfit vor einem Swimmingpool.
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Nach vier Jahren gibt es nun endlich wieder neue Musik von „Lush Life“-Sängerin Zara Larsson.

Im Gespräch mit Scenario: Zara Larsson

„Pop ist für alle da“

  • vonSteffen Rüth
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Auch wenn sie sich selbst nicht als Expertin in Sachen Liebe sieht, finden auf Zara Larssons neuem Album „Poster Girl“ viele poppige Lovesongs einen Platz.

Das dritte Album von Zara Larsson trägt den Titel „Poster Girl“. Heißt soviel wie: Aushängeschild. Für die Liebe, sagt die 23-jährigen, sei sie ein eher schlechtes, für gute kommerzielle Popmusik hingegen gibt es derzeit kaum eine bessere Botschafterin als die Stockholmerin.

Zara Larsson liegt auf dem Sofa ihrer Stockholmer Wohnung und denkt laut darüber nach, was sie zu Mittag essen soll. „Ich denke, ich möchte etwas vom Vietnamesen“, entscheidet sie sich schließlich. Das Restaurant ihrer Wahl hat zwar geöffnet, dennoch will sich die Sängerin ihre Mahlzeit lieber liefern lassen. „Man wird manchmal böse angeguckt, wenn man sich allzu frei und fröhlich draußen bewegt“, sagt Larsson. „Wir Schweden nennen das Corona-Scham, und deshalb versucht fast jeder von sich aus, so rücksichtsvoll wie möglich zu sein.“

Sport ist ihr Lebenselixier

Was sich die 23-Jährige jedoch nicht nehmen lässt, ist ihre tägliche Sporteinheit, mal drinnen im Fitnessstudio, mal draußen. „Für meine Psyche und meine gesamte mentale Verfassung ist es unverzichtbar, dass ich mich viel bewege. Ich habe weniger Ängste, ich schlafe besser, ich kann mich länger konzentrieren, nachdem ich Sport gemacht habe. Ich bin einfach besser drauf, wenn ich fit bin.“ Dem Alkohol habe sie seit einigen Monaten zudem abgeschworen, und Partys gibt es ja eh schon lange keine mehr. „Ich will mein Gehirn und meinen Körper sauber und gesund halten. Wenn ich so weiter mache, bin ich bald ein richtiges Yoga-Mädchen.“

Das kann nicht schaden, zumal es für Zara Larsson jetzt ja auch wieder richtig losgeht. Immerhin vier Jahre sind seit dem letzten Album, auf dem auch ihr bis heute größter Hit „Lush Life“ zu finden ist, bereits verstrichen. Nun veröffentlicht sie mit „Poster Girl“, ihrer insgesamt dritten Platte, eine absolut stimmige und vielseitige Sammlung von Popsongs, die zum einen Ohr reingehen und zum anderen so schnell nicht wieder rauskommen.

15 Songs, die keine Wünsche übrig lassen

Soll heißen: Zara Larsson macht Pop, der absolut typisch ist für ihr Heimatland (siehe ABBA). „Das Schöne an Popmusik ist ihre Zugänglichkeit. Pop ist für alle da. Jeder Mensch soll meine Songs mitsingen können, am besten sofort. Ich störe mich nicht daran, wenn manche meine Lieder als schlicht bezeichnen. Sie sind auf gute Art schlicht,“ so Larsson. Die neuen Songs von Zara, die mit zehn bei einer unserem „Supertalent“ ähnlichen TV-Castingshow mitmachte und mit 15 ihre erste Nummer Eins in den schwedischen Charts feierte, lassen keine Wünsche offen.

„Love Me Land“, das vorab schon erfolgreiche „Ruin My Life“ oder die neue Single „Talk About Love“ bleiben absolut hängen, auch wenn Zara Larsson stimmlich und stilistisch einer Gwen Stefani oder einer Dua Lipa sicher nähersteht als ihrem erklärten Idol Beyoncé.

Alles dreht sich um die Facetten der Liebe

Zentrales Thema auf „Poster Girl“ ist, wie sollte es anders sein, die Liebe. Larsson – seit anderthalb Jahren mit einem schwedisch-amerikanischen Tänzer liiert – sagt im Titelsong zwar, sie sehe sich keineswegs als Aushängeschild für eine gelungene Liebesbeziehung, doch „die langweilige Wahrheit ist, dass sich meine Gedanken immer sehr um die Liebe drehen, egal, ob ich gerade liiert bin oder Single. Ich liebe die Liebe mit ihren Emotionen und ihrer Dramatik, aber ich bin sehr wenig perfekt, wenn es um die praktische Umsetzung geht.“

Am allerschönsten finde Zara, allerdings jene Phase, in der die Liebe gerade am Entstehen ist. „Talk About Love“ handelt von diesem Zwischenzustand, „in dem noch nichts klar, aber alles möglich ist.“ Einfach reinhören und mitschwärmen.

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