Die vier Bandmitglieder von „Bring your own Beer“ stehen in der Fassade eines alten Industriegebäudes. Die Jungs in der Mitte halten ihre E-Gitarren in den Händen.
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Am Samstag veröffentlichen Chris (v.l.n.r), Florian, Philipp und Finn ihre EP „Between Road and Heaven“.

EP-Veröffentlichung

„Bring Your Own Beer“ feiert Release

  • Karo Jankowski
    vonKaro Jankowski
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Am Samstag erscheint die neue EP der vier Marler in einer Livestream-Session. Freut Euch auf eine Platte mit modernem Bluesrock und bretternden Riffs.

Als ich vor einiger Zeit im elterlichen Keller nach alten Platten suchte, wurde mir wieder einmal schmerzlich bewusst, dass die Zeit der Prohibition nicht ganz so viel Anklang unter den jungen Leuten von heute findet. Die feiern eher die aufdringlichen Achtziger. Gut, die vermeintlichen „Golden Twenties“ hatten eher eine leicht gräuliche Nuance, in der Un- und Armut lagen. Und ja, sie ist möglicherweise auch schuld an der Entstehung nicht unwesentlich einflussreicher Gangster-Dynastien. Aber eben auch an „Scarface“ und dem good old Blues.

Knapp 100 Jahre später darf Alkohol wieder getrunken und Blues immer noch gehört werden. Besser noch: Die Kombination aus beidem nennt sich ganz pragmatisch „Bring Your Own Beer“ und manifestiert sich in vier hübschen Jungs aus Marl. Sie zogen dem Bluesrock einen frischen Schlüpfer an und wuschen ihm die nach Traurigkeit riechende Konnotation ab. Stattdessen wollen sie die Leute in Schwung bringen. Sie sollen in Bewegung kommen und nach vorne schauen.

Release live auf YouTube

Praktischerweise veröffentlichen die Vier am 26. September ihre erste EP: „Between Road ’n Heaven“. Und das nicht einfach so, sondern ganz feierlich im Oberhausener Theater an der Niebuhrg in Form einer geschmeidigen Livestream-Listening-Session. Die EP besteht aus 5 Perlen des modernen Bluesrock – brodelnde Grooves, bretternde Riffs und eine gewaltige Ladung Ernsthaftigkeit vierer Anfangmittezwanzigjähriger, die sich in jedem der Tracks in einer völlig anderen Couleur zeigt.

Zwischen romantisch-melancholischem Tiefgang in „Sinner“ oder „Blues on my mind“ findet man ebenso energetische Töne, die dazu einladen, sich in den imaginären 73er Chevy zu schwingen und sich dem „Cruise Blues“ hinzugeben. Trotz allem gehört die Hingabe zum Schmerz unweigerlich zum Blues dazu. „Black Rose“ ist die Ode an den Kummer, aber auch an das innere Perestroika – den Umbruch – und letztendlich die kathartische Freiheit.

Wenn Ihr Eure musikalischen Horizonte nun erweitern oder verfestigen wollt, dann schaltet doch am 26. September ein. Über den YouTube-Kanal „Theater an der Niebuhrg“ könnt Ihr das Spektakel rund um „Bring Your Own Beer“ und die exklusiv geladenen Gäste, wie Philipp Artmann und „The Honeyclub“, genießen.

Release „Between Road ’n Heaven“ von Bring Your Own Beer

Samstag, 26. September, ab 19 Uhr auf dem Youtube-Channel  „Theater an der Niebuhrg“

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