Tipps gegen Akne und Pickel

Akne ade: Gegenmittel gegen Pickel

Experten geben Tipps für die richtige Pflegeroutine bei Hautproblemen und verraten die Ursachen von Akne

Akne ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. Je nach Studie haben 80 bis 90 Prozent der Jugendlichen damit zu kämpfen. „Akne kann für die Betroffenen ganz schön belastend sein“, sagt der Hautarzt Ulrich Ohnemus. 

„Die Frage, woher eine Akne kommt, ist nicht ganz leicht zu beantworten, da oftmals mehrere Faktoren komplex zusammenwirken“, fährt er fort. So haben vor allem genetische Faktoren und der Hormonhaushalt einen Einfluss darauf, wie viel Talg die Haut bildet. Daher hätten so viele Menschen während der Pubertät Probleme mit Pickeln. 

Als weiteren, weniger einflussreichen Faktor hätten Studien die Ernährung ausgemacht. So würden Vollmilch und fettiges Essen Akne fördern. Und auch psychische Faktoren wie Stress können sich auf die Talgproduktion auswirken. Im Endeffekt sei jedoch entscheidend, wie sensibel die Haut auf diese Faktoren reagiere. 

Die staatlich geprüfte Kosmetikerin Martina Hofmann sieht zudem noch falsche Hautpflege als mögliche Ursache von Akne. „Die meisten Menschen wissen oft gar nicht, was ihre Haut braucht“, sagt sie. „Gerade die zu Akne neigende Haut ist oft sehr empfindlich und wird von Anti-Pickel-Produkten ausgetrocknet.“ Ihre Behandlung sieht bei Akne folgendermaßen aus: Zuerst werde der Hauttyp genau analysiert. „In einem Gespräch klopfe ich alle Faktoren wie Ernährung, Stress, Rauchen, Pflegeroutine, Medikamente und so weiter ab.“ Dann würde sie ein spezielles Pflegeprogramm zusammenstellen. 

Auch der Hautarzt bespricht die Pflegeroutine und bestimmt den Schweregrad der Akne. Ohnemus empfiehlt: „Bei Akne sollte die Haut morgens und abends mit einem milden antibakteriellen Waschgel aus der Drogerie oder Apotheke gereinigt werden und eventuell eine nicht fettende Pflegecreme aufgetragen werden. Ein Peeling ist nur einmal pro Woche empfehlenswert.“ 

Wenn auch das nicht greift, gebe es sehr wirksame Medikamente, die den Talgfluss vermindern oder die Entzündungen hemmen. „Vor allem bei starken Formen von Akne ist es wichtig, nicht zu lange zu warten, damit sich keine Narben bilden“, sagt Ohnemus. Narben könnten sonst lebenslang bestehen bleiben. 

Und was tut man akut mit einem Pickel? Darf man ihn ausdrücken oder ergeben sich dann auch Narben? „Am besten geht man zur medizinischen Fachkosmetik“, rät Ohnemus. „Wenn das nicht möglich ist, kann man ihn auch selbst ausdrücken. Dabei sollte man Einweghandschuhe tragen und die Haut vor und nach dem Ausdrücken desinfizieren.“

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