Leidenschaft sieht eigentlich immer gleich aus – ob diese beiden ein verliebtes Paar oder nur ein „Mingle“ sind, ist auf diesem Bild nicht zu erkennen
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Leidenschaft sieht eigentlich immer gleich aus – ob diese beiden ein verliebtes Paar oder nur ein „Mingle“ sind, ist auf diesem Bild nicht zu erkennen

Beziehungsform

Vom Mingle zum Pärchen

Gefühle - „Mingles“ sind Menschen, die sich zwar wie ein Pärchen verhalten, aber irgendwie auch Singles sind – Mixed Singles eben. Man hat keine Verpflichtung und jede Freiheit, aber wenn man gerade Lust auf einen ruhigen Samstag hat oder kuscheln möchte, hat man jemanden, mit dem man all diesen Pärchenkram machen kann.

Wer möchte schon alleine über den Weihnachtsmarkt schlendern?! Obwohl es doch so einfach sein kann: Man lernt sich kennen, man hat ein paar Dates und irgendwann kann man nicht mehr aufhören, an den anderen zu denken und ist verliebt. Jetzt kommt aber das große Aber! Was ist, wenn es noch jemand Besseren gibt, vielleicht jemanden, der besser aussieht, lustiger ist oder es noch besser passt?! Aber ist das nicht eine schlimme Einstellung?

Zu viel Auswahl bei Tinder, Facebook und Co.

Denn wenn man verliebt ist, kann es doch gar niemand Schöneres, Witzigeres oder Tolleres geben! Doch in der heutigen Zeit haben wir einfach zu viel Auswahl, dank Facebook, Tinder und Co. Einige Menschen sind sich aber auch einfach unsicher, ob sie eine Beziehung haben wollen. Es ist ja schon eine Verpflichtung, die man da eingeht. Man muss sich um den anderen kümmern, sollte nicht mehr mit anderen Leuten flirten und es könnte ja sogar sein, dass man nicht mehr auf jeder Party dabei ist. Oh nein, so verpasst man bestimmt noch etwas! Aber ist das, was man dafür bekommt, nämlich einen Menschen, den man liebt und von dem man geliebt wird, nicht viel mehr wert? Vernünftig ist es, wenn man sich Zeit lässt, bis man ein Paar wird, doch es ist auch kein Dauerzustand – dieses Hin und Her. Dass sich aus einer „Mingle-Beziehung,“ oder wie man es auch nennen will, eine richtige Beziehung entwickelt, ist selten. Der Zustand kann sehr belastend sein, erst recht, wenn sich nur einer der beiden Mingles verliebt.

Ist der Schwebezustand besser, als den anderen komplett zu verlieren?

Und doch haben beide Angst, es zu beenden, denn dieser Schwebezustand scheint immer noch besser, als den anderen komplett zu verlieren. Wenn das Ganze allerdings zu belastend wird und die schlechten Tage die guten überwiegen, dann ist der bessere Weg, einen Schlussstrich zu ziehen. Aber der Übergang vom Mingle zu einer echten Beziehung kann auch funktionieren. Nämlich dann, wenn man merkt, dass man den anderen vermisst und Angst hat, dass es vorbei sein könnte. Diese Angst zu überwinden, um dem anderen und sich selbst die Liebe einzugestehen, ist ein großer Schritt. Die Sorge zurückgewiesen zu werden, ist in dieser Beziehungsform besonders groß. Ist das Liebesgeständnis einmal raus und es wird erwidert, heißt das aber nicht, dass es einfach wird, weil im Hinterkopf mehr Gedanken schweben als bei einem normalen Paar. Man war ja nicht von Anfang an total verliebt und unsicher.

Jeder macht sein Ding

Und mit wem hat sich der jetzige Partner eigentlich noch so getroffen und vergnügt – während der Mingle-Zeit? Denn das zeichnet das Mingle-Dasein ja aus. Jeder macht sein Ding. Wer weiß – das Gefühl der Unsicherheit kann ja auch schnell wiederkommen. Alles nicht so einfach und für Menschen, die zur Eifersucht neigen, noch schwieriger. Wenn man sich aber liebt, ist egal, was vorher war und dann kann man auch mit Mingle-Vergangenheit glücklich werden. Ob es auch etwas für die Ewigkeit sein kann, werden wir erst in etwa 50 Jahren sehen, wenn die einstigen Mingles von heute ihre Goldhochzeiten feiern.

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