Ein junger Mann lässt sich von einer Maklerin eine Wohnung zeigen. Sie stehen in einem Raum, in dem die Wände noch unverputzt sind.
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Wenn man noch nie eine Wohnung besichtigt hat, weiß man in der Regel gar nicht, worauf man alles achten muss.

Die erste eigene Wohnung

Checkliste für die Wohnungsbesichtigung

  • Annika Mittelbach
    vonAnnika Mittelbach
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Der Auszug bei den Eltern ist ein spannender Schritt. Damit die neue Bleibe kein Fehlgriff wird, haben wir ein paar Tipps für die Besichtigung.

Obwohl coronabedingt 2020 alles ein bisschen anders läuft als gewohnt, fängt für einige von Euch bald das Studium an einer Hochschule an. Die große Frage, die sich bei der hybriden Form der Lehre, also teils Online-Veranstaltungen, teils Präsenzveranstaltungen, stellt, ist, ob sich ein Umzug in die Stadt der Universität schon lohnt. Falls Ihr einfach Lust habt, das heimische Nest zu verlassen oder ein Umzug bei Euch nötig ist, solltet Ihr bei der Wohnungsbesichtigung einige Punkte beachten, um Euch nicht in die Nesseln zu setzen.

Zeit einplanen: Am wichtigsten ist, dass Ihr genug Zeit für die Wohnungssuche einplant. Je nach Stadt kann das schon mal ein paar Monate dauern, bis Ihr etwas Passendes gefunden habt. Wenn Ihr aber eine Wohnung in Aussicht habt und zum Besichtigungstermin eingeladen wurdet, solltet Ihr Euch am Tag selbst auch genügend Zeit nehmen.

Supermärkte und Haltestellen suchen

Nutzt zum Beispiel die Gelegenheit, auch die Umgebung mal auszuchecken. Wie weit ist es bis zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle, wo sind die nächsten Supermärkte, ist die Straße eher laut oder leise? Das sind alles Dinge, die Ihr Euch im Vorhinein schon mal anschauen solltet. Also besser eine Stunde vor Besichtigungstermin da sein, so kommt Ihr auf keinen Fall zu spät und könnt Euch in Ruhe umsehen. Achtet auch darauf, ob man bei Euch in der Nähe gut parken kann. Selbst wenn Ihr kein Auto habt, müsst Ihr ja zwangsläufig irgendwann vor Ort parken, um zumindest Eure Sachen ausladen zu können.

Unterlagen: Außerdem solltet Ihr zu einer Besichtigung nicht mit leeren Händen erscheinen. Zwar dürfen Vermieter oder Wohnungsgesellschaften Unterlagen wie beispielsweise SCHUFA-Unterlagen, Einkommensnachweise (der Eltern) oder Mieterselbstauskunft erst bei Vertragsunterzeichnung einfordern, doch geht davon aus, dass Euch andere Interessenten für die Wohnung da einen Schritt voraus sind und die Sachen schon mit dabei haben. Da geht der Vermieter natürlich gerne den direkten Weg und nimmt diejenigen, die gut vorbereitet sind.

Es gibt keine dummen Fragen

Fragen stellen: Wenn Ihr dann im Gespräch mit dem Vermieter seid, haltet Euch nicht zurück. Das ist Eure Chance Eure Fragen zu stellen und manche davon sind sehr wichtig. Erkundigt Euch zum Beispiel nach dem Energieausweis des Hauses, damit Ihr am Ende nicht von hohen Nebenkosten erschlagen werdet. Fragt auch nach dem, was Ihr auf den ersten Blick nicht seht, wie beispielsweise Gemeinschaftsräume wie Waschkeller oder Ähnliches, wenn der Vermieter Euch diese nicht von allein zeigt.

Dabei solltet Ihr auch erfahren, ob die Möglichkeit besteht, eine eigene Waschmaschine anzuschließen oder ob das gemeinschaftlich im Haus geregelt wird. Informiert Euch auch gerne ob oder wann Modernisierungsarbeiten anstehen. Sollte das bald der Fall sein, kann das nämlich zu einer Mieterhöhung für Euch führen.

In Ruhe eine Entscheidung treffen

Genaue Blicke: Ansonsten guckt Euch die Wohnung ganz genau an. Wie sieht es im Bad aus? Gibt es genügend Möglichkeiten zu lüften? Seht Ihr Schimmel irgendwo? Wie hellhörig sind die Wände? Sind die Zimmer hell genug für Euch? Man neigt schnell dazu, im Eifer des Gefechts, solche Dinge zu übersehen oder zu ignorieren, aber auf Dauer werdet Ihr Euch über so was ärgern.

Bedenkzeit: Am Ende gilt noch mal das gleiche wie am Anfang: Plant Zeit ein. Nehmt Euch genug Bedenkzeit, um Euch gut zu überlegen, ob Ihr Euch in der Wohnung wohlfühlt. Könnt Ihr die Miete wirklich auf Dauer stemmen und stimmt die Umgebung? Seid da ehrlich zu Euch und nehmt nichts an, nur weil Ihr keine Lust mehr auf weitere Besichtigungen hat. Das Zuhause muss stimmen, sonst funktioniert es mit dem Studium auch nicht besonders gut.

Ellen hat Euch eine Checkliste für den Start ins Studium vorbereitet. Hier findet Ihr alles, was Ihr rund um Euren neuen Lebensabschnitt auf dem Campus wissen sollet.

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