Von oben wird auf eine Frau geschaut, die auf dem Bett sitzend, lernt. Auf ihrem Schoß hält sie ein Buch in das sie mit einem Textmarker Markierungen streicht. Neben ihr liegen weitere Stifte und Bücher.
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Bei seinen ganzen Markierungen und Notizen verliert man schnell den Überblick.

Tipps für die Prüfungsphase

Weg mit chaotischen Notizzetteln!

  • Annika Mittelbach
    vonAnnika Mittelbach
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Wenn Ihr die Cornell-Methode bei Euren Lernzetteln anwendet, erspart Ihr Euch eine Menge Chaos und könnt effizienter lernen. Annika erklärt, wie das geht.

Am Ende jedes Semesters steht man oft da mit seinen zahlreichen losen Zetteln und weiß nicht mehr, wo vorne und hinten ist. Die chaotische Zettelwirtschaft, die man sich im Laufe des Semesters durch Notizen für verschiedene Lernveranstaltungen angelegt hat, erschwert das Lernen ungemein. Vor allem, wenn man seine eigene Schrift nicht mehr lesen kann oder sich schlichtweg nicht erinnert, was man gemeint hat.

Walter Pauk hat 1949 die Cornell-Methode entwickelt, um strukturierter Notizen machen und später besser lernen zu können. Dabei sollte man vor jeder Veranstaltung das Arbeitspapier folgendermaßen vorbereiten: An der unteren Kante des Blattes zieht Ihr eine horizontale Linie 5 cm oberhalb der Kante. Dazu kommt eine vertikale Linie, die etwa sechs cm vom linken Blattrand Abstand haben sollte. Dadurch entstehen drei Felder, die jeweils eine unterschiedliche Funktion haben.

Kurze und einfache Notizen sind am besten

Das erste und größte Feld ist für die Notizen gedacht, die Ihr während einer Vorlesung macht. Denkt dabei möglichst immer an die „KISS“-Regel: „Keep it short and simple“. Auch wenn man am liebsten jedes Wort aufschreiben würde, was der Dozent von sich gibt, liegt die Würze eher in der Kürze. Die Notizen solltet Ihr möglichst zeitnah nach der Veranstaltung bearbeiten, auch wenn man lieber die Füße hochlegen würde.

Je schneller Ihr die Notizen bearbeitet, desto besser, denn dann könnt Ihr Euch noch gut erinnern und rätselhafte Formulierungen eventuell noch mal nachbessern. Verabschiedet Euch ruhig auch von unnötigen Notizen, um die Übersicht zu bewahren. Markiert Kernaussagen und wichtige Stellen am besten farbig mit einem Textmarker.

Wenn Ihr Eure Notizen so anlegt, behaltet Ihr einen besseren Überblick.

In die Dozierenden hineinversetzen

In dem zweiten Feld könnt Ihr Euch Fragen überlegen, die der Dozent Euch in einer Klausur stellen könnte, passend zu Euren Notizen. Dafür ist ein wenig Einfühlungsvermögen vonnöten, aber vielleicht habt Ihr ja auch das Glück und könnt in eine Altklausur schauen. Im dritten Feld geht es darum, dass Ihr Eure Notizen in zwei bis drei Sätzen in eigenen Worten zusammenfasst. Das dient zum einen der Wiederholung und zum anderen könnt Ihr später mit diesen Zusammenfassungen besser lernen.

Apropos, wenn die Klausur immer näher rückt, bietet es sich an, die Notizen im großen Feld immer wieder durchzugehen, bis Ihr das Gefühl habt, der Inhalt sitzt. Danach könnt Ihr Euch ganz einfach selbst prüfen, indem Ihr den rechten Teil Eures Zettels mit den Notizen abdeckt und versucht, die Fragen, die Ihr Euch ausgedacht habt, aus dem Kopf heraus zu beantworten. Auch für gemeinsames Lernen und Abfragen mit Freunden und Kommilitonen eignet sich die Methode super! Wenn Ihr es schafft, diese Methode im Semester beizubehalten, wird die Klausurenphase am Ende definitiv weniger chaotisch und um einiges entspannter.

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