Coworking Spaces verhelfen zu effektiverem Lernen und Arbeiten, da man in Gesellschaft ist.
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Wenn man gemeinsam mit anderen lernt, ist das Risiko sich mit anderen Dingen abzulenken geringer, da man schließlich unter Beobachtung steht.

Konzentrierter Lernen

Coworking gegen Ablenkung

  • Annika Mittelbach
    vonAnnika Mittelbach
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Momentan verbringen wir jede freie Minute zu Hause – da fällt es schwer, das eigene Zimmer auch noch in eine ablenkungsfreie Lernoase zu verwandeln. Annika weiß da einen guten Tipp, wie es mit dem Lernen klappt!

Zu Hause kann ich mich einfach nicht konzentrieren ... Diesen oder ähnliche Sätze habe ich im Laufe meines Studiums schon oft von Kommilitonen und Kommilitoninnen gehört und auch ich verstehe gut, was sie damit meinen. Wer zu Hause am Schreibtisch sitzt, kann durch allerlei Dinge abgelenkt werden. Angefangen von Fotos, die eventuell den Arbeitsbereich schmücken, über ein Fenster, das Blicke in die vertraute Umgebung ermöglicht, bis zum Dauer-Ablenker, dem Smartphone.

Auch die lieben Mitbewohner verstehen das Prinzip des „Homeoffice“ nicht uneingeschränkt. Dass man zwar physisch anwesend ist, aber trotzdem nicht ansprechbar, geht nicht immer in ihre Köpfe, was zu weiteren Ablenkungen führt. In manchen Arbeitsphasen ist das ja auch vollkommen in Ordnung. Man muss ja nicht immer maximal konzentriert sein und von morgens bis abends effizient arbeiten. Manchmal ist man über eine Ablenkung ja auch ganz froh – schließlich streitet man 1000 Mal lieber mit dem Mitbewohner, wer die Küche gestern Abend als Schlachtfeld hinterlassen hat, als endlich seine Hausarbeit anzufertigen.

Die Uni-Bibliothek wird zum Lieblingsort

Doch manchmal gibt es Phasen, in denen man einfach die Backen zusammenkneifen und reinhauen muss. Da kann man Ablenkung gar nicht gebrauchen, weil man vermutlich wieder bis auf den letzten Drücker gewartet hat, um anzufangen mit dem Lernen.

In diesen Phasen wird der heimische Arbeitsplatz in der Regel hinter sich gelassen und die Uni-Bibliothek beziehungsweise die Fakultäts-Bibliothek aufgesucht. Es ist wirklich ein besonderes Gefühl: Wenn man mit seinen Lernunterlagen durch die Tür zur Bibliothek geht, fällt man in eine andere Welt. Eine lernfreundliche Welt, die besiedelt ist mit Menschen, die ebenfalls lernen müssen. Der kleinste Mucks, der nicht das Geräusch einer umgeblätterten Seite oder das Tippen auf dem Laptop ist, wird mit wütenden Blicken gestraft. Hier herrscht Ruhe und Disziplin, weil alle im selben gelöcherten Schlauchboot sitzen. Wenn wir uns jetzt nicht konzentrieren, gehen wir unter. Deswegen – psssssst!

Coworking funktioniert auch online

Corona macht alles schwieriger und auch dieser sichere Lernort ist von der Pandemie betroffen. Es gibt nicht mehr die Möglichkeit, sich in dieses Lern-Narnia zu begeben. Stattdessen muss man irgendwie schauen, dass das Zuhause eine vergleichbare Situation bieten kann. Und wenn die Örtlichkeit nicht erreichbar ist, so sind es zumindest Menschen, die ebenfalls dringend etwas in ihre Birne stopfen müssen. Das Zauberwort lautet Coworking. In Zeiten von Social Distancing vielleicht nicht unbedingt in Persona, aber Ihr könnt Euch ja über Skype, Zoom oder sonst was verabreden. Möglichst früh, damit Ihr auch wirklich was schaffen könnt. Macht die Kamera an, quatscht kurz darüber, was Ihr erreichen möchtet an dem Tag und legt los.

Die Versuchung, alles andere zu tun, statt zu lernen, schrumpft damit meiner Meinung nach ungemein. Man wird nämlich ein Stück weit beobachtet und mahnend angeschaut, wenn man sich ablenken lässt und wenn jemand mit im Boot sitzt, fällt es einem auch leichter, sich zu motivieren. Wenn Ihr also auch Probleme damit habt, zu Hause alleine für Euch produktiv zu sein, versucht es mal mit Coworking. Holt Euch einen Arbeitspartner entweder nach Hause oder verabredet Euch in einer Gruppe per Videokonferenz – für mich klappt das ganz gut. Es ist fast schon wie Bib-Feeling.

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