Eine Lupe liegt in der Bildmitte. Unter dem Glas sieht man den Schriftzug „Täter“. Um die Lupe herum sind zahlreiche Fingerabdrücke.
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Vor allem die Ermittlungsarbeit und die Spurensuche werden in True Crime-Podcasts ausführlich erklärt.

Krimi-Podcasts

Faszination True Crime

Chamaida ist, wie viele andere, ein Fan von True-Crime-Serien und -Podcasts. Bei Scenario erklärt sie den Hype und gibt Empfehlungen zum Thema.

Von Chamaida Tsang

Alle lieben es, aber was ist True Crime überhaupt? Ins Deutsche übersetzt bedeutet es „Wahre Verbrechen“ und genau damit beschäftigen sich die True-Crime-Fans in aller Welt. Egal ob in Podcasts, Dokumentationen, Büchern, Zeitschriften: Alles dreht sich um die unglaublichsten, spektakulärsten Verbrechen und die grausamsten Täter, wie zum Beispiel Ted Bundy oder den Golden State Killer. Ich persönlich habe meine Leidenschaft für True Crime – vor allem für True-Crime-Podcasts – erst vor Kurzem entdeckt und möchte Euch das näherbringen.

Seit jeher sind die Menschen eigentlich Krimi-Fans. So trafen sich zum Beispiel die Römer schon gerne im Circus Maximus, um den Gladiatoren bei ihren blutigen Kämpfen zuzuschauen. Agatha Christie hätte niemals so einen Erfolg mit ihren Geschichten um Miss Marple und Hercules Poirot gehabt, genauso wie Arthur Conan Doyle mit „Sherlock Holmes“, wären die Menschen nicht so versessen auf Mord und Totschlag gewesen. Diese Faszination hat sich bis heute gehalten und bringt mehrere Millionen Menschen dazu, jeden Sonntag zur Hauptsendezeit den „Tatort“ einzuschalten.

Erst Nervenkitzel, dann wieder heile Welt

Aber was packt die Menschen gerade so an True Crime? Große Faktoren sind der Nervenkitzel und die Spannung: Man kann sehr einfach in einem spannenden Kriminalfall versinken, sich gruseln und nach der Auflösung wieder in seine sichere, vertraute Umgebung zurück. Viele interessieren sich zudem für die Beweggründe der Täter für ihre Taten, da es für einen selbst unbegreiflich ist, solch grausame Dinge zu tun. Sie töten aus dem Affekt, aus Leidenschaft, aber vielleicht auch um eine andere Straftat zu verdecken oder zu ermöglichen. Andere morden aus Hass oder Habgier oder einfach nur aus Mordlust.

Wenn man sich mit True Crime beschäftigt, so erfährt man nicht nur viel über die Psyche eines Täters oder einer Täterin, sondern auch viel über das Rechtssystem – darüber, wie es funktioniert und wo es seine Tücken hat. Man erfährt von unglaublichen Justizirrtürmer, die einen schrecklich aufregen, da den Angeklagten viel Leid und Ungerechtigkeit zugefügt wurde.

Einblicke in die Polizei-Arbeit

Außerdem lernt man viel über die Arbeit, die die Ermittler und Ermittlerinnen leisten, zum Beispiel übers Profiling – eine Methode, die der amerikanische Profiler und FBI-Agent John Douglas entwickelt hat. Dabei wird ein Täterprofil über den mutmaßlichen Täter erstellt, das Eigenschaften und Verhaltensweise des Täters umfasst. Das kann helfen, den Bewegungsradius des Täters einzugrenzen und ihn somit schneller zu fassen.

Besonders spannend finde ich, wie die DNA-Analyse dazu beiträgt, ungelöste Mordfälle (= „Cold Cases“) nach Jahrzehnten doch noch lösen zu können. True Crime kann wirklich für alle interessant sein, die keine Angst vor den Abgründen der Menschheit haben und sich eine volle Portion Nervenkitzel geben wollen. Falls Ihr neugierig seid, habe ich hier ein paar Empfehlungen für Euch, die sich mit True Crime beschäftigen.

Podcast-Empfehlungen:

1) „Mordlust“ 2) „Mord auf Ex“ 3) „Zeit Verbrechen“ 4) „Redhanded“ 5) „My Favourite Murder“ 6) „Serial“

Serien:
1) „Mindhunter“ (Netflix)
2) „Making A Murderer“ (Netflix)

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