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Dieser Trick ist schon so alt, dass Ihr ihn nicht in die Tat umsetzen solltet. Und überhaupt: Spicken ist Betrug – und ungesund. Denkt nur mal an den erhöhten Blutdruck, den Ihr bekommt, weil Ihr nicht erwischt werden wollt.

Spicken - ja oder nein?

Die Lösung ist nur einen kurzen Blick entfernt

Das Semester geht seinem Ende zu und während alle, die nicht studieren, denken, „ach, diese Studenten haben jetzt wieder entspannte drei Monate frei und können es sich gut gehen lassen“, sitzen alle, die wirklich studieren, stundenlang in der Bibliothek oder zu Hause am Schreibtisch und bereiten sich mal mehr, mal weniger entspannt auf die Prüfungen vor, die anstehen. Während man im Abi noch dachte, oh Gott, so viel habe ich noch nie gelernt und werde ich auch nie wieder lernen, kann man darüber im Studium nur noch müde lächeln. Da ist für jedes Seminar und jede Vorlesung ungefähr eine Abivorbereitung nötig. Gerade, wenn man die Vorlesungen mit Klausurenabschließt.

Wie oft kommt man dann in die unangenehme Situation, dass das Hirn einfach voll zu sein scheint?! Voll mit anderen Dingen – und für wissenschaftliche Theorien oder Vokabeln im Sprachtest und für was-auch-immer man gerade lernt, ist dann beim besten Willen einfach kein Platz mehr. Was muss dann her, wenn man die Klausur trotzdem nicht nur bestehen, sondern auch gut bestehen möchte? Ein Spickzettel? In der Schule ist einem der Spicker wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle schon begegnet. Ein kleiner Zettel im Wörterbuch in Latein, eine klein geschriebene Formel auf dem Handgelenk, ein verstecktes Buch auf dem Klo – wer kennt es nicht? Dabei handelt es sich beim Spicken um handfesten Betrug. Und ob eine bessere Note das wirklich wert ist?

Was genau verursacht diese Probleme?

Wer sich auf den letzten Metern in der Klausurvorbereitung unsicher fühlt und glaubt, alles, was man sich gerade anliest, fällt im nächsten Moment schon wieder aus dem Kopf heraus, sollte sich vielleicht wirklich einen Spicker machen. Überlegt einfach mal, was Euch genau Probleme macht, was Ihr Euch beim besten Willen einfach nicht merken könnt und schreibt alles auf den Spicker, den Ihr gerne mit in die Klausur nehmen wollen würdet! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieses vorherige Aufschreiben der Dinge, die einem Probleme machen, wirklich noch mal hilft, den Stoff zu verfestigen.

Wenn man die letzten Tage wirklich nur noch mit den Dingen verbringt, die sich nicht festgesetzt haben und man sich die Sicherheit gibt, den Zettel vielleicht doch mit in die Prüfung zu nehmen, geht meistens doch noch ein bisschen mehr in den Kopf als man gedacht hätte. Ob man den Spicker dann letztendlich wirklich mitnehmen möchte, kann man dann ja immer noch spontan entscheiden. Meistens ist das aber wirklich nicht mehr nötig.

Und wichtig! Der Spicker kann nur Lücken auffüllen. Gerade im universitären Kontext reicht es einfach nicht, sich nur einen Zettel fertig zu machen und sich mit dem Stoff selber gar nicht auseinander gesetzt zu haben. Aber auch generell sollte man den Spicker nur als kleine Hilfe und nicht als Allheilmittel betrachten.

Wer sich trotzdem zum Spicken entscheidet, sollte zumindest so clever sein und sich nicht erwischen lassen. Und Lehrer und Dozenten haben schon einiges gesehen, da reichen die normalen Methoden schon lange nicht mehr aus. Vergesst es also, einen Zettel irgendwo zu drapieren, denn der wird Euch knisternd verraten und ausliefern! Auch der Gang zum Klo, wo vielleicht was versteckt ist, wird – je nach Klausur – fast unmöglich, da manchmal sogar eigens Leute dafür als Wachhunde postiert werden. Das Handy könnt Ihr in der Regel auch vergessen, da das schon ein rotes Tuch für alle Prüfer ist.

Auch wenn Ihr gerade nur auf WhatsApp was nachschauen wolltet, wird Euch das in der Klausur keiner glauben und Ihr werdet gleich zum Spicker-König ernannt.

Was vielleicht funktioniert: Ein Tisch, der eh schon vollgekritzelt ist, kurz vor der Klausur noch zu ergänzen mit nützlichen Dingen. Das fällt zwischen den ganzen „A+G“ und „Herr Schmidt macht langweilige Vorlesungen“ gar nicht auf. Da müsst Ihr dann aber auch das Glück haben, genau an dem Tisch auch Eure Klausur schreiben zu dürfen.

Generell würde ich einfach sagen, setzt Euch auf Eure vier Buchstaben und lernt Euch das Hirn aus dem Kopf! Oder besser nicht, aber Ihr wisst, was ich meine. Und wenn dann ein kleiner Teil in die Hose geht, ist das ja nur menschlich. Zu groß wäre mir in den meisten Fällen die Konsequenzen, die so ein kleiner Spicker nach sich ziehen kann. Und zur Not könnt Ihr ja vielleicht immer noch Euren Mitprüflingen über die Schulter schauen und bei ihnen abschreiben – sofern die denn mehr in der Birne haben als Ihr.

Aber auch hier ist Achtung geboten: Den Namen solltet Ihr bei denen nicht abschreiben!

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