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Anhalten, für schön befinden, bleiben: Auf einem Roadtrip ist man (fast) völlig flexibel.

7 Tipps für einen Roadtrip

(K)eine Fahrt ins Blaue

Dreimal war ich mit dem Auto unterwegs – und diese Reisen stehen ganz weit oben bei meinen Reisehighlights. Die Idee, sich einfach ins Auto zu setzen und loszufahren, wird immer populärer. Gerade die Flexibilität ist es, die so wahnsinnig verlockend erscheint. Was Ihr bei einem Roadtrip beachten solltet, verrate ich in diesem Artikel.

1. Den richtigen Reisepartner finden

Mit Eurem Roadtrip-Partner hängt Ihr 24/7 zusammen. Ihr werdet wahrscheinlich keine (richtige) Dusche haben, keine Toilette und bei jeder Temperatur schlaft Ihr im Auto. Ab Tag 3 seht Ihr also evtl. nicht mehr aus wie aus dem Ei gepellt. Teilweise werdet Ihr stundenlang Auto fahren oder abends erscheint die Suche nach einem Schlafplatz aussichtslos.

Gleichzeitig findet Ihr die wunderschönsten Orte, schlaft ganz allein an einem See, werdet vom Sonnenaufgang geweckt, guckt bis spät abends aufs Meer und seid jeden Tag genau dort, wo Ihr sein wollt. Ein Roadtrip ist wunderbar, aber nur dann, wenn Ihr den richtigen Partner an Eurer Seite habt. Ich war zweimal mit meinem Freund unterwegs und einmal mit meiner Schwester und beides hat super gut geklappt und war wunderschön. Allerdings hätten meine Schwester und ich keine Autopanne haben dürfen – es ist also sinnvoll, wenn Ihr unterschiedliche Stärken habt.

2. Prüfen, ob das Auto wirklich geeignet ist

Ehrlich gesagt ist das nicht der Part, den ich übernommen habe, deshalb übernehme ich keine Verantwortung dafür, dass dieser Punkt vollständig ausgeführt wird.

Theoretisch ist ein Roadtrip mit jedem Auto möglich, ich finde es entspannt, wenn man im Auto schlafen kann, nicht im Zelt. Mein Freund und ich waren mit einem T5 mit eingebautem Bett und einer Mini-Küche unterwegs, das war super entspannt. Mit meiner Schwester habe ich einfach eine Matratze ins Auto gelegt, nachdem die Sitze ausgebaut waren. Die Version ist etwas unordentlicher, funktioniert aber auch. Vor dem Start sollte das Auto durchgecheckt werden, ein Ölwechsel sollte evtl. stattfinden, die Reifen sollten überprüft und ein Ersatzrad sollte eingepackt werden. Auch eine Grundausstattung an Werkzeug sollte vorhanden sein. Außerdem ist die Mitgliedschaft beim ADAC für junge Mitglieder sehr günstig und man hat im Falle des Falles einen Ansprechpartner.

3. Was bei der Reise nicht fehlen sollte…

Diese Kategorie ist nach oben endlos offen. Mein Freund hat auf sein Auto eine Dachterrasse gebaut – für mich das absolute Highlight – sicherlich aber kein Muss. Besonders wichtig ist ein Wassertank fürs Waschen, Zähneputzen, Kochen und Spülen (kann an Tankstellen aufgefüllt werden). Auch ein Gaskocher mit Reservegasflaschen sollte vorhanden sein – es sei denn, man will ständig essen gehen. Eine Kühlbox ist sehr nützlich, da man fast immer irgendwas dabeihat, was gekühlt werden muss.

4. Die Kosten richtig kalkulieren

Da man bei einem Roadtrip keine Unterkunft benötigt, neigt man schnell dazu, die Kosten zu unterschätzen. Ich rate dazu, vor dem Start die ungefähre Kilometerzahl abzuschätzen und die Kosten für den Sprit zu berechnen. Sofern man Richtung Süden fährt, kommt die Maut hinzu, die ich beim ersten Roadtrip absolut unterschätzt habe. Für das Essen zahlt man wenig, wenn man spartanisch selber kocht – Essengehen ist je nach Land auf Dauer teuer.

5. Informationen über die Gegend einholen

Was heißt eigentlich Diesel auf Französisch? Darf ich hier wild campen? Was passiert, wenn ich eine Stelle auswähle, die verboten ist und ich erwischt werde? Ihr merkt schon, ein bisschen googlen, bevor Ihr startet, kann hilfreich sein. In Frankreich und Spanien ist wildes Campen zwar theoretisch nicht erlaubt, es wird jedoch außerhalb der Hauptsaison toleriert. In Dänemark hingegen ist es schwieriger, einen Schlafplatz zu finden, da Campen an vielen Stellen ausdrücklich untersagt ist. Andere sind dafür dann aber wieder offiziell ausgewiesen. Notfalls bleibt aber auch immer noch der Campingplatz.

6. Und was gibt es eigentlich zu essen?

Wenn ich an Roadtrips denke, dann denke ich an Knack-&-Back-Buttermilchbrötchen, die als Stockbrot über dem Campingkocher geröstet werden. Luxuriös kochen wird schwierig, aber wer geschickt einkauft, kann sich gut versorgen. Wir haben jeden Morgen mit einer kleinen italienischen Espressomaschine Kaffee auf dem Campingkocher gekocht und hatten Müsli und Milch dabei. Haferflocken sind super, weil sie haltbar sind und sättigen, für abends bieten sich Nudeln oder Couscous und Pesto an. Den Rest kann man gerade im Süden super gut und günstig auf Märkten dazukaufen.

7. Flexibel, spontan und organisiert sein

Wer völlig ohne Plan losfährt, wird vermutlich viele tolle Ecken nicht sehen. Wer völlig durchgetaktet ist, dem fehlt der Blick nach rechts und links und er nimmt sich die Flexibilität des Roadtrips selber. Mein Tipp: Einigt Euch auf eine Ecke und bei zehn Tagen auf vier bis fünf Orte. Dann könnt Ihr mal länger bleiben, wenn Euch danach ist, oder Ihr schiebt spontan noch einen Zwischenstopp ein. Mein letzter Tipp ist: Probiert es aus! Es ist eine wunderbare Erfahrung.

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