Reisetipps

Auch im Winter ist London eine Reise wert

  • vonCharlotte Uphues
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In den kalten Monaten lassen sich Metropolen viel entspannter entdecken, findet Charlotte. Zum Beispiel Englands Hauptstadt.

Im Winter sehnen sich viele nach Sonne und warmen Temperaturen, doch leider ist ein Urlaub auf der anderen Seite der Erde mit hohen Kosten verbunden. Wer trotzdem für ein paar Tage raus aus der Heimat möchte, der sollte sich an einem Städtetrip versuchen. Hier sind die Temperaturen zweitrangig, und selbst wenn es regnet, kann man seine Zeit sinnvoll in Museen oder anderen Sehenswürdigkeiten verbringen. Denn ein großer Vorteil von Städtetrips im Winter ist, dass Ihr auch an beliebten Zielen deutlich weniger Gleichgesinnte treffen werdet als im Sommer. Insbesondere im Dezember habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Leute entweder keine Zeit für Urlaub haben oder andere, winterlichere Ziele bevorzugen. 

Ich selbst besuchte zu der Zeit mit meiner Freundin Lina für vier Tage London und kann die Stadt an der Themse nur empfehlen. Wir sind von Mittwoch bis Samstag unterwegs gewesen, direkt vor Weihnachten, mit dem Gedanken, dass gerade dann wohl für viele ein Urlaub zu stressig wäre und die Stadt nicht von Touristen überschwemmt wird. Wir sind mittwochs schon sehr früh morgens angekommen, sodass wir die Koffer schon mal im Hotel abgeben konnten und direkt loslegten, die Stadt zu erkunden. Um die Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen zu können, hatten wir uns vorher schon einen groben Plan gemacht, was wir wann besuchen wollen und alles, was möglich war, schon vorher zu Hause gebucht. Zugegeben, die erste Fahrt mit der U-Bahn ist noch schiefgegangen, aber spätestens am dritten Tag brauchten wir das Handy mit dem Plan nicht mehr, weil man sich die Linien und Stationen wirklich schnell merken kann. 

Schöne Begegnung mit zutraulichen Tieren

Unser erster Abstecher ging dann in den St. James’s Park und zum Buckingham Palace. Nach einer etwas überraschenden Begegnung mit den Eichhörnchen im Park, die doch zutraulicher waren, als wir dachten und auch keine Scheu besaßen, an unseren Beinen hochzuklettern, schauten wir uns den Wachwechsel an, der wirklich sehr pompös aufgezogen wird. Es ist kein Muss einer Londonreise, aber sehr sehenswert, wenn man den Buckingham Palace sowieso besuchen möchte. Auch das London Eye und St. Paul’s Cathedral besuchten wir direkt zu Anfang. Der Eintrittspreis für die Kathedrale ist zwar unserer Meinung nach etwas überteuert, aber es lohnt sich trotzdem, und der Ausblick ist wirklich sehr gut. Zwischendurch haben wir uns den Tag damit vertrieben, an der Themse entlangzulaufen, die kleinen Ansammlungen von Weihnachtsmärkten zu betrachten und an der einen oder anderen bekannten Attraktion vorbeizugehen, wie dem Globe Theatre. Eine absolute Empfehlung ist der Tower of London mit der Tower Bridge, die wir uns am nächsten Tag anschauten. Eine Besichtigung der Brücke von oben ist nicht unbedingt notwendig, in den Tower solltet Ihr aber wirklich reingehen. Ebenso nach Westminster Abbey. Diese Kirche ist einfach nur gigantisch. 

Temple hingegen fanden wir beide nicht so eindrucksvoll, das solltet Ihr also nur machen, wenn Ihr Zeit habt und es auf Eurem Weg liegt. Einen Tag haben wir dann noch den Museen gewidmet, die auch alle kostenlos sind. Hierbei haben wir uns für die National Gallery, das British Museum und das National History Museum entschieden. Besonders die letzten beiden solltet Ihr wirklich einplanen. Beide bestechen schon durch eine unglaubliche eindrucksvolle Architektur und sind so groß, dass auch für jeden eine Abteilung dabei sein wird, die ihn begeistert. Für den letzten Tag haben wir uns noch für den Kensington Palace entschieden. Dieser war zwar auch sehr nett, ist aber kein unbedingtes Ziel. Wir haben unseren Besuch dort mit dem Hyde Park kombiniert und sind noch zwei Stunden durch die riesige Anlage gelaufen, die auch im Winter mit ihrem Charme bestechen konnte und einen wundervollen Kontrast zum restlichen London bietet. (Charlotte Uphues)

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