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Im Nationalpark Cabo de Gata hat Anna ihren Tag mit einer ausgiebigen Yoga-Session begonnen.

Reisetipps für den nächsten Urlaub

What to do in Andalusien

Aktuell dürfen wir zwar nicht verreisen, aber der nächste Urlaub wird irgendwann kommen. Vielleicht soll er ja nach Andalusien gehen. Dafür hat Anna einige Tipps parat.

  • Kurz bevor die Corona-Krise in Europa richtig losging, hat Anna einen Roadtrip nach Andalusien gemacht
  • Sie gibt Tipps für eine Reise in den spanischen Süden und kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus

Unser Andalusien-Roadtrip war eine meiner schönsten Reisen bisher, das Ende allerdings abrupt, beängstigend und anstrengend. Während wir in Andalusien im März zunächst fast nichts von Corona spürten, mussten wir von einem Tag auf den anderen plötzlich 2 400 km in 48 Stunden zurücklegen, um vor den Ausgangssperren in Spanien und Frankreich doch noch Deutschland zu erreichen. 

Hier hat mich dann alles etwas überrollt, sodass ich keine Ruhe gefunden habe, über unsere Zeit in Südspanien zu schreiben. Umso mehr freue ich mich jetzt, noch einmal in diese zwei wunderbaren Wochen einzutauchen: weiße Dörfer, Tapas, endlose Strände und wunderschöne Städte. Obwohl wir unser Ziel hauptsächlich vom Klimadiagramm abhängig gemacht haben, hätte es uns nicht schöner treffen können. Wir hatten fast immer um die 20 Grad und die – im Sommer überlaufenden – Städte waren noch gemütlich leer. Obwohl es offiziell verboten ist, wurde sogar das Wildcampen toleriert. 

Unser erstes andalusisches Ziel: San José am Nationalpark Cabo de Gata im Südosten Spaniens. Der Ort ist im Sommer wohl ziemlich voll, im März fanden wir es noch richtig schön und gemütlich, in den kleinen Bars am Wasser etwas trinken zu gehen. Geschlafen haben wir direkt im Nationalpark. Die Straßen dort hin sind zwar abenteuerlich, aber es lohnt sich! Grillen und Frühstücken mit Blick aufs Meer, Morgenschwimmen in der blauen Bucht und Yoga am Strand. Wir wären gerne noch länger geblieben, wollten aber noch so viel sehen. 

Auf unserem Weg in Richtung Granada haben wir einen Stopp in Desierto de Tabernas, Europas einziger Wüste gemacht. Hier wurde zum Beispiel „Der Schuh des Manitu“ gedreht. Geschlafen haben wir an diesem Abend in einem der Alpujarras. Das sind Dörfer in den Ausläufern der Sierra Nevadas. Die Alpujarras entstanden als arabische Siedlungsgebiete, nachdem Granada von den Katholiken eingenommen wurde. Heute leben viele Aussteiger in den weißen Bergdörfern. 

Szene-Café voller einheimischer Senioren 

In Órgiva haben wir in einem – bei spanischen Opis offensichtlich wahnsinnig beliebten – kultigen Café gefrühstückt. Hier hat man vom andalusischen Tourismus noch gar nichts gespürt. Granada war nicht nur wegen der Alhambra ein absolutes Highlight unserer Reise. Die maurische Architektur ist wunderschön und der marokkanische Einfluss allgegenwärtig. In kleinen Gassen findet man Seidenmärkte und Gewürzhandel. Besonders beeindruckend fand ich den Blick auf die Alhambra, weil man auf der rechten Seite das Meer, auf der linken die weißen Gipfel der Sierra Nevada sehen kann. 

Von Granada aus sind wir über Ronda (beeindruckende Brücke über einer Schlucht) bis Tarifa gefahren. Die Altstadt war wahnsinnig süß und die Strände endlos weit und schön. Trotzdem haben wir uns hier durch die extreme Polizeipräsenz etwas unwohler gefühlt. Ob diese am Fährverkehr zwischen Tarifa und Marokko lag oder schon mit der Coronakrise zu tun hatte, wissen wir nicht. Wildcampen ging hier aber trotzdem. 

Mein Tarifa-Highlight war definitiv der Blick rüber nach Afrika. In Tarifa erreichten uns dann langsam schon die ersten Corona-Nachrichten, deshalb endet der Artikel an dieser Stelle auch leider so abrupt wie unsere Reise. Diese mussten wir während unseres Stopps in Tarifa unverzüglich beenden. (Anna Feldmann)

Für noch mehr Reise-Feeling kommt Ihr hier zu unseren letzten Artikeln unserer Auslandsreihe "Around the World": Kristina ist in Australien unterwegs und Jana lebt als Freiwillige einige Zeit in Litauen

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