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Im „Höllenkessel“ Caldeirão do Inferno warten wunderschöne Wasserfälle auf die Wander-Begeisterten unter Euch.

Reisetipps von Scenario

What to do on Madeira

  • vonInes Kirchner
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So langsam kann die Urlaubsplanung wieder beginnen. Passend dazu, hat Ines einige Tipps für Euch, wenn es zur portugiesischen Insel Madeira gehen soll.

Jetzt, wo man trotz Corona wieder ans Reisen denken kann, suchen viele nach einem passenden Ziel für den Herbst. Wie wäre es mit Madeira? Madeira ist eine Insel im Atlantischen Ozean, deren Besuch Euch nachhaltig in Erinnerung bleiben wird: Madeira bietet malerische Wanderwege auf überschaubarem Raum und genug Abwechslung für bis zu 14 Tage Aufenthalt. 

Aufgrund der Winde und Höhendifferenzen von bis zu 1.900 Metern gibt es deutliche Wetterunterschiede zwischen dem Norden und Süden Madeiras. Im Norden der Insel regnet es häufig und Wind aus Portugal verursacht hohe Wellen an der Küste, der Süden ist dagegen subtropisch warm. Ich habe Euch meine Tipps für einen schönen Urlaub auf der portugiesischen Insel einmal zusammengestellt.

Anreise & Unterkunft: 

Mit dem Flugzeug erreicht man Madeira in ca. 4 Stunden. Gelandet wird am „Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo“, benannt nach Madeiras bekanntestem Bürger. In Madeira gibt es sowohl klassische Hotelketten als auch Ferienwohnungen, in Funchal sogar Hostels. Macht Eure Buchung am besten von der Lage abhängig: Was erwartet Ihr von Eurem Aufenthalt? 

Welche Sehenswürdigkeiten wollt Ihr besuchen, welche Wanderwege gehen? Auch wenn die Insel nicht groß ist, bietet es sich aufgrund des Hochgebirges in der Mitte an, mindestens zwei verschiedene Apartments zu buchen, z.B. in Santana und in Calheta, um nicht immer wieder die gleiche Strecke fahren zu müssen. Apropos fahren: Einen Mietwagen kann ich definitiv empfehlen, es sei denn, Ihr wollt das öffentliche Bus-System auf Herz und Nieren prüfen.

Wandern: 

Madeira ist als Wanderparadies mit tollen Ausblicken und vielfältiger Flora und Fauna bekannt. Viele Wege führen entlang sogenannter Levadas, d.h. schmale Kanäle, die Wasser aus dem regenreicheren Norden zu Plantagen und Gärten im Süden lotsen. Auf der Madeira-Website sind alle „Pequenas Rotas“ (PR, „kleinere Routen“) dokumentiert und Karten stehen zum kostenlosen Download bereit. Checkt die Website unbedingt nicht nur zur Planung, sondern auch kurz vor der Wanderung – es wird fleißig dokumentiert, wenn Wege geschlossen sind oder nur mit Einschränkung betreten werden können. Da einen die Auswahl der Wanderwege bei einem Erstbesuch der Insel fast überwältig, habe ich ein paar für Euch zusammengefasst. 

PR 1: Vereda do Pico do Areeiro (Santana) Die insgesamt 13 Kilometer lange Strecke im Hochgebirge ist zwar anstrengend, bietet gleichzeitig aber traumhafte Panorama-Aussichten und ist damit ein Muss für Euren Madeira-Urlaub. Das Wetter muss allerdings mitspielen, Nebel versperrt einem oft die Sicht. Mein Tipp: Jeden Vorabend die Vorhersage prüfen und sobald das Wetter vielversprechend aussieht, zu Sonnenaufgang hoch in die Berge. 

Dank Webcam lässt sich die Wettersituation in Echtzeit checken, sodass Ihr bei schlechten Aussichten zurück ins Bett könnt. Wir haben die Tour leider erst an den letzten Tagen in Angriff genommen und am Pico do Areeiro erwarteten uns gleich zweimal Regen, Nebel und Starkwind, sodass wir die Tour leider bei gut 2/3 abbrechen mussten. 

PR 9: Levada do Caldeirão Verde (Santana): Ausgehend vom beschaulichen Queimadas-Parkplatz mit den traditionellen Santana-Häusern folgt eine der schönsten Levada-Wanderungen, die sich allerdings nur lohnt, wenn man nach der (nicht betretbaren) Lagune Caldeirão Verde noch weiter zum „Höllenkessel“ Caldeirão do Inferno geht. Dieser Teil des Weges ist nämlich deutlich abwechslungsreicher: viele Tunnel, Treppen, Höhenunterschiede, Wasserfälle und natürlich der Kessel selbst. Wir sind kurz vor 9 Uhr losgegangen und waren damit den meisten Wanderern voraus. 

PR 13: Vereda do Fanal (Porto Moniz): Der Wanderweg beginnt auf der Hochebene Paul da Serra und endet am Forstgebäude in Fanal. Die Strecke verläuft damit durch den Lorbeerwald, im Volksmund gern auch als „Mystischer Feenwald“ bezeichnet. Wir waren auch hier nicht mit gutem Wetter gesegnet (würde daher nicht widersprechen, dass November nicht mehr ideal für den Madeira-Besuch ist) und sind nur Teile des Weges gegangen. Diese waren aber schon toll – daher ein weiterer Punkt für deine und meine Madeira-To-Do-List.

Aussichtspunkte:

Wenn die müden Füße nicht mehr können, bietet sich eine Tour zu den Aussichtspunkten im Süden der Insel an. Der bekannteste Punkt ist sicher Cabo Girão, eine der höchsten Steilklippen Europas, mit einer Glasplattform 580 Meter über den Atlantik. Ganz in der Nähe befindet sich die Landzunge Faja dos Padres, die man in der Hauptsaison mittels „Cable Car“ (Seilbahn) erreicht. Mein Favorit war aber der „Miradouro de São Sebastião“, ein Aussichtspunkt am Ribeira Brava. Perfekt für den Sonnenuntergang.

Was Ihr darüber hinaus in der Hauptstadt machen könnt: 

• Die Stadt von oben betrachten: entweder von der Dachterrasse des Madeira Story Centre (kostenlos!) oder in der Seilbahn vom Berg Monte • An der Meerespromenade entlang flanieren

• Auf der Suche nach Graffiti durch die Stadt streifen (z.B. Rua de Santa Maria, Parkhaus Silo do Campo da Barca) 

• Durch die verschiedenen Gärten strawanzen, in denen Madeira dem Image der Blumeninsel so richtig gerecht wird (Monte Palace Tropical Garden, Madeira Botanical Garden, Palheiro Gardens) 

• Dem vielleicht besten Fußballer Tribut zollen – im CR 7 Museum 

• Einen Kurzausflug zum Curral das Freias unternehmen, dem „Nonnental“. Auf dem „Eira do Serrado Viewpoint“ kann man das verschlafene Örtchen in Ruhe von oben betrachten.

Der Norden: 

Der Norden der Insel ist vor allen Dingen durch seine natürlichen Felsbadebecken in Porto Moniz bekannt. Bei gutem Wetter könnt Ihr dort sowie auch in Seixal im Atlantik schwimmen gehen. Ich fand die Pools in Seixal einen Tick malerischer – das mag im Sommer aber anders wirken. Wenn Ihr sowieso in der Ecke seid, lohnt sich zudem ein Abstecher zur Ilheus da Ribeira da Janela – die drei Felsklippen geben ein gutes Bild ab – und zum Praia do Porto do Seixal – schwarze Strände sieht man ja nicht so häufig und die Ecke ist generell ziemlich pittoresk.

Auch Bella hat einen Reisetipp für Euch: Sie war im letzten Jahr vier Wochen in Irland unterwegs und hat ihre Highlights einmal zusammengefasst. 

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