Andre Schürrle

BVB-Leihgabe hofft in Fulham auf Ruhe und Frieden

Dortmund - Andre Schürrle gibt in Duisburg sein Debüt für den FC Fulham. Spannender als das sportliche Ergebnis ist aber das, was die BVB-Leihgabe anschließend im Interview verrät.

Am Samstag durfte Andre Schürrle das erste Mal für seinen neuen Klub auflaufen. Er schoss sogar ein Tor. Beim Finale des Traditionsturniers in Duisburg traf er im Elfmeterschießen vom Punkt für den FC Fulham. Am Ende stand trotzdem eine Niederlage gegen den AC Florenz. 8:9. Schürrles neuer Teamkollege Steven Sessegnon verschoss den entscheidenden Strafstoß.

"Fulham hat sich sehr um mich bemüht"

Spannender als das sportliche Ergebnis war das, was Schürrle nach dem Spiel ins Sky-Mikrofon sprach. Einen "Tapetenwechsel" habe er gewollt, sagte der Weltmeister von 2014. "Ich wollte raus aus Deutschland und ein bisschen mehr Ruhe und Frieden für mich und meine Familie. Deswegen wollte ich einfach was Neues machen." Die Entscheidung zugunsten des Premier-League-Aufsteigers sei ihm nach eigener Aussage leicht gefallen: "Fulham hat sich sehr um mich bemüht, ich habe eine große Wertschätzung gefühlt. Das tut mir gut."

Wer wollte, konnte da einen Wink in Richtung Borussia Dortmund hineininterpretieren. Denn Wertschätzung ist Schürrle in den zwei zurückliegenden Jahren in Dortmund nicht unbedingt mit der Schubkarre entgegengebracht worden. Der 30-Millionen-Euro-Rekordeinkauf und der BVB, das passte eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich zusammen.

Teures Missverständnis

Eine kurze Phase gab es, zu Beginn der vergangenen Rückrunde unter Peter Stöger, da passte es ein bisschen besser. Ansonsten aber sorgten zu viele Verletzungen und oft auch zu schwankende Leistungen dafür, dass die "Schüüüü-Rufe" von der Tribüne eher hämisch als anfeuernd daherkamen. Dass der BVB ihm zu Beginn der USA-Reise mitteilte, nicht mehr mit ihm zu planen, er sich einen neuen Klub suchen dürfe und ihn vorzeitig zurück nach Deutschland schickte, entkräftete den Eindruck eines ziemlich großen und teuren Missverständnisses keineswegs.

Nun also England. Der nächste Neuanfang nach Wolfsburg und Dortmund. Für zwei Jahre hat der FC Fulham Schürrle vom BVB ausgeliehen. "Ich will Spielfreude haben und Gas geben. Dann kann es eine gute Sache werden", erklärte Schürrle am Samstag. Und dann sagte der 27-Jährige, angesprochen auf seine Karriere in der Nationalmannschaft: "Ich muss erstmal an mir arbeiten, versuchen wieder glücklich zu sein und mein Spiel zu bringen. Dann kommt alles von alleine."

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