Autogrammstunde für Borussini

Sebastian Rode hofft auf baldige Rückkehr beim BVB

DORTMUND - Er läuft wieder, und er hat fast keine Schmerzen mehr. Für viele mag das eine Bagatelle sein, für Sebastian Rode bedeutet jede der Runden, die er seit einer Woche in Joggingschuhen auf dem Rasen abspult, einen Meilenstein auf seinem Weg zum Comeback. Bei der Vorstellung des neuen BVB-Magazins "Borussini" erfüllt er alle Autogrammwünsche. Im März möchte er wieder Fußball spielen.

"Seit diesem Jahr geht es mir endlich deutlich besser", sagt der 27-Jährige, der sich seit einem halben Jahr mit einer komplizierten Stressreaktion des Knochens am Schambein herumplagt. "Diese Verletzung jetzt war leider eine sehr langwierige Geschichte."

Behutsam das Pensum steigern

"War", sagt er. Denn wenn der Körper mitspielt, dann steht der Fahrplan für die kommenden Wochen. Behutsam das Pensum steigern, mal wieder in Fußballschuhen laufen, das Training mit dem Ball aufnehmen. "Im März", hofft Rode, könne er hoffentlich wieder voll einsteigen und zur Mannschaft stoßen.

Dann könnte eine lange Leidenszeit endlich zu Ende gehen. Als einen Kämpfer für das Mittelfeld hatte der BVB im Sommer 2016 Sebastian Rode verpflichtet. Kämpfen musste der 27-Jährige seitdem viel zu sehr mit Verletzungen und gesundheitlichen Problemen. Nacheinander setzten ihn eine Blinddarm-Entzündung, eine Leistenoperation, ein Muskelbündel- und ein Muskelfaserriss sowie seit Sommer die Stressreaktion des Knochens am Schambein außer Gefecht. So viel Pech am Stück ist selten. Dass er nicht spielen, seiner Mannschaft nicht helfen kann, das ärgert ihn selbst am meisten.

56 Minuten in 2017

Zwölf Millionen Ablöse zahlte der BVB für ihn an den FC Bayern München, mit Leistung zurückzahlen konnte Rode (Vertrag bis 2020) bislang nicht viel davon. In der Bundesliga stand er in eineinhalb Jahren lediglich fünfmal in der Startelf und wurde neunmal eingewechselt. Im gesamten Jahr 2017 reichte es vor allem aus Verletzungsgründen nur zu 56 Minuten auf dem grünen Rasen, plus eine Hälfte im Supercup am 5. August. Seinem bis dato letzten Einsatz.

Vor allem die Schambein-Verletzung kostete Zeit und Nerven. Die Ursache und ihre Symptome lassen sich schwer direkt behandeln, man muss auf Ruhe und Erholung setzen für die Besserung. Das wiederum gehört zu den schwierigsten Übungen, wenn es als Leistungssportler kaum gelingt, die Füße still zu halten.

Positive Anzeichen

Nun gibt es positive Anzeichen für eine Rückkehr zum Fußball. Seit dem 12. Januar absolviert Rode nach wochenlangem Herantasten und einer Unzahl an Gymnastik sowie Athletik-Übungen zur Stabilisierung des Körpers wieder Lauftraining. Er hat in dieser Zeit wenig unversucht gelassen. Zuletzt hat er noch seine Ernährung weitgreifend umgestellt in der Hoffnung, so die letzten Funken der Entzündung in seinem Körper endgültig zu löschen. #comebacksoon schreibt der digital sehr umtriebige Rode unter seine Posts bei Twitter, Instagram oder Facebook. Erwill zurückkommen. Es könnte bald so weit sein.

Für die Dortmunder Borussia, deren Fan er seit Kindheitstagen ist, nimmt Rode viele Termine wahr. Einen netteren, höflicheren Repräsentanten kann sich der Klub kaum wünschen. Rode ist immer freundlich, meistens fröhlich, er gehört zu den unkomplizierten Profis.

Als Kind gerne gelesen

Mit Freude signierte er am Dienstagmittag die ersten Ausgaben von "Borussini", dem Kindermagazin, das die Ruhr Nachrichten und Borussia Dortmund herausgeben. "Spannend, interaktiv, man kann auch noch etwas lernen", sagte Rode. Als Kind hätte er so etwas gerne gelesen. Verläuft die Reha positiv, könnte er einen der nächsten Tricks des Monats für das Magazin beisteuern.

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