Axel Witsel

Routinier verleiht dem BVB eine ganz neue Qualität

Bad Ragaz - Für den BVB ist das positive Ende des zähen Verhandlungspokers um Axel Witsel ein Erfolg auf ganzer Linie. Der 29-Jährige wird Dortmund eine neue Qualität verleihen. Unser Kommentar.

Die schmerzhafte 3:4-Niederlage beim FC Liverpool im Viertelfinale der Europa League vor mittlerweile mehr als zwei Jahren gilt quasi als die "Geburtsstunde" der Einsicht, dass im Kader der Dortmunder Borussia Spielertypen fehlen, die Präsenz zeigen, wenn ein Spiel auf des Messers Schneide steht. Die die Mannschaft durch eine Krise führen können, wie sie die Borussia in Liverpool in den zweiten 45 Minuten erwischte, als der BVB eine Führung und das sichere Weiterkommen verspielte. Da vermisste man diese Typen. Die durch ihre Art, andere mitzuziehen und das Spiel an sich zu reißen, das schlingernde Schiff wieder auf Kurs bringen können.

Neues Gesicht in der Schaltzentrale

Borussia Dortmunds Fahndung nach solchen Spielertypen ist nun, wo die Wunden der Niederlage gegen den Ex-Trainer Jürgen Klopp einigermaßen vernarbt sind, von Erfolg gekrönt. Erst Thomas Delaney, nun Axel Witsel: In der defensiven Schaltzentrale gibt sich der BVB zur neuen Saison ein komplett neues Gesicht, den angekündigten Umbau und die Umstrukturierung hat das Führungs-Quartett um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und die neu hinzugekommenen Sebastian Kehl und Matthias Sammer nirgendwo so konsequent vollzogen wie in diesem strategisch wichtigen Segment.

Das positive Ende eines zähen Verhandlungspokers ist für die Borussia und ihre leitenden Angestellten ein Erfolg auf ganzer Linie. Witsel wird dieser Mannschaft eine Qualität geben, die im Kader noch gefehlt hat, er ist das Puzzlestück, um dieser Mannschaft zu noch mehr Tiefe und Reife zu verhelfen.

Witsel stellt sich der Herausforderung

Während fast ausschließlich über die Stürmersuche und die Schwierigkeiten, in diesem Bereich den passenden Mann zu finden, diskutiert wurde, bastelte der Verein im Hintergrund nahezu unbemerkt an diesem Transfer. Auf dem Zettel hatte man den Belgier schon lange - die Gelegenheit aber tat sich erst jetzt auf. Dortmund griff beherzt zu.

Witsel kommt mit einer Menge Vorschusslorbeeren. In Belgien gilt er als Gehirn der Nationalmannschaft, die bei der WM Dritter wurde. Nun, im Alter von schon 29 Jahren, muss er beweisen, dass er auch im Vereinsfußball auf höchstem Niveau agieren kann. Nicht in Portugal oder Russland, schon gar nicht in China wurde ihm alles abverlangt. Beachtlich, dass sich der Belgier nun dieser Herausforderung stellt. Alle Blicke werden ab sofort auf ihn gerichtet sein.

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