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Die Szene des Hinspiels: Sebastian Kehl (r.) tröstet Christoph Kramer nach seinem 45-Meter-Eigentor.

Borussen-Duell in Mönchengladbach

BVB will den Pokal-Schwung mitnehmen

DORTMUND - Auf die gnädige Mithilfe von Christoph Kramer können die Dortmunder Borussen heute (15.30 Uhr) nicht zählen. Gladbachs Weltmeister, im Hinspiel Schütze des sagenhaften 45-Meter-Eigentores, ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Der BVB muss es also selbst richten.

In dieser Aussage steckte auch ein Anflug der guten Laune, die sich bei den Borussen nach dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals breit gemacht hat. Der Sieg gegen Hoffenheim „hat uns gut getan“, meinte Klopp.

Schwankende Saisonleistungen

Wie viel Auftrieb dieses seltener gewordene Erfolgserlebnis tatsächlich gibt, darüber waren sich die Schwarzgelben aber noch nicht ganz einig. Ex-Kapitän Sebastian Kehl riet mit Blick auf die schwankenden Saisonleistungen grundsätzlich davon ab, „von irgendetwas zu träumen“. Und Jakub Blaszczykowski erklärte, befragt nach einem Schwung für den Rest der Saison. „So weit würde ich noch nicht gehen.“

Sie sind vorsichtig geworden im schwarzgelben Lager. Zu oft wähnte sich der BVB in dieser Saison bereits auf dem aufsteigenden Ast. Wie nach dem Derby-Sieg oder eben dem hart erkämpften 1:0 gegen den Namensvetter vom Niederrhein im Herbst. Hält jetzt mehr als ein Hauch von Frühling Einzug?

Entscheidende Phase

„In dieser Phase entscheidet sich die Saison“, sagt Klopp. „Wir werden alles mitnehmen, was geht.“ Selbstredend schielen die Borussen unentwegt auf Rang sieben, der mit der Eintrittskarte in die Europa League verbunden ist und in der Endabrechnung eine totale Blamage verhindern würde. „Ständig neue Zielformulierungen“, sagt Klopp jedoch zurecht, „helfen dabei aber nicht weiter.“

Punkte schon eher. Die werden beim Ligadritten im Borussia-Park nur schwer zu holen sein. Obwohl die Elf von Lucien Favre nach dem überraschenden Pokal-Aus in Bielefeld ins Grübeln gekommen sein könnte. Der BVB legt es auf eine Doppel-Strategie an. Teil eins: „Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen, sonst entwickeln sie brutale Torgefahr“, sagt Klopp.

Flexibles Offensivspiel

Teil zwei dürfte ein flexibler angelegtes Offensivspiel seiner Elf sein. Mit mehr Druck über den rechten und den linken Flügel, um die schwächelnden Zentrums-Mitglieder zu entlasten. Zum Personal: Mats Hummels hat seine Oberschenkel-Probleme überwunden, Marco Reus (Adduktoren) noch nicht. Auch Sven Bender und Erik Durm müssen wegen Nachwehen aus dem DFB-Pokalspiel wohl passen.

Und noch eine Statistik, die der gewachsenen Zahl der BVB-Skeptiker Mut machen könnte: Vier der fünf Saisonniederlagen kassierte die Fohlen-Elf, wenn der derzeit verletzte Abwehrchef und Kapitän Martin Stranzl (Ödem am Knie) fehlte. Ausnahme: das Hinspiel in Dortmund.

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