Borussia Dortmtund

Favre steht vor der Partie in Stuttgart vor einem Personalpuzzle - besonders in der Abwehr

Lucien Favre steht vor dem Spiel des BVB beim VfB Stuttgart vor einem Personalpuzzle. Vor allem in der Defensive muss der BVB-Trainer Lösungen finden.

Neun Spieler von Borussia Dortmund sind angeschlagen. Die Trainingsgruppe in der Länderspielpause war bei Borussia Dortmund nicht nur wegen der Abstellungen für diverse Nationalmannschaften sehr überschaubar. Besonders kompliziert stellt sich die Situation für Lucien Favre in der Defensive dar.

Luxusproblem im Mittelfeld, "aber nicht in der Abwehr"

Der BVB-Trainer sagte am Donnerstagmittag auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr, live auf Sky), dass er zwar ein Luxusproblem im Mittelfeld habe, "aber nicht in der Abwehr". Denn in Marcel Schmelzer (Knieprobleme) und Manuel Akanji (Belastungsreaktion der Hüfte) fallen zwei von vier Stammkräften in der Viererkette sicher aus.

Achraf Hakimi reiste mit der Nationalmannschaft Marokkos bis auf die Komoren, Lukasz Piszczek sowie Raphael Guerreiro klagten unter der Woche über muskuläre Probleme und Ömer Toprak sammelte beim Testspiel in Aachen am Montagabend nach überstandenem Muskelfaserriss seine ersten 60 Minuten nach langer Verletzungspause.

Viele Fragen, noch keine Antwort

Für Favre stellen sich daher gleich mehrere Fragen. Zieht er Abdou Diallo, zuletzt Backup für Schmelzer hinten links, wieder zurück in die Innenverteidigung, um Akanjis Ausfall zu kompensieren? Lässt er Hakimi - wie in der marokkanischen Nationalelf - links verteidigen? Schenkt er Toprak direkt wieder das Vertrauen von Beginn an? Ist vielleicht sogar erstmals in dieser Saison eine Dreierkette eine Option? Viele Fragen, auf die der Schweizer am Donnerstag noch keine Antworten zu geben wusste - zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

Und für Favre, bekanntlich detailversessen, ergibt sich noch ein anderes Problem. Zöge der 60-Jährige Diallo zurück ins Zentrum neben Dan-Axel Zagadou, spielten zwei Spieler mit starken linken Fuß in der BVB-Innenverteidigung, was vor allem bei eigenem Ballbesitz in der Spieleröffnung für Unbehagen beim BVB-Trainer sorgt. Zwei Tage bleiben Favre Zeit, um den richtigen Plan auszuarbeiten - und ein gutes Gefühl zu entwickeln.

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