Borussia Dortmund

Andre Schürrle hat keine Zukunft in Dortmund - und sucht mit dem BVB nach einer Lösung

Andre Schürrle kehrt zum 1. Juli nach Dortmund zurück - hat sportlich aber keine Zukunft beim BVB. Beide Parteien suchen nach einer schnellen Lösung. Doch die Zeit spielt gegen sie.

Nach dem Ende der unbefriedigenden Leihe zum FC Fulham steht André Schürrle vor einer ungewissen Zukunft. Sein BVB-Vertrag läuft bis 2021, eine Zukunft aber hat er in Dortmund nicht. Beide Seiten streben eine Lösung noch vor dem Trainingsstart an.

Erhoffter Neuanfang endet für Schürrle vorzeitig

Der finale Vorhang fiel ohne André Schürrle: Beim 0:4 zum Saisonkehraus gegen Newcastle stand der 28-jährige Weltmeister nicht im Kader, der Abstieg aus der Premier League stand freilich schon Wochen vor dem tristen Ende fest. Für Schürrle, der sich in der Hinrunde beim Klub aus dem Westen Londons noch zum Stammpersonal zählen durfte, endete der erhoffte Neuanfang damit vorzeitig. Denn die zweijährige Leihe, die im August 2018 vereinbart worden war, war an der Erstliga-Zugehörigkeit der "Cottagers" gebunden.

Für Schürrle war es unterm Strich ein (nächstes) verkorkstes Jahr. Seit seinem Wechsel aus Wolfsburg zum BVB nach der Europameisterschaft 2016 stottert der Motor. Verletzungen und Formkrisen bestimmten seine ersten beiden BVB-Jahre, die Leihe nach England sollte ein Neustart werden.

Viruserkrankung legt Schürrle lahm

Doch Fulham erholte sich von einem kapitalen Fehlstart in die Saison mit nur einem Sieg aus den ersten zwölf Ligaspielen im weiteren Verlauf nicht mehr. In der Rückrunde war der Abstieg nach weiteren sieben Niederlagen in Serie schon Anfang April besiegelt. Eine hartnäckige Viruserkrankung beschäftigte den auch in Dortmund häufiger verletzt fehlenden Offensivspieler im Frühjahr zudem beinahe fünf Wochen.

Schürrle ist ab dem 1. Juli wieder offiziell ein BVB-Spieler. Bei Instagram kann man sehen, dass er schon jetzt die individuelle Vorbereitung aufgenommen hat. Schürrle postet Videos von schweißtreibenden Workouts, doch die frühe Arbeit an der Fitness dient in erster Linie dazu, vorbereitet zu sein, wenn ein Angebot eintrudeln sollte. Denn eine Zukunft hat der gute Freund von Mario Götze in Dortmund weiterhin nicht.

Zeitfaktor spielt gegen Schürrle - und den BVB

Nach Informationen dieser Redaktion sind die beteiligten Parteien im Gegenteil darum bemüht, noch vor dem Dortmunder Trainingsstart am 3. Juli eine vernünftige Lösung für alle Seiten zu finden. Der Zeitfaktor spielt Schürrle und auch der BVB-Seite allerdings nicht in die Karten. Nachdem das Transferfenster gerade erst geöffnet wurde, haben auch potenziell interessierte Vereine noch viele lose Fäden in der Hand.

Aufgrund seiner mageren Bilanz in London und des gut dotierten BVB-Vertrags mit einem geschätzten Jahreseinkommen von acht Millionen Euro könnte sich ein Verkauf des 57-fachen Nationalspielers (22 Tore) schwierig gestalten. Am wahrscheinlichsten erscheint daher eine weitere Ausleihe. West Ham United soll bereits Interesse signalisiert haben, das hätte den charmanten Vorteil, dass Schürrle in London wohnen bleiben könnte.

Spur in die Türkei allenfalls lauwarm

Eine vermeintliche Spur zu Fenerbahce Istanbul ist nach Informationen dieser Redaktion momentan allenfalls lauwarm. Dort werden durch den ablösefreien Wechsel von Mathieu Valbuena zu Olympiakos Piräus und das Ende der Ausleihe von Andrew Ayew (kehrt zurück zu Swansea) zwar links offensiv gleich zwei Plätze frei. Schürrle aber soll momentan eine Zukunft in England präferieren, wo Ende April auch seine erste Tochter Kaja geboren wurde.

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