Borussia Dortmund

Ex-BVB-Chefscout Mislintat verlässt Arsenal schon wieder

Sven Mislintat verlässt den FC Arsenal nach nur 14 Monaten. Der Ex-Chefscout des BVB genießt in der Branche einen exzellenten Ruf. Ein Interesse des FC Bayern ist nicht mehr als ein Gerücht.

Die Spekulationen hielten sich seit Wochen, am Montag hat der FC Arsenal nun auch offiziell das Ende der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen BVB-Chefscout Sven Mislintat verkündet. Entgegen englischer Medienberichte dürfte die Zukunft des 46-Jährigen allerdings nicht beim FC Bayern liegen. Das Interesse des Rekordmeisters an einer Verpflichtung von Mislintat ist nicht mehr als ein Gerücht.

Unterkühltes Verhältnis zu Cheftrainer Emery

Mislintat hatte erst am 1. Dezember 2017 offiziell sein Amt als Chef-Kaderplaner ("Head of Recruitment") bei den "Gunners" angetreten. Das Aus jetzt nur knapp 14 Monate später hängt mit einem unterkühlten Verhältnis zu Arsenal-Cheftrainer Unai Emery zusammen. Zudem wurde dem Deutschen die alleinige Verantwortung für die Sichtung und Entwicklung neuer Talente für den englischen Traditionsklub entzogen.

Nach der Demission des ehemaligen Langzeit-Trainers Arsene Wenger und auch dem Abschied von Geschäftsführer Ivan Gazidis, die den in Kamen geborenen Mislintat nach Nordlondon gelockt hatten, beförderte Arsenal nicht Mislintat, sondern Raul Sanllehi zum "Head of Football" und setzte den ehemaligen Funktionär des FC Barcelona Mislintat quasi vor die Nase. Auch die geplante Installation eines "Technischen Direktor" hätte Mislintats Kompetenzen weiter beschnitten.

Zukunft offen

Er sei dankbar für die "wunderschöne Erfahrung, für einen großen Klub wie Arsenal gearbeitet zu haben in einer Phase der großen Veränderungen", ließ sich Mislintat in dem offiziellen Arsenal-Statement zitieren. Was seine eigene Zukunft angeht, beließ er es bei einer vagen Aussage: "Ich freue mich auch auf die neuen Herausforderungen für mich selbst."

Mislintats Ruf in der Branche dürfte unter dem abrupten Ende seiner Tätigkeit in London nicht leiden - der BVB hatte ihn trotz unüberbrückbarer Differenzen mit dem ehemaligen Trainer Thomas Tuchel zum "Direktor Profifußball" befördert und bedauerte den Weggang des langjährigen Scouts. Mislintat gilt als Entdecker zahlreicher Profis, die in Dortmund ihren Weg machten und später gewinnbringend verkauft werden konnten, unter anderem Shinji Kagawa, Ousmane Dembélé oder Pierre Emerick Aubameyang.

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