Borussia Dortmund auf Trainersuche

BVB: Favre-Nachfolger? Pikante Details zu Marco Rose enthüllt

Lucien Favre ist also nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. Die Bosse haben sich auf eine interne Lösung bis zum Saisonende verständigt. Doch wer könnte den BVB auf lange Sicht übernehmen?

  • Borussia Dortmund hat sich kurz vor Weihnachten von seinem Trainer Lucien Favre getrennt.
  • Diverse Kandidaten werden als Nachfolger des Schweizers gehandelt.
  • Als Topfavorit für den Posten des BVB-Trainers gilt der Coach eines Bundesliga-Konkurrenten.

München - Am Ende konnte ihn auch nicht der Umstand retten, dass wir uns in der besinnlichsten Zeit des Jahres befinden. Den Adventswochen. Nicht einmal 24 Stunden nach der 1:5-Offenbarung im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart war Lucien Favre seinen Job als Trainer von Borussia Dortmund los*. Zu desaströs war das Auftreten gegen den forschen Aufsteiger, zu hilflos die Darbietungen bereits in den Wochen zuvor. Immerhin hatte es auch beim 1:2 gegen Kellerkind 1. FC Köln eine Nullrunde gehagelt, zwischendurch reichte es gegen Eintracht Frankfurt zu einem eher schmeichelhaften 1:1.

Das waren am Ende zu viel der Ausrutscher. Zumal die ebenfalls nicht immer souverän agierenden Titelrivalen vom FC Bayern und von RB Leipzig bereits um fünf Punkte enteilt sind. Da gilt es möglichst keine weitere Zeit mehr zu verlieren. Deshalb legten sich die BVB-Bosse um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc schnell fest, dass Favres bisheriger Assistent Edin Terzic* die Nachfolge des Schweizers antreten wird. Und zwar laut Vereinsmitteilung „bis zum Saisonende“.

Suche nach BVB-Trainer: Terzic übernimmt erstmals Rolle als Cheftrainer

Der 38-jährigen Kroate soll bei seiner Mission von U17-Trainer Sebastian Geppert und Top-Talente-Coach Otto Addo - ja, diese Position gibt es beim BVB* wirklich - unterstützt werden. Für Terzic wird der Posten als BVB-Trainer die erste Rolle als Cheftrainer sein, nachdem er im Jugendbereich der Schwarz-Gelben Hannes Wolf und ab 2013 vier Jahre lang seinem Landsmann Slaven Bilic bei Besiktas Istanbul und West Ham United assistiert hatte, ehe er 2018 ins Favre-Team aufgenommen wurde.

Es ist also eine zumindest mutige Entscheidung der BVB-Chefetage. Denn natürlich lässt sich die Terzic-Beförderung nicht mit dem Schritt des FC Bayern* vor gut einem Jahr vergleichen, als auf Niko Kovac dessen Co-Trainer Hansi Flick* folgte. Der Weltmeister von 2014 hatte zwar vorher 14 Jahre lange nicht mehr als Chefcoach gearbeitet, brachte aber deutlich mehr Erfahrung mit - nicht zuletzt dank seiner langjährigen Tätigkeit beim DFB*.

Trainersuche beim BVB: Gladbachs Rose wäre 2021 wohl dank Ausstiegsklausel verfügbar

Könnte es also sein, dass Terzic nur als Platzhalter eingeplant ist, ehe die Borussia-Bosse ihren Wunschkandidaten an Land ziehen können? Diese Mutmaßung klingt alles andere als verwegen, wird von anderen Berichten gestützt. Focus Online berichtet etwa, dass im Sommer 2021 eine Verpflichtung von Marco Rose als einzig logisches Szenario angesehen werden müsse. Der 44-Jährige - ein guter Freund von Jürgen Klopp - steht für forschen und ansehnlichen Offensivfußball und besitzt bei Borussia Mönchengladbach* noch einen Vertrag bis 2022, soll aus diesem jedoch dank einer Klausel nach der aktuellen Saison aussteigen können.

Bereits vor einigen Wochen hatte die Sport Bild Rose als heiß gehandelten Trainerkandidaten beim BVB genannt. Damals hatte sich Gladbachs Sportdirektor Max Eberl darüber öffentlich echauffiert. Am Tag vor Favres Entlassung aber klang der Ex-Bayer schon deutlich versöhnlicher, sagte im „Aktuellen Sportstudio“ des „ZDF“: „Jeder Trainer kann frei entscheiden, wohin er möchte.“ Rose, der mit seinen lockeren Sprüchen und der offenen Art an Kumpel Klopp erinnert, führte die „Fohlen“ gerade zum ersten Mal in deren Geschichte ins Achtelfinale der Champions League*.

Seit 2019 Trainer von Borussia Mönchengladbach: Marco Rose arbeitet erstmals nach seiner Spielerkarriere in der Bundesliga.

Neuer BVB-Trainer? Pochettino wird in England als Dortmund-Coach gehandelt

In England wird derweil vor allem über ein Engagement von Mauricio Pochettino als BVB-Trainer spekuliert. Der Argentinier hatte Tottenham Hotspur in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die Spitzengruppe der Premier League* hineingeführt, musste nach einem sportlich tristen Herbst 2019 jedoch seinen Hut nehmen. Sein Name war auch nach den Entlassungen von Carlo Ancelotti und Kovac beim FC Bayern gefallen. Im Gegensatz zu Rose wäre Pochettino sofort verfügbar, ebenso wie der Rekordmeister könnte der BVB jedoch wegen der Sprachbarriere die Füße vorerst stillhalten wollen. Für die Sun und die Daily Mail zählt der 48-Jährige zu den „frühen Favoriten“ auf das Favre-Erbe.

Auch über Adi Hütter und Erik ten Haag dürfte zumindest unter Fans und Experten wieder diskutiert werden. Der Österreicher begeisterte mit Eintracht Frankfurt* zuletzt zwei Jahre in der Europa League* und spielt mit den Hessen auch in der Bundesliga stets eine ordentliche Rolle. Noch ein bisschen heftiger rührte ten Haag die Werbetrommel, als er 2018/2019 mit Ajax Amsterdam in der Champions League* nacheinander Real Madrid und Juventus Turin ausschaltete und erst im Halbfinale hauchdünn an Pochettino und den Spurs scheiterte.

Suche nach BVB-Trainer: Wiedervereinigung zwischen Marsch und Haaland?

Und sonst so? In schon erwähntem Sport-Bild-Artikel fallen zwei weitere Namen: Julian Nagelsmann und Jesse Marsch. Beide gehören aktuell dem Red-Bull-Imperium an. Doch während Nagelsmann bei RB Leipzig* im Grunde wie im fußballerischen Paradies Talent auf Talent in den Stall locken kann, muss der für Red Bull Salzburg tätige US-Amerikaner regelmäßig seine wertvollsten Juwele rausrücken. Der Rose-Nachfolger verlor vor einem Jahr Erling Haaland an den BVB, nun steht der Abschied des ungarischen Nachwuchsstars Dominik Szoboszlai in Richtung Leipzig dem Vernehmen nach kurz bevor.

In Dortmund würde Marsch, der die Bundesliga* aus einem Jahr als Co-Trainer der Roten Bullen kennt, in der Nahrungskette einige Glieder nach oben klettern. Natürlich schafft es auch die Borussia nicht, den absoluten Top-Adressen aus England, Spanien, Paris oder München jeden ihrer Youngster vorzuenthalten. Aber die Schwarz-Gelben sind durchaus in der Lage, überaus attraktive Angebote abzuweisen. Das bewies der Klub zuletzt erst bei Jadon Sancho, der das Interesse in seiner englischen Heimat weckte. (mg) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen / dpa

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