Borussia Dortmund

BVB geht mit bester Laune in den Endspurt bis zum Jahresende - Watzke zufrieden

Der BVB geht als Gruppenerster in die Auslosung zum Achtelfinale und entsprechend mit bester Laune in den Jahres-Endspurt. Auch Hans-Joachim Watzke ist äußert zufrieden.

Einer der ersten Gratulanten nach dem Dortmunder 2:0-Erfolg in Monaco war einer der prominenten deutschen Profi-Sportler, die ihren Hauptwohnsitz ins Fürstentum Monaco verlegt haben - nur des schönen Wetters wegen natürlich. Nur ein paar Minuten nach dem Abpfiff postete der BVB ein Kabinenbild mit Alexander Zverev, der wohl nächsten deutschen Nummer eins im Herren-Tennis.

Zverev, bekennender Anhänger der Schwarzgelben, marschierte kurze Zeit später mit einem unterschriebenen Trikot Richtung Ausgang. Im Gegenzug schleppte Mario Götze im Flieger einen unterschriebenen Schläger der Tennis-Hoffnung mit sich herum.

Zverevs Unterstützung bei einem Spiel "unter schwierigen Champions-League-Bedingungen", wie Götze formulierte, half am Ende noch zum etwas überraschenden Sprung auf Tabellenplatz eins. Vorbei an Atletico Madrid. Das bringt der Borussia bei der Auslosung des Achtelfinales möglicherweise einen leichteren Gegner, vor allem aber zunächst ein Auswärtsspiel. "Sportlich", sagte Hans-Joachim Watzke, "dürfte es keinen großen Unterschied machen." Nicht nur Liverpool und Tottenham würde der BVB-Geschäftsführer gern vermeiden.

Watzke äußerst zufrieden

Watzke war äußerst zufrieden. "Wir haben diese Gruppenphase ja auch unter das Motto Wiedergutmachung gestellt. Trotzdem musst du erst einmal 13 Punkte holen." Vor allem hätten die Spieler, die auf dem Platz gestanden haben, "gezeigt, dass auch unser zweiter Anzug sitzt".

Nur 8731 Zuschauer verloren sich im "Stade Louis II". Einige Spieler konnten die kleinere Bühne dennoch für sich nutzen. Marcel Schmelzer feierte sein lang ersehntes Comeback nach 14 verpassten Pflichtspielen, er hielt 90 Minuten durch. "Das war wichtig für mich", meinte er. Ömer Toprak hielt Monacos Angreifer Radamel Falcao an der kurzen Leine und wies nach, dass er ein grundsolider Vertreter sein kann.

Weigl und Guerreiro machen auf sich aufmerksam

Und da war ja auch noch Julian Weigl. Vom Stammspieler und angehenden Nationalspieler zum Tribünenhocker degradiert, sendete er in Monaco ein Lebenszeichen. Weigl sei "super" gewesen, meinte Watzke, was vielleicht ein wenig euphorisch formuliert war. Doch er nutzte auf jeden Fall seine Chance mit einigen guten Ballgewinne nach Zweikämpfen. Und Raphael Guerreiro zeigte mit seinem zweiten Königsklassen-Doppelpack und einer insgesamt guten Leistung seine Qualitäten.

Sebastian Kehl, der ein waches Auge auf Disziplin, Miteinander und Einstellung im Kader hat, durfte zufrieden registrieren, dass der große Konkurrenzkampf den erwünschten Positiv-Effekt hat. Er sprach ein großes Kompliment aus "an die, die lange auf ihren Einsatz warten mussten". Generell laufe viel in die richtige Richtung. "Wir nutzen momentan viele Gelegenheiten, um Pluspunkte zu sammeln. Wir hatten einiges geradezurücken. In dieser Gruppenphase haben wir das Gesicht gezeigt, dass man von Borussia Dortmund in den vergangenen Jahren sehr häufig gesehen hat."

Noch drei Spiele bis Jahresende

Die Laune auf dem Rückflug war bestens, bevor der BVB nach der Rückkehr gedanklich schnell wieder umschalten musste. Drei Spiele "mit einer schwierigen Taktung", wie Kehl anmerkte, warten am Samstag gegen Bremen, in Düsseldorf am Dienstag und gegen Gladbach am Freitag darauf noch auf dem BVB. Die letzten Kraftanstrengungen vor der Pause. Einige angeschlagene Spieler werden dann zurückerwartet.

Schon gegen Bremen kann die Borussia bei einem Sieg die Herbstmeisterschaft feiern. "Das würden wir gern mitnehmen", meinte Schmelzer. "Auch wenn es sportlich nicht die große Relevanz hat." Der inoffizielle Titel wäre gleichwohl ein offizieller Beleg für die positive Wirkung der vielen tiefgreifenden Veränderungen, die der BVB im Sommer vorgenommen hat.

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