Borussia Dortmund

Kagawa denkt offen über Wechsel nach Spanien nach - Zorc gesprächsbereit

Beim BVB spielt Shinji Kagawa nur noch eine Nebenrolle. Jetzt hat der Japaner in einem Interview einen Wechsel angedeutet. Michael Zorc zeigt Verständnis.

Ein Typ, der öffentlich Stunk macht, ist Shinji Kagawa nie gewesen. Dafür ist der Japaner wohl auch zu demütig erzogen worden. Jetzt hat sich der 29-Jährige gleichwohl erstmals zu seiner unbefriedigenden Situation bei Borussia Dortmund geäußert. Wenig überraschend: Kagawa denkt intensiv über einen Tapetenwechsel nach.

"Ich möchte für meine Situation eine Lösung finden", sagte der Mittelfeldspieler in einem Interview mit der japanischen Sportzeitung "Nikkan Sports". Eine Lösung sei, "den Verein zu wechseln." Kagawa kam in erst vier Pflichtspiel-Einsätzen für die Borussia nur auf 204 Spielminuten - plus eines 90-Minuten-Einsatzes beim BVB II in der Regionalliga.

Zorc: "Wir werden sicherlich am Ende der Hinrunde darüber sprechen"

Zu wenig für seine Ansprüche. Er habe daher "nichts zu verlieren", so Kagawa weiter und "das Gefühl, mein Umfeld verändern und eine neue Herausforderung annehmen zu wollen."

Michael Zorc äußerte sich auf Anfrage dieser Redaktion. "Er ist ein verdienter Spieler, und natürlich können wir verstehen, dass die Situation für ihn unbefriedigend ist. Wir werden sicherlich am Ende der Hinrunde darüber sprechen, wenn das gewünscht ist."

Kagawa liebäugelt mit der Primera Division

Ganz offen kokettiert Kagawa mit einem Wechsel in die spanische erste Liga. "Ich kann meine Karriere nicht beenden, ohne nach Spanien zu gehen. Das möchte ich noch unbedingt tun."

Nach Informationen dieser Redaktion lagen Kagawa im Sommer einige lose Anfragen aus Spanien vor. Konkret verhandelt wurde damals nicht, weil der BVB dem Japaner deutlich zu verstehen gegeben hat, ihn nicht ziehen lassen zu wollen.

Aufgrund seiner wenigen Spielanteile ist Shinji Kagawa nun ein Kandidat für einen Winter-Wechsel, doch der würde sich wegen der speziellen Transferregelungen in Spanien deutlich schwieriger gestalten. In den Kadern der dortigen Erstligisten dürfen nämlich maximal fünf Nicht-EU-Auländer stehen und nur drei gleichzeitig auf dem Platz. Kagawas Vertrag beim BVB läuft noch bis zum 30. Juni 2020.

Kagawa wohl nicht im Kader

Ob Kagawa am Mittwoch im vorletzten Gruppenspiel der Champions League gegen den FC Brügge (21 Uhr, live bei Sky) mal wieder eine Chance bekommt, darf bezweifelt werden. Beim Abschlusstraining am Dienstagvormittag konnte Lucien Favre alle Spieler des Kaders begrüßen, lediglich Marcel Schmelzer, der nach auskuriertem Knochenödem und zwei Monaten Pause aber noch im Dezember sein Comeback feiern möchte, steht ihm nicht zur Verfügung.

Brügge, das nur bei einem Sieg in Dortmund noch eine Chance aufs Achtelfinale hat, machte im Hinspiel (1:0, Tor Christian Pulisic) den Dortmundern mit einer Fünfer-Abwehrkette das Leben schwer und wird auch im Signal Iduna Park zunächst auf die sichere Defensive setzen. Favre erwartet "ein sehr schweres Spiel. Wir werden eine Top-Leistung brauchen."

Es könnte Änderungen in der Startelf geben

Einige Änderungen in der Startelf sind zu erwarten: Top-Joker Paco Alcacer möchte auch von Beginn an seine Torgefahr beweisen und hofft auf seinen fünften Startelf-Einsatz für die Borussia. Durchgespielt hat er bislang nur einmal, beim 3:0 daheim gegen AS Monaco. Andere wie Pulisic und der bis zu seiner Adduktoren-Verletzung eigentlich gesetzte Abdou Diallo drängen ebenfalls in die erste Elf.

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