Borussia Dortmund

Lukasz Piszczek schießt den BVB zu einem neuen Startrekord

Der BVB marschiert, die Bayern patzen erneut. Nach dem 2:1-Sieg in Mainz hat der BVB die Favoritenrolle in der Meisterschaft mehr denn je inne - und einen neuen Startrekord in der Tasche.

Die Szenerie in der 76. Minute erinnerte stark an den September 2011. Lukasz Piszczek drehte am Samstag wie vor siebeneinhalb Jahren jubelnd Richtung BVB-Fanblock ab. Dortmunds Routinier hatte in der Opel-Arena den denkbar schwierigsten Weg zum Torabschluss gewählt.

Aus knapp 20 Metern mit der Innenseite in den rechten Winkel. Mainz-Torhüter Robin Zentner brachte zwar noch die Fingerspitzen an den Ball, den Einschlag konnte er aber nicht verhindern. "Es war ein sehr schönes Tor", lobte Trainer Lucien Favre später.

Piszczek entschied mit seinem Filet-Schuss ein Spiel, dass der BVB mit Moral und Glück auf seine Seite zog. Griffige erste 30 Minuten verwässerten zusehends im dichten Mainzer Defensivverbund mit einer Fünferkette. "Das sind unterschiedliche Gefühlswelten für uns", erklärte Mainz-Coach Sandro Schwarz. "Das Momentum war heute nicht auf unserer Seite. Unsere Leistung war sehr gut, aber der BVB hat die Punkte."

Wieder muss es Paco Alcacer richten

Mit Ausnahme des zentralen Defensivblocks hatten die Dortmunder Offensivakteure in Mainz mit Problemen zu kämpfen: Achraf Hakimi wirkte häufig unkonzentriert, Jadon Sancho ließ - trotz seines Sahnezuspiels vor dem ersten Treffer - in der Defensivarbeit ganz viele Wünsche offen, Jacob Bruun Larsen und Mario Götze mühten sich, konnten aber kaum Akzente setzen. Also musste es wieder Paco Alcacer richten. Der Spanier, seit Freitag fest verpflichtet, traf nach seiner Einwechslung mit dem zweiten Ballkontakt. Zum achten Mal als Joker. Mehr geht nicht. "Paco spürt Fußball, er ist so geboren", lobte Favre.

Gekrönt wurde die Dortmunder Jubelorgie durch das - kaum für möglich gehaltene - 3:3 der Bayern gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Neun Punkte Vorsprung hat der BVB nach dem zwölften Spieltag auf den FCB, sieben sind es auf die direkten Verfolger Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach (spielt am Sonntag gegen Hannover).

Schreckmoment im Stadion

Für Lucien Favre nur ein netter Randaspekt: "Natürlich schauen wir auf die Tabelle. Aber es gibt noch andere gute Teams. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir müssen so weiter machen."

Die drei Punkte gegen Mainz bedeuten aber auch etwas Handfestes: Nie zuvor hat eine BVB-Mannschaft die ersten zwölf Spieltage ohne Niederlage überstanden. Ein neuer Vereinsstartrekord also. Mit diesem Gefühl im Hinterkopf ließ sich auch der kurze Schreckmoment knapp eine Stunde nach dem Abpfiff überstehen: ein Fehlalarm im Stadion. Nach wenigen Minuten gab es Entwarnung. Und der Tabellenführer machte sich mit dem Bus auf den Weg zurück nach Dortmund.

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