Borussia Dortmund

Mats Hummels will zum BVB - Einigung noch nicht in Reichweite

Nach den Transfers von Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz möchte der BVB nun auch noch Mats Hummels zurückholen. Er könnte das noch fehlende Puzzleteilchen zur Titelreife sein.

Der meistdiskutierte Bundesliga-Spieler des Wochenendes vergnügte sich unter der Sonne Miamis und schien unbeeindruckt von der Erdbeben ähnlichen Erschütterung, die der sich anbahnende Mega-Transfer von Bayern München zu Borussia Dortmund ausgelöst hatte. Mats Hummels' Ehefrau Cathy postete ein Bild, das sie mit dem 30-Jährigen entspannt auf einer Sonnenliege zeigt. Den Post zum vierten Hochzeitstag garnierte sie mit Bienen-Emojis, was in den einschlägigen Diskussionsplattformen als klarer Hinweis auf die baldige Wechsel-Vollzugsmeldung gewertet wurde.

So weit ist es aber entgegen anderslautender Meldungen noch nicht. Während man sich beim BVB jedweden Kommentar zu dieser Personalie verkniff, zitierte der "Kicker" am Sonntag aus "Bayern-Kreisen". Demnach sei "noch lange keine Einigung erzielt". BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meinte auf Anfrage gegenüber dieser Redaktion nur: "Dazu gebe ich keinen Kommentar ab."

Knackpunkt bei Hummels ist die Ablöse

Möglicher Knackpunkt in den Verhandlungen ist wie zu erwarten die Ablöse. Die am Freitagabend kolportierten 15 bis 20 Millionen Euro plus erfolgsabhängiger Prämien geben nicht den Wert dieses Spielers wieder, trotz seines fortgeschrittenen Fußball-Alters. Die 35 Millionen, die 2016 aus München nach Dortmund flossen, will die Borussia nicht zahlen. Obwohl sich Hummels in der Rückrunde zum unverzichtbaren Eckpfeiler der Bayern-Defensive entwickelt und dabei sogar Skeptiker wie seinen Trainer Niko Kovac übererzeugt hat.

Angesichts der neuen Möglichkeiten in der Innenverteidigung aber soll ausgerechnet Kovac nun Grünes Licht gegeben haben, was zumindest überraschend kommt. Denn trotz der Verpflichtungen von Lucas Hernandez (Atletico Madrid/80 Millionen Euro Ablöse) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart/35 Millionen Euro) würde ein Hummels-Wechsel ein Loch in den Münchner Kader reißen. Zudem würden die Bayern ihren schärfsten nationalen Konkurrenten unzweifenhaft stärken.

Hummels macht den Vorstoß zu einer möglichen Rückkehr

Dennoch gilt die grundsätzliche Bereitschaft, den Spieler ziehen zu lassen. Obwohl der 30-Jährige öffentlich bislang keine Wechselabsichten geäußert hat, war es Hummels selbst, der den Vorstoß zu einem möglichen Rückwechsel nach Dortmund unternommen hat. Denn die Signale der Münchner Klubführung waren eindeutig: Der Weltmeister von 2014 müsste aus einer hinteren Reihe um Einsatzzeiten beim Rekordmeister kämpfen.

Uneingeschränkt willkommen geheißen würde Mats Hummels vor allem von den BVB-Fans nicht. Nach Bekanntwerden des Dortmunder Interesses wurde in den schwarzgelben Fankreisen heftig diskutiert. Der mögliche Transfer spaltet das Fan-Lager. Nicht wenige werfen Hummels immer noch vor, die Borussia als ihr Kapitän vor drei Jahren im Stich gelassen zu haben. Im letzten Heimspiel der Saison wurde der Innenverteidiger bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen.

Hummels mit einem zerrütteten Verhältnis zu Thomas Tuchel

Das treibende Motiv hinter Hummels' Wechselabsichten war das zerrüttete Verhältnis zum damaligen Trainer Thomas Tuchel, zudem wollte der ehrgeizige Hummels mit einem Wechsel nach München seine Chancen auf einen Titelgewinn in der Champions League erhöhen. Diesen Traum konnte er sich allerdings nicht erfüllen.

Sportlich wäre Hummels ein Zugewinn für die Borussia. Nicht erst bei der Saisonanalyse reifte in der Dortmunder Führungsetage die Erkenntnis, dass dieser auf vielen Positionen atemberaubend besetzten jungen Dortmunder Mannschaft im Abwehrzentrum eine Persönlichkeit fehlt. Ein Spieler, der die jungen Nebenleute führen kann und der in entscheidenden Schlachten kühlen Kopf bewahrt. Hummels, dessen Verhältnis zu BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke weiterhin gut ist, entspräche ohne Zweifel genau diesem gesuchten Typus.

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