Borussia Dortmund

Paco Alcácer feiert Comeback in Spaniens Nationalelf und wird beim BVB bleiben

In Spaniens Nationalmannschaft steht BVB-Stürmer Paco Alcácer nach zweieinhalb Jahren Pause vor dem Comeback - begründet durch sein Hoch beim BVB. Der Klub seinerseits bindet den Angreifer.

Seine bis zum Donnerstag letzten Minuten für die "Seleccion" bestritt Paco Alcacer am 27. März 2016, bei einem 0:0 gegen Rumänien. Am Donnerstag feierte er ein lang ersehntes und beeindruckendes Comeback in Spaniens Nationalmannschaft. Beim Sieg in Wales traf der neue Borusse schon vor der Pause doppelt. Da ist er wieder, der Torjäger Alcácer. Zurück vom Abstellgleis.

Jäher Absturz

So raketenartig wie seine Karriere beim FC Valencia zunächst verlief, wo er mit 22 Jahren Kapitän und Star des Teams war, so jäh kam der Absturz. Beim FC Barcelona konnte sich der Mittelstürmer nie durchsetzen. "Mit Messi, Suarez und Co. war es sehr schwierig", sagte er jetzt in Bezug auf seine Lehrjahre bei den Katalanen. Nach zwei Jahren als Reservist reifte sein Entschluss, etwas anderes zu probieren. "Diese Entscheidung habe ich selbst getroffen. Ich wollte mehr Minuten spielen."

Lange hatte er sich innerlich dagegen gesträubt, den Weg ins Ausland zu gehen. Als Borussia Dortmund, das Alcácer schon zu Valencia-Zeiten im Fokus hatte, dann sein Interesse verstärkt dokumentierte, kam er ins Grübeln. Unter anderem Ex-Borusse Marc Bartra riet ihm zu einem Wechsel nach Dortmund. "Ich bin sehr froh darüber", sagt Alcácer nun.

BVB will Option ziehen

Die Kaufoption, die der BVB bereits in den Leihvertrag mit dem FC Barcelona verankert hat (wir berichteten), wird Dortmund mit Sicherheit ziehen. Rund 23 Millionen Euro kostet Alcácer dann. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Paco Alcacer also auch offiziell über die vereinbarte einjährige Leihfrist hinaus Spieler des BVB sein wird. Genauer gesagt bis 2023, mit einem Gehalt knapp oberhalb von fünf Millionen Euro pro Jahr. Im Paket: ein Schnäppchen.

Während die Bundesliga und die Borussen sich über seinen Sensations-Start in Deutschland wundern, hat der Spanier eine einfache Begründung parat: "Ein Spieler mit Selbstvertrauen ist besser als ein Spieler ohne Selbstvertrauen, oder?" Das zeigte er dann am Mittwoch auch bei seinem Nationalelf-Comeback gegen Wales, wo er beim 4:1-Sieg nach sechs Minuten zum 1:0 für Spanien traf und in der 29. Minute noch das 3:0 markierte.

Starke Konkurrenz

In Spaniens Auswahl, wo er, das Spiel vom Donnerstag eingerechnet, in 14 Partien acht Mal traf, muss sich Alcacer gegen starke Konkurrenz behaupten. Dort stürmen in Diego Costa von Atletico Madrid (24 Spiele, 10 Tore) oder Alvaro Morata (FC Chelsea, 24 Spiele, 13 Tore) internationale Topstars. Und Alcácer.

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